rbb24 Brandenburg / rbb24 Berlin

DI 26.05.2026 | 21.45 Uhr | rbb

Der rbb muss sparen. Weil Produktionen immer teurer werden, aber andererseits die Politik nicht will, dass der Rundfunkbeitrag nicht steigt und sich da auch mal gern der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) widersetzt.
Nach dem rbb-Finanzskandal sieht es sowieso düster aus, und der Druck aus der Politik ist auch dementsprechend.

Andererseits möchte die Politik aber, dass der rbb mehr Brandenburg sendet. Denn der Politik reichen die vielen Brandenburg-Beiträge in „Der Tag“ nicht. Auch nicht die tägliche halbe Stunde „Brandenburg aktuell“. Und die zwei Stunden Radio-TV aus Potsdam am Morgen.
Deshalb darf der rbb im Spätabendprogramm nun doch nicht mehr sparen. Seit Dienstag laufen um 21.45 Uhr für 30 Minuten getrennte Programme: „rbb24 Brandenburg“ und „rbb24 Berlin“.

Dass es noch mehr Infos aus Brandenburg gibt, ist natürlich auch löblich, auch wenn ja in der Regel zwischen dem Magazin um 19.30 Uhr und der Spätausgabe zwei Stunden später in der Provinz nicht bahnbrechend viel passiert ist. Am Dienstag gab es nur eine Überschneidung. Ein Beitrag über einen Pendler, der täglich mit dem RE1 aus Brandenburg nach Frankfurt/Oder fährt, lief in Brandenburg und Berlin – denn immerhin düst der RE1 ja auch durch Berlin.

Einen Nachteil haben die getrennten Sendungen für Berlin und Brandenburg übrigens auch: Die Brandenburger bekommen im rbb noch weniger aus Berlin mit und die Berliner noch weniger aus Brandenburg. So von wegen Tellerrand.
Ja, klar, man könnte einfach umschalten, aber wer macht das schon…

-> Die Sendungen in der ARD-Mediathek für Brandenburg und Berlin (bis 2. Juni 2026)


Beitrag veröffentlicht

in

von

Schlagwörter:

Kommentare

6 Kommentare zu „rbb24 Brandenburg / rbb24 Berlin“

  1. Daggi

    Vom Rundfunk mal ganz abgesehen, kann man wohl kaum genug bedauern, dass die Fusion der beiden Länder damals gescheitert ist. Die Pendlerbewegungen und die Vernetzung hat ja eher noch zugenommen, aber statt da nochmal drüber nachzudenken, labert der MP lieber irgendwas davon, dass sich ja seitdem so ein neues tolles Bewusstsein (oder sogar Stolz, was auch immer, hab nicht aufgepasst) in BB entwickelt hat und impliziert, dass er sich halb schämt, damals dafür gestimmt zu haben.

  2. RT

    Kann ich nicht beurteilen, die Brandenburger waren ja damals dagegen. Weiß nicht, ob es für Brandenburg ein Vorteil wäre, mit Berlin zusammen zu sein.

  3. ÖRFgläubiger

    Spart mal , macht sendepause

  4. Daggi

    Die ganze ‚föderale‘ Struktur gehört einfach endlich deutlich verschlankt, wovon wir alle profitieren würden, weil der Staat wieder handlungsfähiger würde und teurer, sinnloser Proporz abgebaut würde. Dass man die absurden Stadtstaaten dabei aufgeben sollte, die doch kaum sinnvoll vom Umland abzugrenzen sind, liegt doch auf der Hand. Vor 100 Jahren, bei der Gründung von Groß Berlin, war man da schon weiter als heute und wir profitieren eigentlich immer noch davon. Leider geht es eben eher in die entgegengesetzte Richtung und es wird immer mehr ein Gegeneinander konstruiert, auch durch solche Aussagen wie von Woidtke. Dass selbst der eigentlich vereinigte Rundfunk jetzt wieder zu mehr getrenntem Programm gezwungen wird spricht auch Bände.

  5. @ÖRFg Ich hoffe nicht.

  6. @D Ja, halte ich auch nur wenig von. Allein in „Der Tag“ sind sie ja ganz oft live in Brandenburg unterwegs.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert