Mittagessen in Oberhavel: Linsensuppe wie bei Muttern

Nahe des Baumarktes am Veltener Havelring steht montags bis freitags die Gulaschkanone – das Essen dort wird täglich gekocht

MAZ Oberhavel, 27.5.2025

Velten.
„Was soll ich nehmen?“, fragt ein Kunde mit Blick auf die Tafel mit dem Speisenangebot. „Erbsensuppe oder Gulasch? Ich mag beides.“ Er bekommt schließlich eine Erbsensuppe – mit einer Knacker obendrauf. Seit mehr als 20 Jahren hat Velten ein besonderes Mittagsangebot. Im Havelring 10, im Gewerbegebiet gegenüber des Hornbach-Baumarktes, steht montags bis freitags ab 11 Uhr und bis zum Nachmittag gegen 16 Uhr eine Gulaschkanone.

Christian Breetz wartete dort am Freitag auf die Kunden. Das heißt, lange warten musste er nicht, immer wieder kommen Hungrige vorbei. Der Standort liegt auch günstig für ein solches Angebot. „Wir haben viele Stammkunden“, sagt Christian Beetz. „Gerade Lkw-Fahrer, die von der Autobahn kommen.“ Auch viele Leute aus Berlin halten an, viele von ihnen waren im Baumarkt, auch die Mitarbeitenden aus den Firmen im Gewerbegebiet schauen an der Gulaschkanone vorbei.

Auch wenn es sich um eine Gulaschkanone handelt – es gibt dort einiges mehr. „Die Erbsengruppe, die Linsensuppe und das Gulasch auf Nudeln gehören zu unseren Standards“, erzählt Betreiber Uwe Mathwig. „Die Tellergerichte wechseln wir.“
Am Freitag gab es Chili con Carne, Kohlrouladen oder auch ein Eisbein mit Sauerkraut und Kartoffeln. Eine Riesenboulette, Bockwürste, Wiener und Knacker sind auch immer zu haben. Die Preise bewegen sich zwischen 2,50 Euro für die Würstchen, 5 bis 6,50 Euro für die Suppen und 10,50 Euro für die Tellergerichte.
Alle Speisen gibt es an der Gulaschkanone in Velten, aber auch zum Mitnehmen. Wer etwas trinken möchte, wird ebenfalls fündig.

Tatsächlich laufen die Standards am besten, erzählt Christian Breetz. „Erbsen- und Linsensuppe und das Gulasch. Manchmal schießen sich die Leute richtig auf die Erbsen ein.“
Tatsächlich sei es so, dass die angebotenen Suppen immer gut weggekauft würden. Im Winter gibt es dann auch schon mal Grünkohl mit Knacker.

Überhaupt – im Winter, wenn es so richtig kalt ist, auch dann steht die Gulaschkanone Veltener Havelring. „Dann kommt hier eine Plane vor“, sagt Christian Beetz und zeigt auf den ansonsten offenen Pavillon.

Die Gulaschkanone stammt übrigens aus dem Jahr 1966 und ist aus Beständen der NVA. „Ich habe sie jetzt seit 14 Jahren“, sagt Uwe Mathwig. Gekocht wird jeden Tag frisch – am „Heimatstandort“ in Hennigsdorf.

Für Betreiber Uwe Mathwig beginnt der Arbeitstag dort morgens um 9 Uhr. „Das alltägliche Geschäft geht meist bis gegen 20 oder 21 Uhr.“
Die Suppen werden in der Regel einen Tag vor dem Verkauf gekocht. „Damit der Eintopf noch durchziehen kann. Die Suppe schmeckt ja immer am besten, wenn sie aufgewärmt ist“, sagt er. Das sei das Geheimnis einer guten Suppe.

Inge Kindel aus Velten ist mit ihrer Tochter und ihrem Schwiegersohn zur Gulaschkanone gekommen – in einer anderen Gaststätte waren sie zuvor abgewiesen worden. „Wir haben das Schild an der Straße gesehen, sind das erste Mal hier“, erzählte sie am Freitagmittag. Es gab Linsensuppe, und sie hat allen sehr gut geschmeckt. „Es gibt den Spruch: Da, wo Handwerker essen, schmeckt es gut, und hier essen Handwerker.“
Tatsächlich stoppen auf dem Havelring immer wieder Lieferwagen, und die Fahrer steigen aus, um zum Essen zu kommen. „Ich kenne die Linsensuppe ja noch von früher“, erzählte Inge Kindel weiter. „Wie bei Muttern eben. Insofern war alles bestens.“

Außerhalb der Geschäftszeiten in Velten ist die Gulaschkanone auch mal anderswo anzutreffen. „Wir sind auch beim Folk im Hof in Hennigsdorf, beim WGH-Fest, beim Erntefest in Kremmen, beim Weihnachtsmarkt in Kremmen oder bei anderen Festen“, so Betreiber Uwe Mathwig. Man kann die Gulaschkanone auch für private Feste mieten.
Mehr Infos dazu gibt es auf www.die-gulaschkanonen.com.


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