MO 04.05.2026 | 20.15 Uhr | Das Erste
Eckart von Hirschhausen ist Arzt. Da ist doch klar, dass er nebenbei auch Reklame für Arzneimittel macht. Wer im Internet unterwegs ist, der wird vielleicht schon mal auf eine Werbung mit Hirschhausen gestoßen sein. Dort wirbt er für Schmerzmedikamente, Abnehmpulver, Potenzmittel und so einiges mehr. In den Video erklärt er, warum diese Mittelchen so wunderbar sind und warum ich die unbedingt haben muss.
Allerdings: Die Video sind Fakes. Hirschhausen macht keine Reklame für Medikamente. Für gar keines.
Deepfakes sind nicht nur ein Thema in sexueller Hinsicht, wie man in letzter Zeit hätte denken können, wenn es um die Diskussion über die Deepfake-Pornos geht. Dabei sind uns sicherlich allen schon mal Deepfakes begegnet.
Eigentlich ist es erstaunlich, was heute alles erlaubt sein soll. Oder was jedenfalls viel zu wenig verfolgt wird.
Darum ging es am Montag im Ersten in „Hirschhausen und die Deepfake-Mafia“. Eckart von Hirschhausen hat nämlich tatsächlich vieles versucht, um die KI-Videos zu untersagen, löschen zu lassen.
Denn die Dreistigkeit dieser Unternehmen, die Hirschhausen für ihre Zwecke missbrauchen, ist riesig. Sie lassen ihn für ihren Kram werben, sie stellen dafür KI-generierte Videos her, legen ihm Dinge in den Mund, die er nie sagen würde. Und Hirschhausen ist bei weitem nicht der einzige betroffene Promi.
Anscheinend ist es nicht nur schwierig, die Firmen zu belangen, die die KI-Videos herstellen. Auch die, die dafür ihre Plattformen zur Verfügung stellen, sind offenbar kaum zu kriegen. Google, Meta und all die anderen verdienen mit dieser Lüge viel Geld. Sie scheißen drauf, dass sie Fakes verbreiten.
Um so wichtiger sind solche Dokus. Denn wenn der Mist schon nicht wegzubekommen ist, dann müssen wenigstens die Sinne der Menschen dafür geschärft werden.
-> Die Sendung in der ARD-Mediathek (bis 2. Mai 2031)
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