Vereidigt: Jennifer Collin-Feeder ist Bürgermeisterin in Oranienburg

Der Amtswechsel im Rathaus ist vollzogen. Am Montagnachmittag sprach Jennifer Collin-Feeder (SPD) vor der Stadtverordnetenversammlung den Amtseid und ist damit neue Bürgermeisterin von Oranienburg. Die 41-Jährige löst damit Alexander Laesicke (parteilos) ab, der acht Jahre lang Stadtoberhaupt war und die Wahl 2025 verloren hatte.

Jennifer Collin-Feeder hatte sich im Herbst 2025 gegen sechs weitere Kandidaten bei der Wahl durchgesetzt.


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18 Kommentare zu „Vereidigt: Jennifer Collin-Feeder ist Bürgermeisterin in Oranienburg“

  1. Daggi

    Glückwunsch! Sie hat ja hoffentlich die 8 Jahre, seit sie aus mir unerfindlichen Gründen gegen den völlig unbekannten, unerfahrenen und, wie er später unter Beweis gestellt hat, auch unbelehrbaren, Bürgermeistersohn die Stichwahl verloren hat (meine Vermutung geht ja in die Richtung, dass das nicht passiert wäre, hieße sie Cornelius oder Curt und etwas älter gewesen wäre als Anfang 30, aber das nur am Rande) genutzt um sich zu überlegen, wie genau sie es besser machen will. Ihre Einlassungen beim Paneel der Kandidaten vor der Wahl lassen daran allerdings zweifeln, doch sollten wir optimistisch sein und ihr alles Gute wünschen. Sie wird es nötig haben und Oranienburg ist nach einem Jahrzehnte dauernden dunklen Zeitalter professionelle und fähige Führung sehr zu wünschen.

  2. RT

    Jahrzehnte dauerndes dunkles Zeitalter in Oranienburg? Das muss ich irgendwie verpasst haben. Allein alles um die Laga und die Entwicklung rund ums Schloss und die Havel haben Oranienburg gut getan.
    Deine Namensvermutung verstehe ich nicht.
    Und die Stichwahl gegen Laesicke hatte damals Kerstin Kausche verloren, Collin hatte es gar nicht in die Stichwahl geschafft.

  3. Daggi

    Ein dauerhaft geschlossener Schlosspark tut also Oranienburg gut? Oder die absurde Verkehrssituation vor dem Schlossplatz, die den Bürgermeistersohn selbst so sehr gestört hat, dass er von einer Umgehungsstraße gefaselt hat? Mal abgesehen davon, dass eine LANDESgartenschau doch nicht das Verdienst der Stadt ist.
    Nehmen wir doch mal den Bahnhofsplatz als besseres Beispiel, endlose Bauzeit von über 2 Jahren und enorme Kosten, weil man unbedingt diesen Naturstein verlegen musste. Mal von der viel kritisierten Ästhetik abgesehen hat sich durch den Umbau funktional eigentlich nichts verbessert, abgesehen davon, dass die Busse jetzt dort halten. Aber einen Tunnel zur Neustadt oder einen zweiten Ausgang Richtung Parkplatz, irgendwas substanzielles für das viele Geld? Fehlanzeige.
    Man muss sich mal vor Augen halten, dass die Wiedervereinigung in diesem Jahr 36 Jahre her sein wird und die DDR ja auch nur 4 Jahre länger bestand. Natürlich ist nicht alles schön, was in der Zeit entstand, aber wenigstens ist etwas entstanden, trotz Mangel und Misswirtschaft. Was hat Oranienburg seit der Wende vorzuweisen? Ein paar Wohngebiete, Kitas, meist minderwertige Gewerbekomplexe und ein Hotel, das schon wieder geschlossen ist und jetzt vom Staat genutzt werden wird, also statt etwas Steuereinnahmen durch Tourismus nun Kosten durch den sich weiter aufblähenden Staat. Dazu die seit dem Ende des Krieges bestehenden Baulücken bzw Brachen in der Innenstadt etc. Es ist traurig

