(5) -> 20.1.2022
Raus aus Woodsboro – ab nach New York. Das dachten sich Sam (Melissa Barrera), Tara (Jenna Ortega), Mindy (Jasmin Savoy Brown) und Chad (Mason Gooding) nach dem jüngsten Massaker, das Ghostface in ihrem kleinen Ort angerichtet hatte. In New York wollen sie noch mal neu anfangen.
Aber – wer hätte es gedacht? – es dauert nicht lange, bis der Spuk von vorn beginnt. Und das sogar noch massiver. Denn scheinbar gibt es Nachahmungstäter. Eine Frau wird in einer Seitenstraße brutal ermordet – von Ghostface. Aber ist es wirklich DER Ghostface oder eben einer dieser Nachahmer?
Nur gut 14 Monate nach Teil 5 kommt der nächste Teil der seit 1997 erfolgreichen Horrorsplatter-Film-Reihe ins Kino. Und salopp gesagt: Auch in „Scream VI“ geht es ordentlich zur Sache.
Ohne zu viel zu verraten: Erfreulicherweise gibt es für die Zuschauer durchaus ein paar Überraschungen und Wendungen, die so nicht zu erwarten waren. Und klar ist auch: Dass die Filmreihe in die Großstadt wechselt, tut ihr gut. Denn Ghostface scheint nun überall zu sein: in den Häuserschluchten, in der U-Bahn – überall.
Nicht fehlen dürfen die verschiedenen Meta-Ebenen, denn natürlich spielt die fiktive „Stab“-Filmreihe auch wieder eine Rolle, und gleichzeitig taucht der Film auch ein in die eigene Filmgeschichte und lässt sich von Filmstudenten auch noch erklären, dass die Reihe zu einem Franchise geworden sei, und dass man da sogenannte Legacy-Figuren – also die, die immer dabei sind – gar nicht mehr brauche. Ob das auch bei „Scream VI“ so ist, wird sich im Laufe der Zeit zeigen.
Schön an der Reihe ist auf jeden Fall ihre Niveau-Kontinuität. Auch Teil 6 hat eine gewisse Grundspannung, ohne dass ständig irgendwelche Erschreckungsmomente benötigt werden. Einige der Szenen sind sehr brutal, der Film ist erst ab 18. Und, ja, niemand ist sicher.
Scream VI
USA 2022, Regie: Matt Bettinelli-Olpin, Tyler Gillett
Paramount, 122 Minuten, ab 18
7/10
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