DO 14.05.2026 | 21.00 Uhr | one
Das war eine echte Zitterpartie! Am Ende waren noch sieben Länder übrig, aber nur noch zwei Plätze für das Finale frei. Und da waren noch mein Top-Favorit Dänemark im Spiel und auch Tschechien, dessen Song ich gern im Finale dabei haben wollte.
Tatsächlich waren dann aber Dänemark und Tschechien eben jene Länder, die dann doch noch zum Zuge kam.
So hatte das 2. Halbfinale des Eurovision Song Contests 2026 – am Donnerstag live übertragen bei one – doch noch ein Happy End.
Nach dem ersten Halbfinale am Dienstag herrschte ja ein bisschen Ernüchterung über die Show, die der ORF da auf die Beine gestellt hat. Eher nicht so gute Moderation, ziemlich wirre KI-Postcards vor den Auftritten, nicht so gelungene Pausen-Acts.
Irgendwie fehlt dem ganzen in Österreich ein wenig das Charmante. Gleich am Anfang brachten Victoria Swarovski und Michael Ostrowski eine Parodie des letztjährigen Siegersongs „Wasted Love“ auf die Bühne. Mit lauter Pannen. Das ist irgendwie witzig, aber eben auch auf seltsame Weise respektlos, weil es mit der Holzhammer-Methode verarscht worden ist.
Später – als Intervall-Act – gab es eine Art Musical zum Song „I’m so excited“, wo dann zum Beispiel Michael Ostrowski wollt schlecht zum Playback Klavier spielte. Auch da fehlte es an Charme, und überhaupt: Wenn es darum geht, 70 Jahre ESC zu feiern, warum macht man das nicht mit einem alten ESC-Song. Der deutsche Kommentator Thorsten Schorn merkte das bei one im Anschluss völlig zurecht an.
Am Sonnabend steigt das Finale. Was die Show selbst angeht, sind die Erwartungen – abseits der Songs – nicht mehr sehr hoch. Aber vielleicht überrascht uns der ORF ja auch noch.
-> Die Sendung in der ARD-Mediathek (bis 14. Mai 2027)
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