  4. RT

    Klar gibt es Probleme und Missstände. Aber doch kein dunkles Zeitalter für die Stadr. Das halte ich für absolut übertrieben.
    Von der Umgehungsstraße wird seit Ewigkeiten geredet, nicht erst seit A.L.
    Dass die Landessgartenschau in die Stadt kam, ist durchaus ein Verdienst der Stadt. Und was drumherum passiert ist, auch. Das Land richtet die Gartenschau aus, die Visionen, wie sich die Stadt verändert hat, ging aber auch von der Stadt aus.
    Der Umbau des Bahnhofes wäre nötig, aber scheinbar spielt da auch die Bahn nicht mit. Und ich vermute, das wäre extrem teuer. Was den Vorplatz angeht, da hat auch die Stadtverordnetenversammlung Mist gebaut, dass die das so beschlossen haben. Wie überhaupt die Politik viel zu wenig in die Pflicht genommen wird, alle rufen sie immer nur, dass AL so blöd gewesen sei. Aber er bestimmt ja das wenigste alleine.
    Aber vielleicht solltest du dich mal erinnern, wie die Stadt zu DDR-Zeiten aussah und wie sie heute aussieht. Da ist nun wirklich nicht alles dunkel.
    Dass das Hotel jetzt vom Landkreis genutzt wird, halte ich für falsch. Bzw passiert ja scheinbar nichts in Sachen Hotel-Neubau, was dann aber auch an fehlenden Investoren liegt. Aber in Sachen Tourismus ist das alles andere als gut.

  5. Daggi

    Ja, es ist natürlich überspitzt formuliert, aber offenbar kannst du die Kritik doch nachvollziehen. Dass die Stadtverordneten auch einen großen Anteil an der (fehlenden) Entwicklung tragen ist natürlich auch ein sehr richtiger Einwurf deinerseits.
    Zu meinem DDR-Vergleich möchte ich entgegnen, dass du dir mal gern ansehen solltest, wie die Stadt nach Kriegsende aussah und das dann mit dem Zustand zur Wende vergleichen, ich glaube, bei dieser Herangehensweise liegt die Leistung der DDR immer noch vorn, vor allem wenn man, wie gesagt, die weitaus schlechteren Rahmenbedingungen im sogenannten Sozialismus bedenkt. (Ich will das aber auch nicht verherrlichen oder Ostalgie produzieren, ich bin froh, dass dieser Staat nicht mehr existiert, wie es jeder intelligente Mensch sein sollte.)
    Woher hast du denn die Info, dass die Bahn sich gegen einen Umbau des Bahnhofs sperrt? Soweit ich weiß, hat sie nur gesagt, dass die Finanzierung dafür nicht von der DB übernommen wird, was ja auch verständlich ist.
    Ja, natürlich ist die Stadt von Investoren abhängig, nicht nur beim Tourismus sondern auch beim Bauen, aber sie muss eben auch die Rahmenbedingungen für eine positive Entwicklung schaffen und da passiert einfach nichts bzw zu wenig. Alleine schon dieses bescheuerte Motto ‚Oranienburg ist anders‘ – sinnentleerter und gleichzeitig doppeldeutiger geht es ja kaum noch. Oranienburg kann es besser gefällt mir da schon weit mehr, hoffentlich schafft die neue Bürgermeisterin, dieses Wahlkampfmotto auch in die Realität zu überführen, ich bin gespannt.

  6. RT

    Na ja, klar hat die DDR einiges geleistet, aber gerade rund ums Schloss ist ja in den 70ern nochmal vieles Historisches abgerissen worden. Die Baulücken sind meist durch die Bombardierung entstanden, aber nicht nur.
    Wenn die Bahn nicht dem Umbau des Bahnhofes finanzieren oder mitfinanzieren will, dann sperrt sie sich. Die Stadt kann das allein so schnell nicht stemmen.

  7. Daggi

    Aber für den Naturstein auf dem Vorplatz hat das Geld der Stadt schon noch gereicht? Oder für die komischen Weihnachtslampen an den Laternen oder was das sein soll? Oder für dieses endlose Schleusenprojekt seit 2017 (auch bei 90% Förderungsanteil bleiben da noch ein oder zwei Milliönchen an der Stadt hängen, bei sehr zweifelhaftem Nutzen des ganzen)

  8. RT

    Beim Bahnhofsplatz sind wir uns ja einig, dass das Murks ist.
    Die Weihnachtsbeleuchtung finde ich ganz nett. Finde gut, wenn es in der Stadt ein bisschen weihnachtlich aussieht.
    Das Schleusenprojekt finde ich gut und wichtig für die Zukunft.

