Der Tod seines Bruders wirft Joachim (Bruno Alexander) aus der Bahn. Er beschließt, sein Elternhaus zu verlassen. Er will Schauspieler werden und bewirbt sich an einer renommierten Schauspielschule in München – und wird sogar genommen.
Er wohnt nun be seinen Großeltern und erlebt ihren manchmal schrulligen Alltag mit. Den hat er als Kind schon erlebt und fasziniert zur Kenntnis genommen. Aber er liebt seine Großmutter (Senta Berger) und seinen Großvaters (Michael Wittenborn) für all ihre Eigenheiten.
An der Schauspielschule jedoch gibt es Stress. Joachim hat Probleme, sich zu öffnen, sich fallenzulassen. Bald nagen große Selbstzweifel an ihm.
„Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ – so heißt nicht nur der Film nach dem gleichnamigen Roman von Joachim Meyerhoff – Joachim im Film beklagt diese Lücke auch. Oder eher: Er leidet an ihr, ohne zu merken, wie sehr er leidet.
Der Film von Simon Verhoeven ist unglaublich warmherzig, rührend und mitunter sehr lustig. Daran hat Hauptdarsteller Bruno Alexander einen sehr großen Anteil. Ihm zuzusehen, ist ein Erlebnis. Er spielt die Rolle, und er lebt die Rolle. Körperhaltung, Gesten, Blicke.
Aber auch Senta Berger als elegante, manchmal schrullige Alte und Michael Wittenborn als ihr Mann spielen ihre Rollen hervorragend.
Wir dringen ein in mehrere Kosmen – den der Theaterschule und den der Familie. Da ist so viel Liebe drin, dass man teilweise vor Rührung die Tränen kommen.
Der Film ist mit 137 Minuten sehr lang – langweilig aber wird es nie.
Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke
D 2025, Regie: Simon Verhoeven
Warner, 137 Minuten, ab 6
10/10
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