Der Astronaut – Project Hail Mary

Weit, weit weg von der Erde. Aber um die geht es. Er muss die Erde retten, und er ist dabei ganz allein. Zunächst.
Viele Jahre war Ryland Grace (Ryan Gosling) unterwegs in einem Raumschiff, in einem Koma. Nun wird er wach er muss sich seine Erinnerungen erst mal zusammensuchen – und rausfinden, warum er allein ist. Seine beiden Kollegen sind tot.
Er erinnert sich: Er ist Lehrer für Naturwissenschaften und wurde von einer Wissenschaftlerin (Sandra Hüller) angesprochen, ob er bei einem Weltraum-Projekt helfen könne. Denn die Erde ist in Gefahr. Die Sonne wird von einer gefährlichen Substanz bedroht. Wird das nicht verhindert, dann wird die Temperatur der Erde in den nächsten 30 Jahren massiv sinken.
Im Raumschiff beginnt Grace mit seinen Arbeiten, aber schon bald bekommt er einen Begleiter. Denn die Erden-Bewohner sind mit dem Zukunftsproblem keineswegs allein.

Was für ein Film!
„Der Astronaut – Project Hail Mary“ hat alles, was gutes Kino braucht: eine spannende Story, tolle Charaktere, Witz und Emotionen.
Unter der Regie von Phil Lord und Christopher Miller ist ein echtes Wechselbad der Gefühle entstanden. Was wirklich auffällt, wie viel Witz in diesem Film steckt. Immer wieder gibt es kurze Gags, Grace versucht sein Schicksal locker zu nehmen, und als er da oben einen Partner bei der Planetenrettungsmission hat, da ist gibt es fast schon slapstickhafte Momente, die sehr gelungen sind. Aber dann taucht wieder ein problem auf, und die Spannung steigt, später kommt Gänsehaut auf, weil: Wow!
Einmal mehr zeigt sich das ganz große Talent von Ryan Gosling, große Kinogefühle zu erzeugen, in vielerlei Hinsicht. Sandra Hüller ist die etwas spröde, strenge, aber irgendwie auch sorgenvolle Wissenschaftlerin. Mitten im Film hat sie einen rührenden Gesangsauftritt.
Dieser Film ist eine spannende Weltraumstory, aber am Ende auch eine über die Demut vor dem Leben, Aufopferung – und eine über Freundschaft.

-> Trailer auf Youtube

Der Astronaut – Project Hail Mary
USA 2025, Regie: Phil Lord, Christopher Miller
Sony, 157 Minuten, ab 12
10/10


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Kommentare

9 Kommentare zu „Der Astronaut – Project Hail Mary“

  1. MyriamS

    Bis jetzt schon.
    Großes Kino!

  2. RT

    Er konkurriert mit „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke „!

  3. MyriamS

    Den fand ich auch Klasse!
    Stimmt.
    Wird schwer!

  4. Daggi

    Schon erstaunlich, wie die Meinungen auseinander gehen können! Der Film ist visuell absolut beeindruckend, das ganze Design, besonders von Rocky, seinem Schiff und Adrian allein war den Kinobesuch wert, aber ganz ehrlich, die Story ist doch irgendwie unoriginell und recht vorhersehbar. Der ganze zeitraubende Pathos, (158min fml!!!) der bei dir Gänsehaut erzeugt hat wirkte auf mich ziemlich Cheesy, vor allem, weil der Film ja nicht wirklich nur ein paar ‚Slapstick-Momente‘ hat sondern eher halb (mindestens) eine Buddy-Comedy ist und so spielt Gosling irgendwie auch. Hüller wirkte als gute, aber eben eher ernsthafte Schauspielerin, besonders in ihrer strengen Rolle, für mich oft wie das eigentliche Alien im Film, höhö. Auf jeden Fall merkte man im direkten Vergleich irgendwie immer, dass Gosling schon in einer ganz anderen, nämlich unteren Liga spielt. Zeitweise schrammte die ganze Sache für mich hart am Trash vorbei uezs.
    Besonders nervig fand ich aber die konstruierte Pseudoscience und die ganzen Logiklöcher, was man natürlich im gewissen Grad jedem SciFi Streifen vorwerfen kann, aber hier war es besonders schlimm. Er entwickelt zum Beispiel mal eben eine Übersetzungsautomatik mit einem komplett unterschiedlichen Lebewesen, die sich dann binnen kürzester Zeit selbst so verfeinert, dass Rocky mit seiner Roboterstimme zwar noch an der grammatik scheitert, aber dafür irgendwann gar nicht mehr wie ein Roboter redet sondern easy auch Emotionen ausdrücken kann… 😐

  5. RT

    Ja, krass. Sehe ich vollkommen anders. Die Überlänge habe ich nicht gemerkt, und Gosling sehe ich überhaupt nicht in der unteren Liga.

  6. Daggi

    Im direkten Vergleich zu Hüller wohlgemerkt, ich meine damit nicht, dass er ein schlechter Schauspieler wäre.

  7. RT

    Ja, aber ich finde auch im direkten Vergleich. Hüller und Gosling haben ja im Film komplett andere Rollen und Aufgaben. Gosling soll ja eher der Unterhalter sein, Hüller die ernste.

  8. Daggi

    Genau das ist das Problem des Films, er will Comedy und Pathos und Dramatik gleichzeitig sein und das funktioniert für mich überhaupt nicht. Selbst am Anfang, als er vom Wissenschaftlerteam aus der Schule geholt wird, werden ja schon mehrere alberne Gags abgefeuert (wo Hüller sich sogar ein Lächeln abringt wenn ich das richtig sehe)

  9. RT

    Da kommen wir tatsächlich nicht zusammen, weil ich ja diese Mischung ja sehr gut fand.

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