(3) -> 23.12.2023
Es ist ein Schock. Die Neuruppiner Ermittlerin Carla Stach steht vor der Leiche einer Jugendlichen. Sie wurde in einem Häuschen in einer Kleingartenanlage erdrosselt. Auf dem Bett neben der Toten findet Carla etwas, was ihr Blut gefrieren lässt. Eine Kette – und sie gehört ihrem Stiefsohn Toni. Ist Toni der Mörder? Die Beweislast ist erdrückend.
Daheim, in Linum, kommt es zum Streit. Denn Carlas Lebensgefährtin Kathrin glaubt fest an Tonis Unschuld. Carla hofft es, aber die Beweise sprechen dagegen.
Unterdessen ist Toni auf der Flucht. Er schlägt sich durch die Wälder nördlich von Neuruppin.
Mit „Gejagt durch Brandenburg“ (der Titel passt eigentlich nicht so wirklich zur Geschichte) legt Richard Brandes seinen vierten Neuruppin-Krimi vor, und es scheint der letzte Teil der Reihe zu sein. Wenn es so ist, dann verabschiedet sich der Autor allerdings mit einem echten Kracher, und man kann sagen, dass dieser vierte Teil der beste der Reihe ist.
Zwar gibt es ein, zwei Stellen, wo es der Autor mit seiner Leser-Irreführung ein wenig übertreibt, ansonsten aber ist der Krimi direkt von Anfang an hochspannend. Das liegt natürlich vor allem an der persönlichen Note. Wer die drei Teile davor gelesen hat, wird Toni kennen, natürlich auch Carla und Kathrin. Es sind eingeführte Figuren, und plötzlich erleben sie diese schreckliche Wende. Die Erschütterung bei den Ermittlern ist groß.
Es gibt in diesem sehr dichten Krimi kaum Leerläufe, er ist atmosphärisch hervorragend und spielt seine lokal-regionale Note voll aus.
Um so trauriger, falls es nun vorbei sein soll.
Richard Brandes: Gejagt durch Brandenburg
Emons, 320 Seiten
9/10
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