Die Odyssee

Der Trojanische Krieg ist seit acht Jahren zu Ende. König Odysseus (Matt Damon) gilt als verschollen. Im Palast in Ithaka weiß man nicht, was aus ihm geworden ist. Er ist bevölkert von Dutzenden Männern, die sein Nachfolger werden wollen, in dem sie um Penelope (Anne Hathaway) werben. Doch die drückt sich seit Jahren um eine Entscheidung. Und eigentlich will Odysseus‘ Sohn Telemachos (Tom Holland) auf den Thron.
Odysseus aber lebt, und er will nach Hause. Doch der Heimweg wird zur Odyssee. Es ist ein jahrelanges Abenteuer, und seine Besatzung ist vielen Gefahren ausgesetzt. Heftigste Unwetter, Sirenen, die die Männer um den Verstand bringen, menschenfressende Wesen, die Göttin Kalypso (Charlize Theron), der Zyklop Polyphem (Bill Irwin) und die Zauberin Circe (Samantha Morton). Es sind schwere Prüfungen, die Odysseus und seine Männer bestehen müssen.

Christopher Nolan hat „Die Odyssee“, das Epos von Homer, neu verfilmt und setzt damit dem Publikum einen durchaus schweren Brocken hin.
Sehr opulent setzt Nolan das geschehen ins Bild. Nichtsdestotrotz ist insbesondere das Drittel schwer zugänglich. Man hat das Gefühl, man wird mitten in die Story geschmissen, es geht einfach irgendwie los, man weiß anfangs gar nicht genau, worum es geht, und immer wieder wirkt die Geschichte wie eine Anreihung von kurzen Episoden. Diese sind immerhin aber jede für sich durchaus interessant. Man ist also ein bisschen fasziniert, aber man weiß erst mal nicht wovon genau.
Man muss mit diesem Film irgendwie warm werden, und erstaunlicherweise gelingt das mit der Zeit auch, wenn sich der Film dann wirklich auf die zwei Handlungsstränge fokussiert – die Odyssee und die Lage in der Heimat.
Irgendwann steckt man dann aber drin. Wenn man mit Odysseus und seinen Leuten mitfiebert, wenn sie sich gegen die Sirenen wappnen. Wenn sie auf die Zauberin reinfallen, was wirklich gruselige Minuten sind.
Wie es überhaupt immer wieder gruselig-eklige Augenblicke gibt, Nolan ist nicht gerade zimperlich.
„Die Odyssee“ ist am Ende dann doch wirklich packendes Kino, bei dem die fast drei Stunden sehr schnell vergehen.

-> Trailer auf Youtube

Die Odyssee
USA 2025, Regie: Christopher Nolan
Universal, 173 Minuten, ab 12
8/10


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