Kacken an der Havel

MI 04.03.2026 | Netflix

Nein, nein, es geht nicht darum, am Ufer der Havel „groß“ zu machen. „Kacken an der Havel“ heißt ein Ort in Brandenburg. Ein fiktiver Ort allerdings.

Kacken an der Havel ist die Heimat von Toni (Anton „Fatoni“ Schneider). Vor vielen Jahren hat er den Ort jedoch verlassen, um in Berlin ein großer Rapper zu werden. Damit hat es nicht so richtig geklappt, stattdessen arbeitet er in einer Pizzeria, wo er sich wegen der miesen pizza beschimpfen lassen muss.
Als aber seine Mutter gestorben ist – sie hat versucht, eine Ente vom Baum zu retten – kehrt Toni nach Kacken zurück.
Es ist seine Heimat, und gemeinsam mit der Trauer stellen sich entsprechende Gefühle ein, aber eigentlich zieht es ihn trotzdem zurück.
Er ist auch fast schon wieder weg, als er erfährt, dass er einen Sohn hat. Charly (Sky Arndt) ist 13, und ganz schön keck. Und auch Tonis Stiefvater Johnny Carrera (Dimitrij Schaad) würde es gefallen, wenn Toni bliebe.
Der ist nun hin- und hergerissen.

Als klar war, dass Netflix das Projekt aus der Feder von Dimitrij und Alex Schaad haben will, war eine Bedingung, dass die Serie „Kacken an der Havel“ heißen soll, was eigentlich nicht mehr als ein Arbeitstitel war.
Nicht nur der Titel ist crazy, die Serie ist es auch, auf positive Weise. Was allein schon in den ersten beiden Folgen an Lachern enthalten ist, ist erstaunlich. Die Serie strotzt nur so von lustigen Ideen, von Überspitzungen, Übertreibungen, Wortwitz und skurrilen Szenen.
Sehr, sehr witzig ist beispielsweise Veronica Ferres, die die Bürgermeisterin namens Veronica Ferres spielt. Und als Kackens Bürgermeisterin erwartet sie Anbetung. Es gibt in Kacken des Veronica-Ferres-Damm, die Veronica-Ferres-Schule, es wird in der Schule salutiert – und so weiter. Das ist herrlich absurd.
So absurd, wie auch völlig bekloppte Dinge hier als sehr selbstverständlich erachtet werden. Toni spricht mit der Ente, die seine Mutter gerettet hat, und natürlich versteht er auch die Ente.
Und wie sollte es anders sein, ruft man in Kacken auch immer „Kacke!“, wenn was nicht gut läuft. Es gibt das Radio Kacken und die Kackener Zeitung.
Manchmal derb, aber eben auch humortechnisch oft auf die Zwölf.

Gedreht wurde übrigens tatsächlich auch in Brandenburg – wenn auch nicht ausschließlich. Der Friseurladen ist in Kremmen. Drehorte waren zudem Schwante und Klein-Ziethen. Der Marktplatz ist wohl in Polen.

Zum Ende der neun Folgen verblasst der Witz ein wenig, da geht der Serie ein bisschen die Puste aus. Wie es überhaupt wohl sehr ratsam wäre, es bei dieser einen Staffel zu belassen – denn das lässt sich kaum toppen und gleichbleibend gut fortführen.

-> Trailer auf Youtube
-> Die Serie auf Netflix


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