Cyberangriff auf Oranienburger Stadtverwaltung?

Es ist eine Sicherheitsmaßnahme: Die Oranienburger Stadtverwaltung und städtische Einrichtungen sind set Donnerstagabend vorübergehend online nicht erreichbar. Das geht aus einer Mitteilung der Stadtverwaltung hervor.

Demnach habe das CERT Brandenburg, die zentrale Anlaufstelle des Landes Brandenburg für Maßnahmen bei sicherheitsrelevanten Vorfällen in Computersystemen, darüber informiert, dass mehr als 75.000 Firewalls des Typs, den auch die Oranienburger Stadtverwaltung für ihr Verwaltungsnetzwerk einsetze, durch einen Cyberangriff kompromittiert wurden. Das Verwaltungsnetz der Stadt Oranienburg sei aber nach aktuellem Stand nicht von dem Angriff betroffen.

Dennoch wurde vorsorglich das Netzwerk vorübergehend abgeschaltet. Das solle auch Freitag noch der Fall sein. Die Stadtverwaltung und alle an das Verwaltungsnetz angeschlossenen städtischen Einrichtungen seien nur telefonisch erreichbar. Betroffen seien alle Fachbereiche der Verwaltung sowie externe Einrichtungen wie Feuerwehr, Stadtbibliothek, Bürgerzentrum, Regine-Hildebrandt-Haus und Eltern-Kind-Treff. Auch die über die Internetseite der Stadt angebotenen Online-Dienste stünden vorübergehend nicht zur Verfügung.

Die Stadtverwaltung stehe in engem Austausch mit dem CERT Brandenburg und dem Netzwerkbetreiber. Sobald neue Erkenntnisse vorliegen, werde die Öffentlichkeit informiert, heißt es weiter.


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Kommentare

6 Kommentare zu „Cyberangriff auf Oranienburger Stadtverwaltung?“

  1. Daggi

    Es geht um Fortibleed, Zugangsdaten und Passwörter des verwendeten Firewallsystems wurden entdeckt. Ob Oranienburg überhaupt konkret betroffen ist, weiß mW niemand. Den öffentlichen Zugriff auf das Netzwerk vorsorglich zu blockieren wäre auch schon übervorsichtig gewesen, dann hätten wenigstens die Mitarbeiter es weiterhin benutzen können. Eine komplette Deaktivierung eines nicht kompromittierten Netzwerks ist schon reichlich übertrieben und deutet auf recht wenig Expertise hin, für mich nicht überraschend. Oranienburg ist halt anders! 😂

  2. RT

    Deshalb haben die auch nur sicherheitshalber abgeschaltet. Dass sie direkt betroffen sind, ist derzeit nicht der Fall.
    Finde aber okay, wenn man vorsichtig ist. Nicht dass, wie in Hohen Neuendorf, alles wochenlang lahmgelegt ist.

  3. Daggi

    Jeder, der ein bisschen was davon versteht kann über diese Reaktion nur mit dem Kopf schütteln. Dieses Leak betrifft potentiell ja tausende Anwender dieser FW und niemand hat so absurd überzogen reagiert, weil bei den meisten das Netzwerk auch viel zu wichtig ist, um es mal so eben vorsichtshalber still zulegen. Aber Oranienburg ist eben anders!

  4. Daggi

    https://firewalls24.de/blog/fortibleed-fortinet-n193 falls es interessiert, unter Sofortmaßnahmen wird noch nicht mal geraten, das Netzwerk offline zu nehmen, geschweige denn, alles gleich stillzulegen. Schon recht unglaublich, was in der Stadtverwaltung offenbar für Leute arbeiten

  5. RT

    Und das ist gut so.

  6. Ja, echt unglaublich. Vermutlich ist denen das geraten worden. Ansonsten bewirb sich, scheinst ja Ahnung zu haben.

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