Die Cafeteria der Hennigsdorfer Klinik ist für jeden geöffnet – vom Schweinerippchen bis zu den Königsberger Klopsen, jeden Tag gibt es drei Speisen und weitere Angebote
MAZ Oberhavel, 7.5.2026
Hennigsdorf.
Die Cafeteria auf dem Gelände der Oberhavel-Kliniken in Hennigsdorf ist nicht nur ein Ort, an dem es etwas zu essen und zu trinken gibt. Es ist auch ein Treffpunkt. Nicht umsonst befindet sie sich zwischen dem Gelände-Eingang und den eigentlichen Klinik-Gebäuden.
In dem hellen, mit großen Fenstern versehenen Raum treffen sich nicht nur Patienten und ihre Gäste, auch das Personal kommt hier am Mittag zusammen. „Auch die Krankenfahrer kommen her“, erzählt Gregor Roßberger, der Betreiber der Cafeteria. „Aus dem Wohngebiet, in dem auch viele ältere Menschen wohnen, kommen auch viele zu uns.“ Kein Wunder, denn die Preise für die Speisen beim angebotenen Mittagstisch in der Klinik-Kantine sind sehr niedrig, sie liegen in dieser Woche zwischen 3,90 und 6,30 Euro.
Jede Woche gibt es einen neuen Plan, auf den Gregor Roßberger keinen direkten Einfluss hat. Er wird jede Woche auf der Internetseite veröffentlicht. Auf die dort angegebenen Preise müssen für externe Gäste noch jeweils 70 Cent draufgeschlagen werden.
Geöffnet ist die Cafeteria montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr und am Wochenende von 14 bis 17 Uhr. Den Mittagstisch gibt es in der Regel zwischen 11.30 und 13.30 Uhr. „Das Essen wird direkt hier gekocht“, sagt Gregor Roßberger. Die Großküche der Oberhavel-Kliniken befindet sich auf dem Gelände in Hennigsdorf.
Ein Einblick in den Plan in dieser Woche: Jeden Tag stehen darauf drei verschiedene Gerichte, fast immer gibt es ein Dessert dazu, im Preis inbegriffen.
Am Montag, 4. Mai, gab es zum Beispiel ein Jägerschnitzel mit mit Nudeln und Tomatensoße. Am Dienstag, 5. Mai, stand Schweinebraten mit Senf-Thymian-Soße, Buttererbsen und Kartoffeln auf dem Plan, außerdem Alaska-Seelachs mit Gemüse-Dill-Soße. Gekochtes Rindfleisch mit Meerrettichsoße und Kartoffelnstand am Mittwoch, 6. Mai, auf dem Plan. Ebenso wie eine vegetarische Bolognese und ein Weißkohleintopf.
Am Donnerstag, 7. Mai, besteht die Auswahl aus zwei Emder Matjes-Filets mit Joghurtsoße „Hausfrauenart” und Kartoffeln, Putenbraten mit Bratensoße und Schwarzwurzeln oder Country-Wedges mit Pfannengemüse. Am Freitag, 8. Mai, gibt es Geflügelfrikassee mit Spargel, Fleischklößchen und Kartoffeln. Außerdem Rührei mit Schikenstreifen.
Im Laufe der Woche stehen somit insgesamt 15 Gerichte zur Auswahl, jeden Tag drei.
Aber selbst wer keines dieser Mittagstisch-Angebote mag, könnte in der Cafeteria etwas finden. „Wir haben ein weitaus größeres Angebot“, sagt Gregor Roßberger. Angeboten werden auch Currywürste, Schnitzel, Hähnchenschnitzel, Bockwurst, Knacker, gemischte Salate und Soljanka. Das alles gibt es auch noch, wenn der eigentliche Mittagstisch gegen 13.30 Uhr endet.
Was aber wird auf dem Hennigsdorfer Klinikgelände am liebsten gegessen? „Die Königsberger Klopse sind ein unschlagbares Essen“, erzählt der Betreiber der Cafeteria mit einem Lächeln. „Das ist ein beliebter Klassiker.“
Beliebt seien auch die Nudeln mit Tomatensoße oder der Milchreis. Ein Höhepunkt sei auch, wenn es Schnitzel mit Spargel gebe oder im Winter die Gänsekeule.
Außerdem spielen immer wieder die vegetarische und vegane Küche eine Rolle. „Die Kartoffelpizza wird immer besser angenommen“, so Gregor Roßberger. „Das sind eher die jüngeren Gäste.“
Der Oranienburger betreibt die Cafeteria in Hennigsdorf seit Anfang 2019. Aber schon seit 2001 liegt sie in der Hand der Familie. Momentan arbeiten dort sechs Menschen.
Gregor Roßberger ist eigentlich Bürokaufmann, er kümmert sich um Büro, Software und Kassen. „Morgens um 5.30 Uhr fängt die erste Mitarbeiterin an“, sagt der Chef der Einrichtung. „Da müssen zum Beispiel die Brötchen geschmiert werden.“ Denn es gibt dort morgens auch Frühstück. „Und wir machen ganz viel Catering.“ In Hennigsdorf hat die Cafeteria auch verschiedene Firmen, die beliefert werden. Auch die Klinikveranstaltungen und Tagungen werden von dort aus mit Speisen und Getränken versorgt. Das Frühstück geht bis gegen 9.30 Uhr, dann beginnt die Vorbereitung für das Mittagessen. Auch die Desserts wie Vanille- oder Schokopuddings oder Fruchtspeisen müssen dann hergerichtet werden. Für den Nachmittag wird dort auch Kuchen angeboten.
„Ich liebe die Menschen hier“, sagt Britta Wolf. Sie arbeitet an der Essenausgabe. Sie mag den Umgang mit den Gästen und Kollegen, erzählt sie. Viele der Gäste seien „Wiederholungstäter“. „Viele wollen hier auch noch ein Wort loswerden, da sind wir vielleicht eine Art Kummerkasten. Ich höre oft zu“, so Britta Wolf weiter.
Seit vier Jahren arbeitet sie in der Hennigsdorfer Cafeteria. „Ich war schon immer in der Gastro“, sagt sie. So arbeitete sie zuvor in Kremmen in einem Café im Scheunenviertel und auch in der „Alten Lebkuchenfabrik“.
Wenn es draußen angenehmer ist, dann öffnet auch die Außenterrasse. Es stehen dort weitere Sitzplätze zur Verfügung. Was gut ist – denn gerade am Mittag sind die Tische in der Cafeteria oftmals belegt.
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