(1) -> 29.4.2025
Peter ist 15, und immer noch ein bisschen fromm. Also, zumindest spricht er noch mit Gott, genauer gesagt mit Gäib.
Aber er hatte schon Sex. Hetti, die kennt er aus der Schule, hat ihn von seiner Unschuld befreit. War irgendwie keine große Sache, jedenfalls für sie.
Jetzt ist Peter in England, eine Sprachreise, damit er besser Englisch kann. Aber es läuft bescheiden. Er wird aus Versehen verprügelt, und er vernallt sich in ein Mädchen, und sie kommen sich auch, ähm, näher.
Wieder zurück in der Münchner Vorstadt will er Zita wiedertreffen, aber natürlich legt ihm sein sehr konservativer Vater immer wieder Steine in den Weg. Aber Peter widersetzt sich, und natürlich wird er das bitte bereuen, denn Vater findet alles irgendwann raus…
Nach „Wie ich den Sex erfand“ legt Peter Probst mit „Ich muss hier raus“ seinen zweiten Roman über Peter Gillitzer und seinen Weg zum Erwachsenwerden in der bayrischen Provinz mit streng konservativen Eltern vor. Und Peter hat es echt nicht leicht.
Auf sehr unterhaltsame Weise berichtet der Autor, wie der 15-jährige Peter versucht, seine erste echte Liebe zu zelebrieren. Wie er von dem Mädchen belogen wird, wie er von seinem Vater getrietzt wird, von einem Straf-Ausflug in ein NRW-Kaff – und überhaupt über eine Jugend in den 70ern, wo der Rechts-Links-Konflikt auch schon (oder noch?) groß ist.
Der Roman liest sich flott, die Dialoge sind lebensnah – gern mehr davon!
Peter Probst: Ich muss hier raus
dtv, 320 Seiten
7/10
Schreibe einen Kommentar