Die tote Oma lebt! Sie ist sogar sehr beliebt!
Seit Januar 2025 bin ich für die MAZ in Oberhavel unterwegs, um Orte zu besuchen, wo Menschen preiswert etwas zum Mittagessen bekommen. Bislang waren das auch immer Orte, an denen es deutsche Hausmannskost gibt. Ich erwähne es deshalb, weil es ja immer mal wieder Beschwerden darüber gibt, dass die deutsche Küche in Gaststätten hierzulande immer seltener vorkommt. Was die Mittagessen-Angebote angeht, kann ich das nicht behaupten.
Ich habe bereits 34 solcher Bistros, Gaststätten oder Imbisse besucht, von Glienicke bis Fürstenberg, von Kremmen bis Liebenwalde. Ein paar wenige werden noch kommen, dann ist die Serie beendet.
Es ist inzwischen zum Running Gag unter meinen Kollegen geworden, ob es denn auch wieder „Tote Oma“ gegeben habe. Und tatsächlich gibt es die sehr oft.
„Tote Oma“ kennt man vor allem in Ostdeutschland, es gilt als altes DDR-Gericht. Dahinter verbirgt sich Blutwurst in Form eines Breis. Dazu gibt es Sauerkraut und Kartoffeln. Ich mag das sehr, aber ich kenne ich Leute, die das ziemlich eklig finden.
Allerdings haben die meisten derer, die die „Tote Oma“ anbieten, auch erzählt, dass sie extrem beliebt sei und dass immer besonders viele Leute kämen, wenn sie denn angeboten wird.
Das kann ich verstehen, denn wenn ich mir überlege, in welche Kantine ich zum Mittagessen fahre, dann schaue ich mir auch immer die Pläne an – und gibt es Blutwurst, dann freue ich mich.
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