Simon Cowell: The next Act

DO 22.01.2026 | Netflix

Simon Cowell ist so was wie der Dieter Bohlen von Großbritannien und den USA. Also, eigentlich ist es eher andersrum. Aber auch Simon Cowell sitzt seit fast 25 Jahren in Jurys con Castingshow, um irgendwelche Talente zu finden. 2010 war er bei „The X Factor“ zum Beispiel Mentor und Entdecker von One Direction.
Wer also was im Fernsehgesangsbusiness werden will, muss die Gunst von Simon Cowell erlangen.

Nun weiß ich allerdings nicht, ob der gute Herr, der langsam auf die 70 zugeht, nicht ausgelastet ist oder immer noch zu wenig Kohle hat. Jedenfalls castet er nun auch in einer Netflix-Doku nach der nächsten Wahnsinns-Boyband, auf die alle abfahren: „Simon Cowell: The next Act“ heißt die Reihe.

Vielleicht hält sich Cowell ja für den großen König, bei dem man eine Audienz bekommt, und er kann es überhaupt nicht leiden, wenn kaum Leute gecastet werden wollen und dann auch noch Leute kommen, die gar nicht singen können.

In seiner eigenen Dokureihe jedenfalls wirkt Simon Cowell ziemlich gelangweilt. Man möge ihn doch bitte unterhalten. Er bittet zum Casting, und dann kommt erst mal kam jemand. Was ja eigentlich gar nicht sein kann, wenn Simon Cowell ruft – dass da kaum jemand kommt, kann er gar nicht glauben.
Vielleicht war es aber auch nur ein Stück Netflix-Doku-Dramaturgie, mit der man noch ein bisschen Spannung aufbauen konnte.

Deshalb drehte sich die Doku dann anfangs weniger um die Talente, sondern um Cowell selbst. Wie er gelangweilt irgendwo rumsitzt. Wie er gelangweilt das nächste Casting plant. So richtig mit Freude geht er jedenfalls nicht an die Sache ran, vielleicht wurde er von Netflix auch zu dieser Doku gezwungen. Was mir natürlich sehr Leid täte.
Als er es dann auch noch mit untalentierten Sänger zu tun hat, da ist er nicht nur gelangweilt, sondern auch genervt. Damit habe er nicht gerechnet, dass auch Leute kämen, die nicht singen können, meint er an einer Stelle. Dabei sollte er das von seinen drölfzig Castingshows doch kennen.

Glücklicherweise gibt es später doch noch ein paar Jungs, die was drauf haben. Wäre ja auch doof gewesen, wenn sich die Doku am Ende doch immer nur um Simon Cowell gedreht hätte.

-> Trailer auf Youtube (englisch)
-> Die Reihe auf Netflix


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