Es gibt ein großes Geheimnis. Die Welt soll nicht erfahren, dass es außerirdisches Leben, und vor allem soll die Welt nicht erfahren, dass dass Menschen Kontakt mit Aliens hatten.
Aber irgendwann kommt alles ans Licht. Der Aktivist Daniel Kellner (Josh O’Connor) hat wichtige Unterlagen mitgehen lassen. Er will der Welt zeigen, was sie aus seiner Sicht wissen muss.
Dass etwas nicht stimmt, bekommen die Menschen mit, als in Kansas City die Wettermoderatorin Margaret Fairchild (Emily Blunt) live auf Sendung plötzlich seltsame Geräusche von sich gibt, die sie nicht beeinflussen kann. Plötzlich hat sie zudem die Gabe, Menschen anzusehen und genau zu wissen, was sie beschäftigt.
Daniel und Margaret verbindet etwas. Nur wissen die beiden noch nicht, was. Unterdessen versuchen die Behörden mit allen Mitteln zu verhindern, dass die Wahrheit ans Licht kommt.
„Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit“ heißt der neueste Film von Steven Spielberg. Schon seit fast einem Jahr laufen die Trailer für diesen Film in den Kinos, und die Erwartungen waren dementsprechend hoch. Aber leider: Die Faszination, die der Trailer ausstrahlt, gibt der Film nicht her. Der Trailer motzt die Story ordentlich auf und setzt Szenen ärgerlicherweise in vollkommen andere Zusammenhänge.
Der Film ist wahnsinnig mit Bedeutung aufgeladen, die sich zwar nicht als völlige heiße Luft rausstellen, aber dennoch wirkt die ganze Geschichte völlig überhöht und seltsam unausgereift.
So wird immer wieder erwähnt, dass die Welt gerade am Rande einer Katastrophe steht. Als Zuschauer erfährt man aber nicht, was da los ist, nur dass in der Politik große Unruhe herrscht. In einer Szene herrscht Chaos an einer Tankstelle, weil alle tanken wollen – dabei belässt es Spielberg dann aber. Denn später ist von Panik in den Straßen nichts mehr zu merken.
Wie überhaupt in diesen Film sehr viel Bedeutung behauptet wird. Daniel hat Videos, die die Welt verändern würden und die politische Krise unbedeutend mache. Da wir aber nicht wissen, was los ist, sitzt man als Zuschauer aber ein wenig ratlos da. Zumal sich die Handlung ganz schön hinzieht. Stellenweise ist Spielbergs Film enttäuschend langatmig.
Immerhin das Finale ist irgendwie schon beeindruckend, wobei auch hier die Frage offen bleibt, welche Folgen diese Enthüllungen haben könnte. Davor drückt sich nämlich der Film komplett, das Ende kommt plötzlich.
Irgendwie lässt einen „Der Tag der Wahrheit“ ziemlich ratlos zurück.
Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit
USA 2025, Regie: Steven Spielberg
Universal, 145 Minuten, ab 12
5/10
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