SA 28.02.2026 | 20.45 Uhr | Rai 1
Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Manchmal hauen auch Italiener mal daneben. So geschehen ist es in diesem Jahr beim Festival di Sanremo 2026. Das Finale fand am Sonnabend statt – Rai 1 übertrug live.
Beim Sanremo-Festival kommt jedes Jahr im Februar die italienische Musikszene zusammen. Das sind bekannte Stars, Alt-Stars und auch Newcomer. Sie alle präsentieren ihre Songs. Es ist 30 (!) Acts.
Das Festival ist abendfüllend – also, fünfmal, an fünf Abenden. Es ist das italienische Mega-Event. Wer am Ende gewinnt, kann zum Eurovision Song Contest fahren.
Die Show lohnen sich auch hierzulande zu schauen. Erstens, weil man mal sieht, wie ein Land seine Musik feiert. Zweitens, weil man durchaus gute Songs präsentiert bekommt, gerade wenn man italienischen Pop mag.
Aber natürlich bekommen wir nicht nur 1A-Hits vorgesetzt. Manche Lieder wirken ein bisschen lahm und trutschig.
Eine Jury, bestehend aus dem Fernsehpublikum, dem Radiopublikum und einer Fachjury, darf für alle 30 Songs abstimmen. Die fünf mit den meisten Stimmen kommen ins Super-Finale.
Gleich zwei richtig gute Songs haben es dorthin geschafft. Zum einen Fedez und Marco Masini mit „Male necessario“ und zum anderen Ditonellapiaga mit „Che fastidio!“ Eine Ballade, durchaus mireißend, und eine schnelle Partynummer, erst recht mitreißend.
Sie landeten am Ende auf den Plätzen 5 und 3, und das ist schade. Gewonnen hat stattdessen Sal Da Vinc mit „Per sempre sì“, eine wirklich ziemlich trutschige, langweilige Nummer, die 90er-Vibes hat. Aber die Italiener wollten es so, wobei das Ergebnis ziemlich eng war.
Ob das aber beim Eurovision Song Contest in Wien ankommt, muss sich zeigen. Denn Italien ist echt erfolgsverwöhnt. Seit 2017 erreichten alle ESC-Beiträge einen Platz in den Top 7. Einmal hat Italien gewonnen, 2021. Ob diese Serie nun gebrochen wird?
PS: Ja, in Deutschen wird man weinen, wenn man das liest. Aber, liebe Deutschen, die Italiener schicken halt oft gute Musik. Und dass Deutschland oft so mies abschneidet, hat nichts damit zu tun, dass uns angeblich keiner leiden könne…
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