DO 04.06.2026 | Netflix
Wenn ein Fremder plötzlich in einer christlichen Gemeinschaft auftaucht, dann sorgt das meist für Unruhe. Vor allem, wenn es ein geheimnisvoller Typ ist.
Plötzlich ist Sam (Fra Fee) da. Er ist ein Häftling auf der Flucht, aber das weiß erst mal keiner. Er bittet um Unterschlupf.
Rosie (Molly Windsor), ihr Ehemann Adam (Asa Butterfield) und ihre kleine Tochter leben in einer strenggläubigen christlichen Gemeinschaft. Man könnte auch von einer Sekte reden. Die Leute schotten sich von der Außenwelt ab, selbst Handys sind verboten.
Aber Sam reißt Mauern ein. Bei Rosie und auch bei Adam. Bei Rosie führt das einerseits zu einem neuen Selbstbewusstsein, für Adam stürzt aber scheinbar eine Welt zusammen.
So oder so: Sam aber wird zur Gefahr. Er bedroht und bedrängt andere, es kommt zu einem schweren Unfall.
„Unchosen“ gibt Einblicke in das Innenleben einer Sekte. Die 6-teilige Netflix-Serie spielt aber auch mit dem Zuschauer. Denn die Darstellung der Sekte schreckt ab. Das Rückständige, das Strenge, aber vor allem die Doppelmoral. Dann kommt Sam, und er wirkt wie ein Retter. Aber die Stimmung dreht sich.
Aber diese Wendungen sorgen auch dafür, dass die Spannung hochgehalten wird – und der Ärger. Denn einmal mehr sehen wir, mit welcher Doppelmoral in solchen christlichen Gemeinden mitunter gehandelt wird, dass hinter den Kulissen sich mitunter schmutzige Dinge abspielen.
Als Zuschauer weiß man nicht immer genau, was man den Leuten dort wünschen soll.
Mit „Unchosen“ ist Netflix aber ein spannender Thriller mit Drama-Elementen gelungen. Asa Butterfield („Sex Education“) ist hier in einer sehr ernsten, erwachsenen Rolle zu sehen, die er gut ausfüllt.
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