DO 12.03.2026 | Netflix
Wie kommt man eigentlich auf die vollkommen bescheuerte Idee, eine Erotikserie „Vladimir“ zu nennen? Nichts ist derzeit unerotischer als der Name „Vladimir“. Da könnte man fast eine Doku erwarten, in der es um einen kriegerischen Diktatator geht.
Dabei ist „Vladimir“ auf Netflix grundsätzlich erst mal sehenswert.
Sie ist Professorin und Schriftstellerin (Rachel Weisz), und sie sinniert über ihren jüngeren, gutaussehenden Kollegen Vladimir (Leo Woodall). Hat er sie gerade änger angesehen? Hat er sie gerade angelächelt? Und diese Berührung, bedeutet sie womöglich mehr?
Und so träumt sich die Professorin durch 6 bis 7 Folgen. Immer wieder verfällt sie in feuchte Träume mit Vladimir – bis im großen Finale irgendwie alles anders kommt, als man denken könnte.
Wie gesagt, die Idee ist durchaus witzig. Eine Frau mittleren Alters schwärmt für einen jungen Typen, der sie scheinbar auch anzumachen scheint. Allerdings stellt sich bald heraus, dass de Idee zwar nett ist, aber viel mehr Ideen irgendwie nicht vorhanden sind. „Vladimir“ fußt auf dieser einen Idee, und das ist dann doch zu wenig.
Zwar gibt es ein Hin und Her – die Professorin führt eine Art offene Ehe, zumindest hat ihr Mann angeblich eine andere Frau. Und bei Vlad ist die Ehe wohl auch nicht mehr die beste.
Man muss dann schon sehr lange warten, bis es dann wirklich mal zur Sache geht und klar ist, wohn die Reise geht.
In Deutschland leidet Rachel Weisz, die ihre Rolle gut ausfüllt, leider an einer ziemlich schlechten Synchronstimme – Stimmlage, Intonation, alles schwierig. Leo Woodall muss ja in dieser Serie meist nur gut aussehen, was den Schauspieler ein wenig unterfordert.
So ist „Vladimir“ von außen Hochglanz, bei näherer Betrachtung dann aber doch ein wenig matt.
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