Send Help

Selten spielt ein Film so mit den Genres wie dieser. Wähnt man sich in einer netten Komödie, so bricht plötzlich eine blutrünstige Gewaltorgie aus. Amüsiert man sich gerade noch, verwandelt sich die Story in einen Psychothriller.

Gerade erst hat die Büroangestellte Linda Liddle (Rachel McAdams) erfahren, dass sie mal wieder nicht befördert wird. Nun aber soll sie mit ihrem neuen Chef Bradley Preston (Dylan O’Brien) und weiteren Entscheidern der Firma ins Ausland fliegen. Doch das Flugzeug stürzt ins Meer, Linda und Bradley überleben als einzige.
Sie müssen nun versuchen, auf einer einsamen Insel klarzukommen. Während Bradley versucht, immer noch den Chef raushängen zu lassen, zeigt Linda ihm, wer dort das Sagen hat. Immerhin ist sie es, die für alles sorgt.
Aber die Konflikte werden nicht kleiner, und wieso kommt eigentlich niemand, um sie zu retten?

„Send Help“ ist eine ziemlich wilde und auch bemerkenswerte Mischung. Größtenteils eine Komödie, hat der Film aber auch Elemente eines Horrorfilms, eines Thrillers und Dramas. Gekonnt spielt Regisseur Sam Raimi auf dieser Klaviatur. Als Zuschauer sitzt man da schon mal ungläubig davor, weil man an bestimmten Stellen mit diesen radikalen – und ehrlicherweise stellenweise unnötigen – Genrewechseln nicht gerechnet hat.
Immer wieder erscheint auch vollkommen absurd und grotesk, was wir da sehen. Wäre das nicht alles an sich so gut gemacht, hätte das auch schnell in den Trash abgleiten können – ist es aber nicht.
Rachel McAdams und Dylan O’Brien geben die perfekten Widersacher, die sich gegenseitig die Bälle zuspielen – oder eher: wegnehmen.
Auf eine sehr spezielle Weise sehenswert.

-> Trailer auf Youtube

Send Help
USA 2025, Regie: Sam Raimi
20th Century Studios, 114 Minuten, ab 16
7/10


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Kommentare

2 Kommentare zu „Send Help“

  1. Daggi

    Wie witzig muss dieser Film wohl sein, dass er von dir trotz offizieller Einstufung als Survival Horror/Thriller als Komödie bezeichnet wird, du das bei Project Hail Mary aber nicht so gesehen hast, obwohl das Etikett da aus meiner Sicht komplett berechtigt gewesen wäre. (leider scheint er nicht mehr zu laufen, werde es also fürs erste auf keinen Fall herausfinden können)

  2. RT

    Die Einstufung ist in der Tat irreführend, denn der Film hat im Grunde nur ein oder zwei Horrormomente, die vielleicht 2-3 Minuten dauern, wenn überhaupt. Zum Thriller wird er auch nur in den Momenten des Absturzes und zum Ende hin.
    Dass Der Astronaut über weite Strecken auch lustig ist, habe ich geschrieben. Eigentlich labele ich Filme gar nicht so sehr.

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