In einem Dorf im Westerwald. Es ist wie verhext: Wenn Selma (Corinna Harfouch) von einem Okapi träumt, dann stirbt im Dorf jemand, und das am nächsten Tag. Wer sterben wird, ist vollkommen unklar und unberechenbar.
Ihre Enkelin Luise beobachtet das alles mit Faszination und Argwohn.
Im Dorf hat jeder seine Geheimnisse: Luise verliebt sich in einen Mönch. Luies Mutter hat ein Verhältnis mit dem Betreiber des Eiscafés. Der wiederum sagt, er sei Italiener, ist aber Grieche. Und Luise selbst kann nicht lügen – wenn sie lügt, dann bricht irgendwas zusammen.
Und dann passiert es wieder: Selma begegnet im Traum einem Okapi. Und im Dorf bricht regelrecht Panik aus.
„Was man von hier aus sehen kann“ heißt das Buch Mariana Leky, das 2017 erschienen ist. Aron Lehmann schrieb das Drehbuch für den gleichnamigen Film und übernahm auch die Regie.
Wir tauchen ein in den kleinen Kosmos eines Dorfes, abgelegen von den großen Städten. Es ist ein Ort, wo jeder jeden kennt, aber jeder hat irgendwas, was keiner weiß.
Wenn Selma vom Okapi träumt und wenn dann im Dorf Hektik ausbricht, dann entstehen daraus sehr lustige Szenen. Jeder hat eine Ahnung davon, wie er oder sie sterben könnte – und dann kommt es doch ganz anders. Aber auch Luises Gabe sorgt für bemerkenswerte Szenen – und für die putzigste Liebeserklärung des Jahres.
Der Film hat immer wieder etwas zu viel Leerlauf, punktet aber andererseits an vielen Stellen mit außergewöhnlichen Augenblicken.
Was man von hier aus sehen kann
D 2022, Regie: Aron Lehmann
Studiocanal, 109 Minuten, ab 12
6/10
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