FR 17.07.2026 | Netflix
Seit einem guten halben Jahr schwelt der bei Netflix der Streit um die deutsche Synchronisation von Filmen und Serien. Viele Synchronsprecher wehren sich gegen eine Klausel, die es Netflix erlaubt, ihren Stimmen für KI-Trainings zu verwenden. Das führt dazu, dass derzeit viele Synchronsprecher sich weigern, weiterhin für Netflix zu arbeiten.
Die Auswirkungen halten sich noch in Grenzen, vereinzelte Serien bekamen verspätet eine deutsche Fassung, einige wenige Serien erschien hierzulande nur im Original mit Untertiteln.
Am Freitag erschien bei Netflix das große Serienfinale von „Heartstopper“. Die Geschichte um Nick und Charlie und ihren Freundeskreis endet mit dem Film „Heartstopper forever“.
Fans fällt es hier gleich auf: Nicht wenige Stimmen sind in diesem Film andere als die in den vorherigen drei Serienstaffeln. Viele der Nebenfiguren haben plötzlich andere Stimmen. Elle und Tao haben beide neue Stimmen, ebenso Isaac und mehrere Lehrer. Und es gibt ein weiteres Kuriosum: Weil Olivia Colman zeitlich nicht zur Verfügung stand – schon in Staffel 3 konnte sie nicht dabei sein – spielt im Film nun Anna Maxwell Martin die Rolle der Sarah Nelson, Nicks Mutter. In diesem Film ist aber die deutsche Synchronstimme dieselbe, die Stimme blieb, die Schauspielerin ist aber eine andere.
Vielleicht haben sich die vielen Wechsel nicht vermeiden lassen, für die Fans ist das dennoch sehr ärgerlich – aber besser so, als wenn man ganz auf eine Synchro verzichtet hätte.
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