Salvador

SO 26.04.2026 | Netflix

Der Krankenwagenfahrer Salvador Aguirre (Luis Tosar) sieht viel Elend auf seinen Touren. Und nicht nur das: Die Gewalt in Madrid nimmt immer größeren Raum ein, insbesondere Neonazigruppen sorgen für Angst.
Nach einem brutalen Zusammenstoß zwischen rivalisierenden Fußball-Ultra-Gruppen findet Salvador seine Tochter Milena (Candela Arestegui) schwer verletzt auf der Straße.
Der Schock: Sie ist Teil einer Neonazi-Gruppe, die gewalttätig ist,. Schlägereien anzettelt, rassistisch und homophob ist. Sie ist dort ach nicht aus Versehen, und sie schämt sich auch nicht. Sie steht dazu, als ihr Vater sie später zur Rede stellt.
Während Salvador versucht rauszufinden, wie das passieren konnte, ermittelt Kommissarin Martín (Patricia Vico) gegen die Gruppe. Es geht um Erpressung, Drogenhandel und Gewalt.

Die spanische 8-teilige Serie „Salvador“ auf Netflix läuft leider etwas unter dem Radar. Dabei ist sie sehr sehenswert. Zeigt sie doch die Abgründe und Zusammenhänge rechtsradikaler Gruppierungen. Vor allem, wie sie netzwerken, wie sie handeln, wie sie tricksen und lügen, um sich in der Öffentlichkeit besser darzustellen. Da kann man vermutlich einiges lernen.
Denn zu diesen Neonazis gehören scheinbar normale Lehrer, Supermarktangestellte und Polizisten. Alle decken sie andere Leute, wenn es darum geht, die Gruppe zu schützen. Sie heucheln Gutmütigkeit, sind aber abgrundtief böse.
Wir erleben brutale Gewalt. Es werden Menschen geschlagen, getreten, fast tot geprügelt. Sie schreien die schlimmsten Parolen, weil sie sich sehr sicher fühlen.

Leider ist Salvador ein ziemlich schwacher Charakter, denn er lässt sich mitunter einlullen und einschüchtern, und immer wieder zieht er egoistisch sein Ding durch und gefährdet damit andere – aber vermutlich ist er schlicht normal und hat Angst.

Das ist alles spannend, besondere Folge 1 geht einem sehr an die Nieren. Aber wie das bei solchen Serien immer so ist: Sie ist zu lang, auch wenn es nur 8 Folgen sind. Denn zwischendurch flaut die Spannung etwas ab, da wird alles ein wenig zu langatmig. Man hätte das vielleicht besser in 4 bis 6 Folgen erzählen können.

-> Die Serie auf Netflix


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