Das Restaurant Sonnenburg in Oranienburg-Süd bietet unter der Woche ab 12 Uhr spezielle Gerichte an – vom Riesenschnitzel bis zur gefüllten Paprikaschote
MAZ Oberhavel, 17.2.2026
Oranienburg.
Im kommenden Jahr gibt es die Sonnenburg in Oranienburg-Süd seit 100 Jahren. Geöffnet ist sie jeden Tag, vom Mittag bis zum Abend. Aber wer über den Mittag das Restaurant in der Robert-Koch-Straße 67 besucht, der findet dort spezielle Angebote, die auch günstiger sind als der Festpreis der Karte.
„Viele Leute nutzen das Angebot und kommen her“, erzählt Astrid Welz-Krienke, die Chefin des Restaurants. Vor allem viele Senioren begrüßt sie regelmäßig. „Das sind zum Beispiel die, die uns seit 34 Jahren kennen“, erklärt sie, „sie schätzen die deutsche Küche.“ Denn es ist vor allem die deutsche Hausmannskost, die in der Sonnenburg angeboten wird – vor allem auch zum Mittagessen. Geöffnet ist die Sonnenburg montags bis freitags von 12 bis 22 Uhr, am Wochenende von 10 bis 22 Uhr. Drei bis vier Gerichte werden über die Mittagszeit, montags bis freitags zwischen 12 und 16 Uhr, angeboten.
Alle diese Gerichte kosten einheitlich 9,90 Euro. Einmal pro Woche wechselt die Mittagskarte. Immer dabei ist das Riesenschnitzel mit Pommes frites. Das gibt es auch noch nach 16 Uhr. In der Woche vom 9. bis 13. Februar standen außerdem ein Spießbraten mit Pommes und Rosenkohl auf dem Plan sowie eine gefüllte Paprikaschote mit Salzkartoffeln und ein Weiße-Bohnen-Eintopf. Weitere Speisen, die schon in der Vergangenheit auf der Mittagskarte standen und möglicherweise bald wieder dabei sind: Blutwurst mit Sauerkraut und Salzkartoffeln, süßsaure Eier mit Salzkartoffeln, Gulasch mit Nudeln oder Bratwurst mit Sauerkraut.
Was zum Mittag angeboten wird, steht immer erst am Wochenende davor fest, erklärt die Restaurantchefin. Das sei auch oft davon abhängig, was im Hause vorrätig sei. Ihre Karte kommt gut an, weiß Astrid Welz-Krienke – die Hausmannskost gerade oft bei Männern um die 50 oder 60 Jahre: „Die sagen dann, dass die Kohlroulade schmeckt wie bei Muttern oder der Oma.“ Heutzutage würden in der eigenen Küche nur selten Gerichte wie Kohlrouladen oder Eisbein zubereitet. „Wer macht das denn zu Hause noch?“, fragt Welz-Krienke rhetorisch. Die Folge: „Sie kommen dann lieber her.“
Das Essen in der Sonnenburg sei „wirklich hausgemacht“, stellt die Chefin klar. Der Kohl werde gewickelt, die Hackmasse werde vor Ort hergestellt, die Semmeln würden dort gerieben. „Das könnte man alles fertig kaufen, das kommt für uns aber nicht infrage“, sagt sie.
Welche Mittagsangebote es aktuell jeweils gibt, steht auf der Instagram-Seite „restaurante_pension_sonnenburg“ sowie auf den Tafeln im Eingangsbereich des Restaurants. Manche Gerichte seien noch beliebter als andere, zum Beispiel die Kapernklopse und die Blutwurst. So beliebt, dass sie manchmal auch vor 16 Uhr schon ausverkauft seien.
Seit dem 30. Mai 1992 betreibt ihre Familie die Sonnenburg. „Wir haben sie damals gekauft und alles komplett umgebaut“, erinnert sich Astrid Welz-Krienke. Was sich seitdem geändert hat: „Früher haben wir nicht so viele Schnitzel verkauft wie heute, das ist in den vergangenen 20 Jahren absolut populär geworden“, so die 59-Jährige.
Ihr persönliches Lieblingsgericht? „Sülze mit Bratkartoffeln und hausgemachter Remouladensoße ist mein Favorit, das esse ich hier selbst sehr gern.“ Am Vormittag gegen 11 Uhr beginnt der Betrieb im Lokal, in der Küche wird alles vorbereitet, bevor eine Stunde später geöffnet wird. 15 Leute arbeiten dort – inklusive Aushilfen. Eine von den Angestellten ist Natalie Lakren, sie bedient die Gäste und nimmt ihre Wünsche auf. Es mache ihr Spaß, sagt sie. Die Probleme, Personal zu finden, seien nicht sehr groß, berichtet Astrid Welz-Krienke. Gerade die jungen Leute, die dort anfangen, würden das erste Mal mit Kollegen zusammenarbeiten. Das sei für beide Seiten interessant – und klappe meistens gut.
Wer Blut(wurst) geleckt hat: Am Wochenende gilt das Mittagsangebot nicht – dafür gibt es dann einen Brunch von 10 bis 14 Uhr. Der kostet derzeit 30 Euro pro Person, inklusive Kaffee und Tee. Kinder bis zwölf Jahre zahlen 1 Euro pro Lebensjahr.
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