SA 02.05.2026 | 20.15 Uhr | RTL
Was ist denn mit der DSDS-Jury passiert? Bislang haben Dieter Bohlen, Isi Glück und Bushido den Kandidaten Tyrell fast immer nur kritisiert. Selbst Auftritte, nach denen das Publikum inklusive der anderen Kandidaten stehende Ovationen gegeben hat, waren dann laut Jury gar nicht mal so gut.
Es war am Sonnabend in der Halbfinalshow von „Deutschland sucht den Superstar“ eine sehr interessante Wendung. Vielleicht soll es auch eine Art Heldenstory werden.
Tyrell aus Oranienburg gilt als Sunnyboy. Der blonde 19-Jährige verbreitet auch in der Tat immer gute Laune. Er ist nicht der allerbeste Sänger im diesjährigen Cast, aber auf der Bühne scheint er sich wohl zu fühlen. Er spielt mit dem Publikum, macht überraschende Moves.
Dennoch: Es gab viel Kritik, mitunter vernichtende Kritik. Für Dieter Bohlen war er einmal sogar der allerschlechteste von allen, wie er seinen Jurykollegen zuflüsterte. Tatsächlich schied er nach dem Recall aus.
Und war dann doch wieder dabei. Eine Kandidatin war freiwillig ausgestiegen. Er und eine weitere Kandidatin waren Nachrücker.
Aber im DSDS-Drehbuch müssen Loser in diesem Jahr so richtig leiden. In diesem Jahr lässt man die, die sowieso schon unten stehen, noch mal richtig arbeiten. In der ersten Live-Show musste Tyrell sich mit Noemi duellieren, und nur der Gewinner durfte in die eigentliche Live-Show. Tyrell schaffte es.
Für seinen eigentlichen Auftritt gab es wieder viel Kritik, obwohl er recht gut war. Wieder machte ihn die Jury zum Wackelkandidaten.
Aber Tyrell kam weiter, in das Halbfinale. Und offenbar war er nicht mal Wackelkandidat, denn er musste am Sonnabend auch nicht in den Showdown, er war also mindestens Sechster.
In der Show mit „Iconic Songs“ war sein Gesang diesmal nicht ganz so sicher. Weil er nach der show am Dienstag dann am Donnerstag in Oranienburg fix noch seine nächste Abiprüfung geschrieben hat, war für eine Choreo keine Zeit.
Und diesmal? Überschwängliches Lob, von allen. Für den Auftritt und für Abi „nebenher“. Bohlens Tochter habe ihm gesagt, er dürfe nichts schlechtes mehr sagen, auch Bushidos Tochter soll für Tyrell schwärmen.
Der ehemalige Wackelkandidat scheint nicht gewackelt zu haben, es muss im Gegenteil sehr gut für ihn beim Voting gelaufen sein. Auch im Finale muss er nicht in den Showdown, er war im Halbfinale also mindestens Dritter.
Für Tyrell ging es also am Ende ganz gut aus, vielleicht kommt da auch noch mehr. Dennoch fällt es in diesem Jahr auf, wie sehr bei „Deutschland sucht den Superstar“ auf den Schwachen rumgetrampelt wird. Immer und immer wieder.
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