Durch den Hype des Buches und der Serie „Heated Rivalry“ wirkt dieser Roman ziemlich abgekupfert. Aber in Wirklichkeit erschien eine Erstausgabe von „Kalter Krieg“ schon 2014.
Sie sind Rivalen auf dem Eis. Dev startet mit seiner Partnerin Bailey für die USA im Eiskunstlauf-Wettbewerb. Bald stehen die olympischen Winterspiele in der Schweiz an. Ihre größten Gegner sind Mikhail Reznikov und seine Eistanzpartnerin Kisa. Beide sind sie Favoriten auf eine Goldmedaille.
Beim Grand-Prix-Finale drei Monate vor der Olympia treffen sie wieder einmal aufeinander, und bislang landeten Dev und Bailey immer auf dem zweiten Platz. Auch diesmal.
Da ist Wut und Enttäuschung. Im Umkleideraum kommt es danach zu einem denkwürdigen Zusammentreffen.
Dev und Mikhail haben schnellen Sex – aber es ist mehr als das. Spätestens als sie sich bei Olympia wiedersehen, stellt sich bald heraus: Sie wollen mehr.
Dev ist geoutet, Mikhail nicht – und in Russland ist das alles eh schwierig. Kann eine Beziehung funktionieren, die man geheimhalten muss?
„Kalter Krieg“ heißt zwar der Roman, aber er bleibt nicht lange kalt. Wobei: Bei Olympia müssen Dev und Mischa gegeneinander antreten, und bei dem Russen geht es um viel mehr. Nämlich darum, endlich mit dem Wettbewerb aufhören zu können und sich in den USA eine neue Existenz aufzubauen.
Keira Andrews erzählt von einer innigen, aber eben auch komplizierten Beziehung – mit diversen spicy Szenen. Wobei die Autorin offenbar vom Eiskunstlauf an sich nicht so viel Ahnung hat, denn die Wettbewerbe beschreibt sie zwar, aber das relativ oberflächlich.
Die Spannung zieht der Roman aus den Wettbewerben und den Umständen sowie der Frage, ob sie die Beziehung öffentlich machen.
Keira Andrews: Kalter Krieg
Amazon, 235 Seiten
8/10
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