(1) -> 26.10.2020
Es ist mehr als fünf Jahre her, dass „Greenland“ in den deutschen Kinos anlief – und gerade mal anderthalb Wochen Zeit hatte, bevor die Kinos wegen der Corona-Pandemie wieder geschlossen wurden. Im Streaming wurde der Film dennoch zum Hit.
„Greenland 2“ setzt fünf Jahre nach der Handlung von damals wieder ein. Dass auch tatsächlich (etwas mehr als) fünf Jahre vergangen sind, macht es umso reizvoller.
Seit fünf Jahren sitzen John Garrity (Gerard Butler), seine Frau Allison (Morena Baccarin) und sein Sohn Nathan (Roman Griffin-Davis) in einem Bunker in Grönland. Damals schlug der Komet „Clarke“ in Frankreich in die Erde ein, mehr als 75 Prozent der Erdoberfläche wurden zerstört, auch durch viele Trümmerteile.
Das Leben draußen ist immer noch gefährlich und am Ende tödlich. Es gibt plötzliche elektrische Stürme, riesige Tsunamis und radioaktive Strahlung.
Aber der Bunker hat auch keine Zukunft. Wegen vulkanischer Erdbeben droht er, einzustürzen.
Die Familie flüchtet, gemeinsam mit weiteren Bunker-Bewohnern. Mit einem Rettungsboot fahren sie bis Liverpool. Ziel: In Frankreich gibt es den Krater, wo „Clarke“ eingeschlagen ist. Dort soll wieder Leben möglich sein.
Das Leben in der Post-Apokalypse. Davon handelt „Greenland 2“. Denn fünf Jahre nach dem großen Einschlag ist immer noch nichts, wie es mal war. Das zeigt der Film an verschiedenen Stellen sehr eindrücklich. Das zerstörte Berlin oder Paris, ein Strand mit einem angeschwemmten Schiff, plötzliche tödliche Stürme und immer wieder Kometentrümmer.
Anfangs sind wir noch im Bunkerleben dabei, aber später wandelt sich der Film zu einer Story über eine Flucht durch Europa.
Dabei ist es ganz nebenbei auch interessant zu beobachten, wie sehr die Familie im Mittelpunkt steht und wie sehr egal plötzlich alle anderen werden, mit denen man im Bunker gelebt hat.
Auf ihrer Reise treffen Garritys immer wieder auf Menschen, die ihnen helfen – oder auf welche, die sie überfallen wollen.
Immer wieder setzt der Film auf extrem spannende Momente, wenn angsteinflößende Hindernisse überwunden werden müssen, oder wenn plötzliche Wettereignisse eintreten. Gänsehaut kommt auf, wenn man sieht, wenn die verbliebenen Menschen im halb überschwemmten Liverpool ums Überleben kämpfen.
Erstaunlicherweise dauert „Greenland 2“ nur gute anderthalb Stunden, was ihn kurzweilig macht, weil das Tempo meist hochgehalten wird.
Greenland 2
USA 2025, Regie: Ric Roman Waugh
Tobis, 99 Minuten, ab 12
8/10
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