Das Auto von Maddie (Jennifer Lawrence) wird gepfändet. Was blöd ist, weil sie damit Geld verdient, als Uber-Fahrerin. Nun könnte es passieren, dass sie ihr Elternhaus nicht mehr finanzieren kann. Ihr droht der Bankrott.
Sie entdeckt eine Anzeige im Internet: Das Elternpaar Allison (Laura Benanti) und Laird (Matthew Broderick) suchen eine Frau für ihren Sohn Percy (Andrew Barth Feldman). Er ist schüchtern, eher unbeholfen, und bevor er auf das College geht, soll er endlich mal mit einer Frau zusammen gewesen sein. Es geht um ein Date – aber vermutlich am Ende doch auch um Sex.
Maddie nimmt Kontakt auf und geht auf das Angebot ein und versucht alles, um Percy zu „knacken“.
Und man muss wirklich sagen, dass das extrem unangenehme und vor allem unlustige Augenblicke sind. „No hard Feelings“ dreht sich tatsächlich lange darum, dass eine junge Frau einen schüchternen Jungen rumkriegen soll. Sie macht das, in dem sie sich ihm präsentiert, ihn anfasst, ihm eindeutige Signale gibt. Es ist nichts anderes als eine unangenehme Übergriffigkeit. Wie würde die Story wohl aussehen, wenn die Rollen zwischen Mann und Frau vertauscht würden?
Percy wird angemacht, dass er sich am Ende aber trotzdem in die Frau irgendwie verliebt, ist dann nicht so wirklich glaubwürdig. Ansonsten geht es in der Folge natürlich darum, dass sich Maddie auch irgendwie verliebt, zumindest merkt sie, was sie an Percy in Wirklichkeit hat und was ihn umtreibt.
Auch wenn Andrew Barth Feldman den schüchternen Percy auf durchaus herzige Weise spielt, täuscht es nicht darüber hinweg, dass dieser Film eine Story erzählt, die über weite Strecken schlicht unangenehm ist.
No hard Feelings
USA 2022, Regie: Gene Stupnitsky
Sony, 103 Minuten, ab 12
4/10
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