Die Ältern

Im Leben von Hannes (Sebastian Bezzel) ändert sich innerhalb weniger Wochen so ziemlich alles.
Hannes ist erfolgreicher Autor, seine Buchreihe lief immer gut, auch wenn er sich darin immer wiederholte. Doch jetzt will der Verlag, dass er sich was ganz Neues überlegt.
Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Aber die Ehe mit Sara (Anna Schudt) ist etwas eingeschlafen. Carla (Kya-Celina Barucki) will ausziehen, und Nick (Philip Müller) wird mit Drogen erwischt und schafft vielleicht das Abi nicht. Und dann eröffnet ihm Sara, dass sie ausziehen will, gemeinsam mit Carla.
Etwas hilflos muss Hannes nun sein Leben neu ordnen – er lernt Vanessa (Judith Bohle) kennen. Der Beginn von etwas ganz Neuem?

Man heiratet, man wird Eltern, und schließlich wird man „Die Ältern“, also Eltern deren Kinder ausziehen und nun merken, dass sie alt werden.
Davon handelt der Film von Sönke Wortmann nach dem Roman von Jan Weiler. Mit einem humorvollen Blick schauen wir zu, wie Hannes versucht, mit den Gegebenheiten klarzukommen. Denn eigentlich hat er gar keine Lust, sich zu verändern – es war doch alles so schön und so einfach.
Es ist eine Art Midlife-Crisis, die wir hier verfolgen – wobei die eher von außen auf Hannes einprasselt. Nebenbei bekommen wir noch einen Blick auf die Gesellschaft. Da geht es um die Überkorrektheit von Carla, wenn es um Fleisch geht. Um das übertriebene Gendern der Schulleiterin. Und es wird ein bisschen mit Erwartungen und Klischees gespielt. Hannes‘ Sohn Nick verhält sich oft ganz anders, als man das als Zuschauer erwartet.
Das ist das Erfreuliche an diesem Film: Klischees werden bedient, aber dann doch gebrochen. Entwicklungen sind oft anders als erwartet. Und kurzweilig ist das alles auch noch.

-> Trailer auf Youtube

Die Ältern
D 2025, Sönke Wortmann
Constantinfilm, 104 Minuten, ab 6
8/10


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