FR 24.04.2026 | 0.00 Uhr (Sa.) | mdr-Fernsehen
Der mdr muss sparen, und das merkt man dem Programm auch sehr an. Besonders im Unterhaltungsbereich ist der Sender in den vergangenen Jahren regelrecht ausgeblutet. Inzwischen sind so ziemlich alle Musikshows wegrationalisiert.
Aber damit die Leute mitbekommen, dass ja die ARD-Mediathek viel Stoff zu bieten hat, macht der mdr jetzt so eine Art Programmvorschau für eben diese Mediathek.
Am Freitag lief erstmals das Format „Die Programmansager“. Damit beruft sich der mdr auf die Zeiten, wo es noch Ansagerinnen und Ansager gab, die durch das Programm führten.
Der mdr kündigt die Sendung tatsächlich so an, dass die Programmansager zurück seien. Wobei der Vergleich unsinnig ist, denn Peter Heller und Stefan Bernschein führen eher durch ein Magazin mit diversen Beiträgen.
30 Minuten lang stellen sie Formate aus der ARD-Mediathek vor, erstaunlicherweise sind das aber allesamt Dokus. Es sind weder Serien noch Filme dabei. Eine Feuerwehr-Dokureihe, eine Umzugsreihe, die Grönemeyer-Doku und einiges mehr.
So weit, so nett.
Aber die Frage muss in diesem Fall lauten: Für wen soll das gut sein?
Genau genommen richtet sich „Die Programmansager“ offenbar an Leute, die die Mediathek nicht oder selten nutzen. Das ist grundsätzlich richtig, die älteren mdr-Zuseher auch an die Mediathek heranzuführen und auf die Inhalte neugierig zu machen.
Aber müsste man das dann nicht zu einer vernünftigen Sendezeit machen? Am späten Nachmittag vielleicht? Oder am Abend?
Stattdessen lief diese Sendung am sehr späten Freitagabend – oder eigentlich in der Nacht zu Sonnabend – um 0 Uhr nach dem „Riverboat“.
Was bitte soll das? Wozu macht man eine Werbesendung in eigener Sache und verschrottet man die dann um Mitternacht, wo die Zielgruppe nicht mehr zuschaut?
Ja, man könnte jetzt sagen: Gibt es ja auch in der Mediathek. Aber… na ja, merkst du selbst, oder?
-> Die Sendung in der ARD-Mediathek (bis 24. April 2027)
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