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Jürgen Drews: Hey, wir woll’n die Eisbär’n seh’n!

Sonntag, den 22. September 2013
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SA 21.09.2013 | 1.42 Uhr (So.) | WDR4

Lieber Jürgen Drews!
Es ist ja nett, dass Sie die Hits anderer bekannter Bands covern, und Sie haben ja schon ein bisschen dazu gelernt.
Im vergangenen Jahr coverten Sie gemeinsam mit der Hermes House Band den Puhdys-Hit “Hey, wir woll’n die Eisbär’n seh’n!” – auf Englisch. Das ganze nannte sich dann “Hey, we’re gonna rock this Place”. War nett, aber die Fans sangen dann doch den deutschen Text mit.
Inzwischen singen auch Sie die deutsche Eisbär’n-Version. Sie lief in der Nacht zu Sonntag im “Rhythmus der Nacht” bei WDR4. Nur leider macht Sie das nicht cooler.

Die Puhdys haben den Song als Hymne auf die Eisbären geschrieben, die Berliner Eishockeyspieler, und das passt irgendwie. Und jetzt kommen Sie und singen “Wir haben die Eisbär’n so gern”. Das nehme ich Ihnen einfach nicht ab. Okay, wenn ich das Ding mitgröle, dann auch nicht wegen der Eisbären, aber es sind eben die Puhdys, die diesen Song zum Kulthit gemacht haben.
Bei Ihnen, Herr Drews klingt das irgendwie billig, und eigentlich ging es sowieso nur darum, sich an den Erfolg dieses Liedes dranzuhängen.

Ich höre dann doch lieber weiter die Puhdys. “Hey, wir woll’n die Eisbär’n seh’n! Ohohohoho!”

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Jürgen Drews feat. Hermes House Band: Hey, we’re gonna rock this Place

Montag, den 18. Juni 2012
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SA 16.06.2012 | 1.12 Uhr (So.) | WDR4

“Hey, wir woll’n die Eisbär’n seh’n! Ohohohoho!”
Den Hit der Puhdys werden viele von euch sicherlich kennen und irgendwo auf einer Party schon mal mitgegrölt haben.
WDR4 überraschte in der Nacht zum Sonntag im “Rhythmus zur Nacht” mit einer englischen Version des Songs: “Hey, we’re gonna rock this Place! Ohohohoho!”

Erst dachte ich: Wow, da haben die Puhdys ja endlich mal einen internationalen Hit gelandet, nun singt also irgendein Ami ihren Song.
Doch die Ernüchterung kam schnell: Der Moderator erklärte, dass es sich um keinen Ami handelt, sondern um den guten alten Onkel Jürgen Drews. Gemeinsam mit der Hermes House Band, die ja schon so einige Lieder zu mehr oder weniger guten Partyhits gemacht haben, haben die Eisbären eingeenglischt.

Okay, der Song klingt ein bisschen – ohohohoho – billig, aber natürlich – ohohohoho – geht er trotzdem in die Beine – ohohohoho -, was natürlich immer noch an der Melodie und eben jenem Ohohohoho liegt.
Ans Original, lieber Onkel Jürgen, kommt “Hey, we’re gonna rock this Place” trotzdem nicht heran. Ohohohoho!

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Rhythmus der Nacht

Dienstag, den 22. November 2011
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SA 19.11.2011 | 0.05 Uhr (So.) | WDR4

Eine Autofahrt in der Nacht zum Sonntag. Wie kann man sich da am besten wachhalten? Dudelradio? Die üblichen Hits? Nein, dann gibt’s den “Rhythmus der Nacht”. In der “ARD-Hitmacht” sendet WDR4 (fast) deutschlandweit (in Berlin-Brandenburg auf der rbb-Welle Antenne Brandenburg) den übelsten Schlager.
Und das ist … joa, schon nicht schlecht. In seiner ganzen Schlechtigkeit macht der “Rhythmus der Nacht” schon wieder Spaß. Und sie dürfen alle mal an, alle Schlagerlieblinge: von Andrea Berg, Helene Fischer, Marianne Rosenberg, Claudia Jung, Mickie Krause bis zu ABBA und Nik P. Dazu Hitmixe von Songs von Evelyn Künneke oder G.G. Anderson. Okay, bei einem neuen Mix von Hasselhoffs “Looking for Freedom”, da war dann doch die Schmerzgrenze erreicht.
Ansonsten hält die Sause bei nächtlichen Autofahrten wach.

Dass allerdings der “ARD-Nachtexpress” Geschichte ist, und stattdessen nun die “ARD-Hitnacht” auf Sendung ist, das hat man bei WDR4 offenbar vergessen. Gleich mehrmals kündigte der Moderator den Verkehrsfunk im “ARD-Nachtexpress” an, oder in einem der Mixe wisperte eine Stimme ebenfalls den ausrangierten Sendungstitel. Entweder wollen sie es bei WDR4 nicht wahrhaben oder die Info ist bei denen tatsächlich noch nicht angekommen…

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Die WDR 4 Schlager Weihnacht

Freitag, den 25. Dezember 2009
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DO 24.12.2009 | 2.50 Uhr (Fr.) | WDR

Es war einmal ein Kinderstar. Der sang so schöne Lieder, dass insbesondere die Frauen dahinschmolzen. Wenn der Junge über die “Mama” sang, die doch nicht um ihren Jungen weinen soll, dann flossen Tränen. Heintje war Vorzeigejunge.
Dann aber kam Heintje in den Stimmbruch. Und mit der Gesangskarriere war es vorbei. Aus dem niedlichen Jungen wurde ein Mann.
Immer wieder versuchte es Hein Simons, so heißt Heintje mit richtigem Namen, mit neuen Liedern. Mitte der 90er brachte er eine Technoversion seiner “Mama” raus. Aber von Hein Simons wollte kaum noch jemand was wissen.

Doch er lässt sich nicht unterkriegen. Dann eben doch wieder als Heintje. Heintje Simons. Den einen oder anderen Marktplatz darf er noch beehren. Den in Dortmund zum Beispiel. Da war Weihnachtsmarkt, und viele Leute standen vor der Bühne.
Der WDR veranstalte eine Weihnachtsshow, und Heintje hatte gerade Zeit. Oder so. Nun stand der inzwischen faltige Ex-Kinderstar bei der “Schlager Weihnacht”, die der WDR in der Heiligen Nacht wiederholte, sang festliche Lieder und blickte in lauter gelangweilte Gesichter. Oder auf Heintje-Plakate, auf dem der junge Heintje mit “Mama”-Schriftzug zu sehen war.

Manchmal kann es offenbar ganz schön anstregend sein, irgendwann mal ein Kinderstar gewesen zu sein.