Auch Radler müssen „blinken“

Wenn Radfahrer in Unfälle verwickelt sind, ist das Erschrecken immer wieder groß. Aber in den vergangenen Tagen habe ich mich auch öfter über die Dreistigkeit oder Arglosigkeit von Radlern gewundert.

Da will gerade vor mir ein Auto einen jungen Radfahrer in der Oranienburger Bykstraße überholen, als der Mann plötzlich nach links wegzieht und seelenruhig aufs Gelände des Mendheim-Oberstufenzentrums rollt. Dass er dabei fast überfahren worden wäre, hat er vielleicht nicht mal mitbekommen.
Nur wenige Minuten später: An der Ampel Ecke Saarlandstraße/Robert-Koch-Straße wartet ein Auto, um den Radler geradeaus vorbeizulassen. Der aber biegt rechts ab – ohne Handzeichen. Vielleicht wusste der Mann nicht, dass auch Radler „blinken“ müssen. Wäre aber hilfreich zu wissen, für die anderen Verkehrsteilnehmer.

Überhaupt habe ich den Eindruck, dass Rücksichtnahme und vorausschauendes Fahren immer seltener eine Tugend ist. Unter Radfahrern und unter Autofahrern sowieso. Einfahrten werden blockiert, Fußwege zugeparkt oder noch mal extra Gas gegeben, um ja niemanden vorzulassen.
Schade und gefährlich.


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Kommentare

4 Antworten zu „Auch Radler müssen „blinken““

  1. Beatrix Petrikowski

    Solche Situationen sehe ich auch immer häufiger. Aber ich weiß nicht, ob es in letzter Zeit immer mehr Rücksichtslose gibt, oder ob ich einfach sensibler dafür geworden bin.

  2. RT

    Wahrscheinlich ist es schon immer so, aber man achtet mehr drauf.

  3. regina

    zum Glück haben die Kinder heute Verkehrserziehung in der Schule, aber das wird wieder zu nichte gemacht wenn ihre Eltern z.B. auf der falschen Seite der Straße fahren, mit ihren Kindern.
    Ich stelle mir dann immer vor, wenn die Autofahrer auch alle auf der falschen Seite entgegengesetzt der Fahrtrichtung fahren.
    Zwischendurch kommt dann wieder ein positiver Gedanke .der so denkt, so ein erwachsener Fahrradfahrer hält immer die Hand raus zum abbiegen, ist doch logisch…..dieser Gedanke hält dann aber nicht lange an.
    Er wird schon immer so gewesen sein, aber der Verkehr hat zugenommen und eine Schulung für Radfahrer wäre angebracht, aber Illusion.
    Was mir auch zu denken gibt ist der Kreisverkehr in der Sachsenhausener Straße. Ich habe mich getraut mit Fahrrad reinzufahren mit einem mulmigen Gefühl, aber auch zu Recht.
    Ich wollte von Phillips ! Kreisverkehr….dritte Ausfahrt raus, natürlich mit Handblinken!
    Dazu kam ich garnicht, das Auto hinter mir überholte mich und fuhr plötzlich vor mir die zweite Ausfahrt raus…Handbreit vor mir, so das ich stoppen mußte.
    Hätte schlimm ausgehen können.
    Ich weiß nicht ob ich dort noch mal langfahre.
    Aber ich habe auch die Autofahrer „gern“ die mich beschimpfen weil ich Mensch über einen Übergang will mit abgesenkter Bordsteinkante und mich nötigt auf die Straße zu treten, trotz fließendem Verkehr, weil der Autofahrer dort parken möchte.
    Als ich ihm zu verstehen gebe das ich jetzt wegen ihm nicht vor die Autos springe und nicht mir das Leben nehmen möchte, fragt er mich, wann ich mich hier endlich verp…..und ich bin ein Pf….. und wo ich denn mein Rolator haben, wenn ich schon hier rumstehe.
    Diese Beschimpfungen haben zu genommen und ich muß mich zusammenreißen nicht gegen das Auto zu treten. Ich bin auch Autofahrer und kenne beide Seiten.
    Hab fertig 🙂
    In diesem Sinne, Vorsicht im Straßenverkehr !

  4. RT

    Ja, viele sind sehr ruppig geworden.

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