SO 29.03.2026 | 20.15 Uhr | ZDF
Das ist wirklich bemerkenswert, allerdings nicht so richtig im positiven Sinn.
Normalerweise erreicht das ZDF-Herzkino am Sonntagabend zwischen 3,5 und 5,5 Millionen Zuschauer. An diesem Sonntag waren es gerade mal 1,99 Millionen.
Was ist da bloß passiert?
Das ZDF hat sich erdreistet, eine Geschichte zu zeigen, die sich hauptsächlich um die Liebe zwischen Männern drehte, wenn auch nicht ausschließlich.
Aber vermutlich hat die Ankündigung von „Baumgeflüster“ schon gereicht, dass mehr als die Hälfte der potenziellen Herzkino-Zuschauer nicht eingeschaltet hat.
Dabei war die Story harmlos und total sympathisch.
Yascha arbeitet in einer Forstbehörde und soll kurzfristig für einen Kollegen draußen im Wald einspringen – er ist also vorübergehend Förster. Im Wald trifft er auf den Fotofrafen Mats, der in einem Blockhaus wohnt.
Aber genau dieses Blockhaus und den Privatwald drumherum, will die Behörde kaufen, und Yascha soll checken, ob der Kauf möglich ist. Aber die Liebe funkt dazwischen – wobei Yascha Mats verschweigt, was da im Gange ist.
Nichts in „Baumgeflüster“ war irgendwie anstößig. Ein paar Kussszenen, eine sehr züchtige Bettszene. Und nebenher darf sich Yaschas Mutter noch in einen Forstarbeiter verlieben. Damit es nicht zuuuu schwul ist.
Eine putzige Nebenrolle spielen Jochen Schropp und Robert Stadlober, die ein Paar spielen, das sich streitet, weil die Eltern noch nicht im Bilde sind.
Ansonsten ist alles voll aufs Herzkino ausgerichtet. Zwei verknallen sich, sind glücklich, es gibt aber einen Konflikt, es kommt zur Eskalation, und so weiter.
Aber wenn zwei liebende Männer die Hauptfiguren sind, dann scheint das den ZDF-Herzkino-Fans immer noch zu viel zu sein, da wendet man sich lieber ab. Aber das ist ja auch eine Aussage, wenn auch keine erfreuliche.
-> Der Film beim ZDF (bis 21. März 2027)
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