DI 31.03.2026 | 20.15 Uhr | VOX
Karamba, Karacho, ein Whisky!
Schwarzbraun ist die Haselnuss, schwarzbraun bin auch ich!
Ja, ja, die Schönste auf der Welt, Ist meine Barbara!
Wir wollen es ja am liebsten nicht zugeben. Aber wer älter als 40 oder 50 ist, wird diese Heino-Lieder mit ziemlicher Sicherheit kennen. Heino ist Kult, aber Heino ist auch umstritten. Reaktionär, sehr konservativ, deutschtümelnd, heißt es. Aber wie ist Heino wirklich?
Bei VOX startete am Dienstagabend eine 4-teilige Dokureihe über Heinz Georg Kramm, der besser bekannt ist als Heino. In „Heino – Karamba, Karacho, Kult!“ wird sein Leben beleuchtet, seine Musik, seine Beziehungen.
Wenn Heino heute seine Konzerte gibt, dann scharrt er ein sehr gemischtes Publikum um sich. Deutschlandfahnen wehen, er selbst arbeitet auf der Bühne auch immer mit Schwarz-Rot-Gold. Viele feiern ihn dafür, wenn Heino sagt, dass es doch nicht so schlimm sei, die erste Strophe des Deutschland-Liedes zu singen oder zu spielen.
Ausgerechnet Gregor Gysi ist es, der Heino in Schutz nimmt. Heino ist nicht so, wie viele denken, sagt er in der Doku. Man müsse bedenken, dass Heino eine Bühnenfigur sei, und tatsächlich spricht Heino von sich oft auch in der dritten Person. Privat sei Heino anders. auch konservativ, aber sanft. Die Doku reichert das mit privaten Bildern an, in denen er einen Ziehenkel herzt.
Wirklich wunderlich ist allerdings der Umstand, dass Heino schon zu Lebzeiten seinem Manager sein komplettes Erbe vermacht hat. Der Manager lebt mit Frau und Kind bei Heino – eine Ersatzfamilie. Auch das Erbe von Heinos verstorbener Frau Hannelore habe er schon bekommen. Die Doku stellt das mehr oder weniger als völlig normal dar, wie überhaupt die Doku meistens nur über das Offensichtliche berichtet.
Heino wird aber so schnell nicht sterben – immerhin hat er einen Vertrag über diverse Auftritte bis ins Jahr 2038. Da wird er 100.
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