  9. Daggi

    Mir geht es halt darum, dass Geld durchaus da wäre, aber man muss halt Prioritäten setzen. Die Beleuchtung ist Kategorie nice-to-have und die Schleuse wird das investierte Geld niemals in Form von Steuern wieder einspielen, dafür hat sie einfach zu wenig Einfluß auf den Tourismus. Es geht ja hier nur darum, eine alternativen Weg zwischen der Havel und dem Ruppiner Kanal herzustellen, denn heute schon kann man dort über Pinnow hingelangen. Die Vorstellung, dass die Touristen in größerer Zahl zukünftig lieber den Weg durch Oranienburg wählen würden, weil es diese Schleuse gibt und dabei noch Geld ausgeben (also an Land gehen/übernachten) ist doch naiv. Wen Oranienburg interessiert, den hält auch dieser kleine Umweg nicht davon ab, es zu besuchen und alle anderen werden es weiterhin links liegen lassen. Dazu kommt, dass der Ruppiner Kanal als Wasserwandergebiet unattraktiv ist (es folgen zwei weitere Schleusen und es ist ein schnurgerader Kanal durch Felder. Es ist für die meisten einfach eine Passage hin zu den Ruppiner Seen und weiter nach Norden, warum sollten diese Reisenden nicht weiter den direkten Weg über Pinnow nehmen?

  10. RT

    Na ja, bist du schon mal den Ruppiner Kanal auf dem Wasser langgefahren? Das ist eine wahnsinnig schöne Strecke und keineswegs nur an Feldern entlang. Die Frage ist allerdings, inwiefern ein Ausbau des Kanals die Schönheit beeinflusst.
    Deshalb kann das alles durchaus für den Wassertourismus von Oranienburg eine Bedeutung bekommen. Der Umweg über Pinnow ist extrem weit, das sind gut anderthalb bis 2 Stunden, und ich glaube schon, dass wenn die Möglichkeit besteht, Oranienburg anzusteuern und auch durchfahren zu können, das dann auch genutzt wird.
    Die Weihnachtsbeleuchtung hat eben auch eine große Außenwirkung, deshalb ist so was wichtig. Ich will nicht den Frust hören, wenn es diese nicht gäbe („nicht mal dafür ist Geld da“).

  11. Daggi

    Ja, ich bin dort mal lang, fand es im Vergleich zu anderen Gegenden langweilig und eben nervig durch die damals noch zwei, bald drei Schleusen auf wenigen Kilometern.
    Wie kommst du denn auf 2h Umweg über Pinnow? Maximal 30 Minuten würde ich jetzt schätzen und das ja auch nur, wenn man aus Richtung Norden kommt, aus südlicher Richtung gibt es gar keinen Umweg.
    Ausbau ist auch ein Punkt, der weiteres Geld kosten wird und nicht wirklich gut ist. Das Stück Havel nördlich vom Schloss müsste auf jeden Fall zukünftig regelmäßig ausgebaggert werden, wie sich das mit dem Biotop (mehrere Kraniche und Kormorane leben mittlerweile dort und natürlich die Nutrias, hab sogar schon mal einen Eisvogel gesehen) verträgt wird man sehen, ich denke eher schlecht. Der dann mögliche regere Schiffsverkehr wird sein übriges tun um die Tiere zu vertreiben.

  12. RT

    Wenn du in Oranienburg startest, ist der Umweg über Pinnow am Ende um die 2 Stunden lang.

  13. Daggi

    Also halten wir fest, dass für diese Schleuse das Geld gut angelegt ist, damit irgendwelche hypothetischen (real kaum vorhandenen) Rentner (zu 80% sind das Rentner) mit ihrem Boot beim Transfer von Oranienburg in den Ruppiner Kanal, was sie maximal 2x im Jahr machen, etwas Zeit sparen, obwohl es für sie sowieso nur darum geht, aus Spaß und Langeweile durch das Landschaft zu tuckern, während ein Bahnhofsumbau, der tausenden Leuten jeden Tag Zeit dabei sparen würde zur Arbeit oder nach Oranienburg zu kommen, sich nicht lohnen würde bzw zu teuer ist. Ahjo

  14. RT

    Vielleicht solltest du dich an die Bürgermeisterin wenden und einen Posten im Rathaus anstreben,. wenn du das alles so genau weißt. Die könnten dir dann auch erklären, warum das eine geht und warum das andere nicht.

  15. Daggi

    Genau, die da oben wissen es schon besser, lass sie mal machen. Perfekte Einstellung, besonders für jemanden, der bei den Medien arbeitet und eigentlich dafür da sein sollte, der Politik auf die Finger zu schauen. Aber unbezahlte Werbeartikel für Kantinen und sonstige Billiganbieter von Mittagessen sind natürlich wichtiger als die Frage, wofür unsere Steuern ausgegeben werden.

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