(1) -> 30.3.2025
Neues vom Reporter Lukas Hammerstein in Hamburg: Er arbeitet weiterhin für die Hamburg News, und wieder muss er die Dackeldame Finchen von seinen Eltern bei sich aufnehmen.
Es ist die Zeit, als in Hamburg die Demos von „Friday for Future“ stattfinden. Eine der Führungsfiguren der Bewegung ist Mara Altmeier. Aber hinter den Kulissen gibt es Streitigkeiten. Ansichten prallen aufeinander, es geht darum, welche Ideen umgesetzt werden und wie radikal man sein will.
Als ein Mann von einem Turm stürzt und eine Frau in einer Wohnung festgehalten wird, ist klar, dass es jemand auf die Leute der Bewegung abgesehen hat.
Und dann verliebt sich Clemens, ein enger Freund von Lukas, auch noch in Mara Altmeier. Er steigert sich s sehr hinein, dass plötzlich auch er zu den Verdächtigen gehört…
Hammersteins zweiter Fall heißt „Ich lieb‘ dich überhaupt nicht mehr“, wie ein Titel von Udo Lindenberg, der auch in diesem zweiten Roman eine wichtige Rolle bei der Aufklärung des Falls spielt.
Lars Haider begibt sich in seinem zweiten Hamburg-Krimi ins Milieu der Klimabewegung. Das ist an sich ein wichtiges Thema, allerdings verzettelt sich der Autor ein bisschen in langen Erklärungen und Erläuterungen zu den Figuren. Deshalb kickt sein Roman ziemlich lange nicht so richtig. Denn so spannend das Thema an sich ist, es gelang nicht so richtig, mich in den Bann der Geschichte zu ziehen. Das passiert erst im letzten Drittel, als das alles interessante Wendungen nimmt.
Der Roman punktet vor allem dann, wenn es um die eigentlichen Hauptfiguren der Romanserie geht: um Lukas und die Redaktion, um Lukas‘ Frau und Kind, die aber nur am Rande vorkommen, um seine Fotokollegin und ihren Freund, den Kripomann, und auch wenn der Bürgermeister ins Spiel kommt, der ein enger Freund von Lukas ist. Auch Finchen hat wieder ziemlich irre Auftritte.
Hoffentlich ist der dritte Roman wieder etwas zugänglicher.
Lars Haider: Ich lieb‘ dich überhaupt nicht mehr – Hammersteins zweiter Fall
Hoffmann und Campe, 349 Seiten
6/10
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