Dima und seine Mutter sind gerade erst nach Fountainbridge gezogen. Es fällt ihm schwer, Anschluss zu finden.
Aber es ist der 1. Dezember, und in dem kleinen Ort beginnt an diesem Tag ein ganz besonderer Countdown. Wie wahrscheinlich nirgendwo wird dort Weihnachten zelebriert. Jeden Tag gibt es ein anderes Event, bei dem sich die Menschen aus dem Ort zusammenfinden.
Dima kann damit eigentlich wenig anfangen. Es ist Luis, der Sohn der Nachbarn, der beginnt, ihn in diesen Brauch einzuführen. Schllttschuhlaufen, Eisschwimmen. Nussknacker-Wettbewerb, Büchertausch – es steht vieles an.
Nebenher muss sich Dima aber mit Gabriel auseinandersetzen. Denn sein bester Freund, den er zurücklassen musste, spricht nach einem Streit nicht mehr mit ihm. Dafür hängt er jetzt immer öfter mit Luis ab.
Mit „Luis & Dima – Forever our Beginning“ hat Kai Spellmeier eine Art Roman-Adventskalender geschrieben. Er beginnt am 1. Dezember, und dann geht es Kapitel für Kapitel, Tag für Tag, auf Weihnachten zu. Allerdings endet das letzte Kapitel am 27. Dezember, kurz nach Mitternacht, wenn auch das Weihnachtsfest vorbei ist.
Weihnachtsfans werden das Buch schon deshalb sehr mögen, weil hier das Ideal eines Festes beschrieben wird, wie es eben in diesem kleinen Ort gefeiert wird. Magisch, herzlich, warmherzig.
Dima muss sich hingegen klar werden, wer er ist, was er will und wie er sein Leben in den Griff kriegen will. Das geht nicht ohne Verletzungen.
Da macht es der Autor auch ziemlich spannend, und was die Schnulzigkeit angeht, hätte er besonders in den letzten drei Weihnachtskapiteln ruhig noch eine romantische Schippe drauflegen können.
Und noch eine Anmerkung: Das Buch beginnt mit einer Musik-Playlist. Das ist schön, aber noch schöner wäre es gewesen, diese Songs auch irgendwie in die Kapitel zu integrieren.
Kai Spellmeier: Luis & Dima – Forever our Beginning
one, 383 Seiten
7/10
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