(14) -> 10.2.2026
Im Urlaub geht man am Abend oft essen. So haben wir das auch gemacht. An einem der Abende besuchten wir in Playa del Inglès das schweizer Restaurant „Dreams“. Es hatte extrem gute Bewertungen, unser Abendorganisator in unserer Gruppe hatte vorher extra nachgeschaut.
Zu sechst saßen wir um einen großen Tisch, und das Bestellen ging relativ schnell. Danach ging gar nichts mehr schnell. Also, fast. Immerhin die Getränke kamen noch zügig, dann kam alles ins Stocken. Zumindest an unserem Tisch – um uns herum überholen sie uns alle.
Vielleicht lag es daran, dass bei den Vorspeisen zweimal Tatar dabei war. Das hat vermutlich etwas länger gedauert.
Das Essen kam zwar nicht, dafür immer wieder die junge Kellnerin, die uns fragte, ob wir noch was trinken wollen. Darüber war sie sehr besorgt, dass es etwas länger dauern könnte, darüber sagte sie nichts. „Wollen Sie noch ein Bier?“ Ein bisschen Geld wollen sie ja während unseres Wartens ja auch machen.
Nach mehr als einer Stunde kamen die Vorspeisen. Die beiden Tatar-Esser waren sehr zufrieden. Ich begnügte mich mit Brot mit Butter. Was ich bekam waren drei dünne Scheiben vom Baguette, die schon leicht trocken waren, und ein Klecks Butter.
Bei dem Anblick musste ich, ehrlich gesagt, erst mal lachen.
Irgendwann kamen dann die Hauptspeisen. Ich hatte einen Burger. Er war okay, aber eher schmal und hoch gebaut. Was das Essen schwierig macht, zumal man im Restaurant ja eher schneiden und ihn nicht in die Hand nehmen will. Aber hätte ich das Ding mit Messer und Gabel gegessen, wäre ich gescheitert.
Bei den anderen herrschte auch leichte Ernüchterung. Der Kartoffelbrei sah zwar gut aus, aber alle waren sich einig, dass er aus der Tüte kam. Dafür waren meine Pommes ganz gut.
Am Ende haben wir uns gefragt, wie das Lokal eine dermaßen gute Bewertung haben konnte. Die Wartezeiten und das Essen selbst gab es nicht her.
Ein Totalausfall war das Restaurant nicht, aber eben auch kein Fünf-Sterne-Lokal, wie man anhand der Internet-Bewertungen hätte meinen können.
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