Fast alle Tankstellen gingen um 17 Cent runter

Analyse der Benzinpreise in Oberhavel: Stellenweise ist der Liter wieder teurer geworden – Rabatt in Hennigsdorf verspätet weitergegeben

MAZ Oberhavel, 9.5.2026

Oberhavel.
Die Tankstellen in Oberhavel haben den 17-Cent-Tankrabatt in den meisten Fällen weitergegeben – zumindest am ersten Tag und nach Preiserhöhungen in den Tagen davor. Seit 1. Mai gilt eine Steuererleichterung in Höhe von 17 Cent. So viel weniger soll nun der Spritpreis pro Liter betragen.
Wie sich die Preise in Oberhavel entwickelt haben, hat die MAZ stichprobenartig an sechs Tankstellen in Oberhavel beobachtet: in Oranienburg am Oranienpark und bei Star, bei Aral in Zehdenick und Glienicke, bei Shell in Gransee und Total in Hennigsdorf. Verglichen worden sind die Preise für Super E10 am 25. April sowie vom 30. April bis 4. Mai kurz vor 12 Uhr, um 12 Uhr und am Abend.

Besonders Aral in Zehdenick und Glienicke hat beim 12-Uhr-Preis zwischen dem 25. und 30. April kräftig draufgeschlagen – von 2,199 Euro auf 2,299 Euro. Die Aral-Tankstellen waren es aber auch, die am 1. Mai einen Sonderweg eingeschlagen haben.
In beiden Orten sank der Preis von 2,139 Euro am Abend des 30. April auf 1,969 Euro am Morgen des 1. Mai. Das Besondere: Dieser Preis blieb bis zum Vormittag des 2. Mai genau gleich, er veränderte sich gute 35 Stunden lang nicht, auch die 12-Uhr-Preiserhöhung entfiel bei Aral am 1. Mai.
Ansonsten aber hatten beide Aral-Tankstellen in Glienicke und Zehdenick später immer den höchsten 12-Uhr-Preis der sechs beobachteten Tankstellen. Am Montag, 4. Mai, lag er bei 2,119 Euro. Zu diesem Zeitpunkt lag Star an der Walter-Bothe-Straße in Oranienburg bei 2,089 Euro und am Oranienpark bei 2,059 Euro.

Eine Tankstelle ließ sich mit dem 17-Cent-Rabatt sehr viel Zeit. Bei Total in Hennigsdorf kostete der Liter E10 am Abend des 30. April 2,129 Euro, am Morgen des 1. Mai dann 2,089 Euro. Von den 17 Cent war die Tankstelle da noch total weit weg. Erst um kurz vor 12 Uhr sackte der Preis auf 1,959 Euro, was dann mit fast zwölfstündiger Verspätung die 17 Cent im Vergleich zum Vorabend ausmachte, Ein Vergleich der 12-Uhr-Preise zeigt, dass an dieser Stelle die 17 Cent Ermäßigung nicht immer weitergegeben werden. Im Vergleich zum 30. April lag der Preis im Oranienpark in Oranienburg 14 Cent drunter, bei Star in Oranienburg um 13 Cent.

Bei Aral in Zehdenick und Gransee fiel der Literpreis im Vergleich zum 30. April am Montag hingegen um 18 Cent – allerdings hatte Aral am 30. April auch den mit Abstand höchsten Preis. Shell in Gransee kommt hingegen auf die 17 Cent, allerdings lag auch dort der Preis am 30. April über dem Durchschnitt. Bei Total in Hennigsdorf liegt der Unterschied bei 13 Cent.

Wann es am günstigsten und am teuersten ist, liegt auf der Hand – kurz vor 12 Uhr und kurz nach 12 Uhr. Der teuerste Tagespreis hält sich allerdings in den meisten Fällen nicht sehr lange, schon rund um 13 Uhr wird es wieder preiswerter, bei den meisten Tankstellen Schritt für Schritt. Zum Abend hin sind die Preise zwischen 6 und 14 Cent niedriger als zum Mittagshoch.

Fazit: Fünf der sechs beobachteten Tankstellen können tatsächlich von sich sagen, die Preise direkt am 1. Mai um die geforderten 17 Cent gesenkt zu haben. Aber seitdem sind die Preise wieder um einige Cent gestiegen – das Niveau von Ende April erreichen sie aber derzeit nicht.


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