Wenn Radfahrer in Unfälle verwickelt sind, ist das Erschrecken immer wieder groß. Aber in den vergangenen Tagen habe ich mich auch öfter über die Dreistigkeit oder Arglosigkeit von Radlern gewundert.
Da will gerade vor mir ein Auto einen jungen Radfahrer in der Oranienburger Bykstraße überholen, als der Mann plötzlich nach links wegzieht und seelenruhig aufs Gelände des Mendheim-Oberstufenzentrums rollt. Dass er dabei fast überfahren worden wäre, hat er vielleicht nicht mal mitbekommen.
Nur wenige Minuten später: An der Ampel Ecke Saarlandstraße/Robert-Koch-Straße wartet ein Auto, um den Radler geradeaus vorbeizulassen. Der aber biegt rechts ab – ohne Handzeichen. Vielleicht wusste der Mann nicht, dass auch Radler „blinken“ müssen. Wäre aber hilfreich zu wissen, für die anderen Verkehrsteilnehmer.
Überhaupt habe ich den Eindruck, dass Rücksichtnahme und vorausschauendes Fahren immer seltener eine Tugend ist. Unter Radfahrern und unter Autofahrern sowieso. Einfahrten werden blockiert, Fußwege zugeparkt oder noch mal extra Gas gegeben, um ja niemanden vorzulassen.
Schade und gefährlich.
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