Bauarbeiten in der Sachsenhausener Straße und Chausseestraße in Oranienburg – McDonald’s geschlossen, ATU-Werkstatt geöffnet – Kritik an Kommunikation mit dem Unternehmen
MAZ Oberhavel, 1.8.2026
Oranienburg.
Wieder alles anders in der Sachsenhausener Straße in Oranienburg und in der Chausseestraße in Sachsenhausen. Seit Freitagfrüh gibt es für den Abschnitt zwischen der Heidestraße und Zum Bahnhof wieder neue Verkehrsregelungen. In den vergangenen Tagen war die Strecke eine Einbahnstraße, die nur stadteinwärts befahren werden durfte, auf der abgefrästen Fahrbahn konnten die Autos rollen.
Jetzt ist die Durchfahrt komplett verboten. Allerdings ist die Baustelle am Freitag wohl anders eingerichtet worden, als es mit den betroffenen Unternehmern kommuniziert worden ist.
Bei der Werkstatt ATU haben sie da noch Glück, denn derzeit ist das Gelände über Umwege noch erreichbar. „Unsere Zufahrt ist komplett zu“, sagt Filialleiter Volker Miericke am Freitagvormittag im Gespräch mit der MAZ. Mit allen Terminkunden nehme man derzeit immer vorher Kontakt auf, um ihnen zu sagen, wie sie momentan zur Werkstatt kommen.
Die Situation gestaltet sich – mit Stand vom Freitag – so: Aus der Innenstadt kommend fährt man hinter der Heidestraße in eine Sackgasse ein. Die Vollsperrung gilt erst hinter der Adolf-Mertens-Straße und der Einfahrt zum McDonald’s-Parkplatz.
Das soll bis 4. August so bleiben. Danach bekommt der Abschnitt zwischen dem McDonald’s-Parkplatz und der Heidestraße den neuen Asphalt. Dann gilt die Sackgassenregelung aus Richtung Sachsenhausen kommend.
„Heute Morgen herrschte erst mal ein totales Chaos“, sagte Werkstattchef Volker Miericke. Die Firma habe sich aber beholfen. „Unsere Kunden kommen über die Tankstelle zu uns.“
Mit dem Pächter der Tankstelle sei er immer wieder im Gespräch, sodass erst mal eine Lösung gefunden werden konnte. Vom Tankstellengelände ist die Werkstatt seitlich über den Gehwegbereich zu erreichen.
Die SB-Tankstelle selbst ist schon seit Beginn der Bauarbeiten in der Sachsenhausener Straße/Chausseestraße geschlossen. Durch die Einbahnstraßenregelung, die vorher galt, fehlte der Kundenzustrom aus der Innenstadt.
Besonders ärgerlich ist die aktuelle Situation für McDonald’s. Am Donnerstag sind die Kunden darüber informiert worden, dass das Schnellrestaurant vom 31. Juli bis 6. August geschlossen bleibe – offenbar sind die Betreiber davon ausgegangen, dass der Parkplatz eine Woche nicht erreichbar sei.
Aus den Sperrplänen ging scheinbar hervor, dass die Straße direkt an der Einfahrt zur Adolf-Mertens-Straße gesperrt ist, doch die Barrieren stehen nun etwas weiter hinten.
Auch das Ny Ny-Restaurant ist von der Sperrung betroffen. „Ja, wir sind da“, bestätigte am Freitag eine Mitarbeiterin am Telefon. Sie rät ihren Kunden, das Auto auf dem Edeka- oder auf dem McDonald‘s-Parkplatz abzustellen, um dann zum Restaurant zu laufen. Wichtig: Die Fahrbahn soll im Laufe des Wochenendes den Asphalt bekommen – sie darf dann nicht betreten werden. Die Weidengarten-Eventgastronomie an der Adolf-Mertens-Straße kündigte an, dass das Büfett am 5. August wegen der Bauarbeiten ausfallen werde.
Die Family-Rocks-Boulderhalle an der Chausseestraße ist geöffnet. Auf der Internetseite wird den Kunden mitgeteilt, dass die Halle aber derzeit schwerer zu erreichen ist. Kunden werden gebeten, die Autos entweder im Bereich neben der Orlen-Tankstelle oder im Wohngebiet dahinter abzustellen.
Der Edeka-Supermarkt ist derzeit problemlos über die Sackgasse aus der Innenstadt kommend erreichbar. Am 5. und 6. August ist geplant, den Laden zu schließen – wenn die Asphaltarbeiten auf dem südlichen Streckenabschnitt stattfinden.
Anwohner im Wohngebiet westlich der Baustelle kommen während der aktuellen Bauphase nur über eine von zwei Zufahrtsstraßen zu ihren Grundstücken. Bis 4. August funktioniert das über die Adolf-Mertens-Straße, danach über die Kurt-Scharf-Straße.
Die Kommunikation rund um die Baustelle sei „bedingt“ gut, sagte ATU-Werkstattleiter Volker Miericke. „Von der Sache her wurden wir gut informiert, die Bauleiterin hat sich jedenfalls Mühe gegeben.“ Es haperte dann aber an der Umsetzung, die sich anders gestaltete als angekündigt. „Heute früh haben wir uns den Zorn der Kunden zugezogen.“
Das Gesamtfazit ist dann doch ernüchternd: „Es ist insgesamt ein bisschen unglücklich“, formuliert er diplomatisch. „Ich hätte mir mehr Entgegenkommen von der Stadt gewünscht. Auf irgendeine Weise sind wir aber wohl immer erreichbar.“
Die weiträumige eigentliche Umleitung führt derzeit über die Bernauer Straße, Straße der Einheit, Aderloch, Sophie-Scholl-Straße und Zum Bahnhof.
In der letzten Bauphase, voraussichtlich vom 7. bis 13. August, werden noch Restarbeiten unter halbseitiger Sperrung erledigt. Die Strecke wird dann in dieser Zeit stadteinwärts wieder zur Einbahnstraße erklärt.
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