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Die Quarantäne-WG – Willkommen Zuhause

Donnerstag, den 26. März 2020
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DI 24.03.2020 | 20.15 Uhr | RTL

Minimalismus zur besten Sendezeit. Hätte man vor zwei Monaten gesagt, dass RTL eine Sendung startet, die täglich zur Primetime läuft, wo aber nichts anderes passiert als drei bis vier Leute im Splitscreen, die von zu Hause aus ein bisschen rumlabern, dann hätte man sicherlich nur spöttisch gelacht.
Aber die Coronakrise und die Kontaktsperre machen es möglich.

Seit Montag melden sich Oliver Pocher, Thomas Gottschalk und Günther Jauch in “Die Quarantäne-WG” per Internet-Videoschalte. Jauch immer irgendwo aus einem Büro, die anderen beiden hocken zu Hause.
Eine Stunde lang reden sie ein bisschen. Über Pocher und seine Corona-Erkrankung oder was Jauch und Gottschalk über die Krise denken.

Die Sendung ist, ähnlich wie “Luke, allein zu Haus” in Sat.1, innerhalb von ein paar Tagen entstanden. Da war – auch bis Dienstag – leider keine Zeit, mal zu checken, ob denn auch alle eine gute Bild- und Tonqualität von zu Hause aus liefern können. Thomas Gottschalk kommt immer etwas verschwommen rüber, und auch Pochers klingt vermatscht. Nur Jauch in seinem Büro scheint perfekt ausgestattet zu sein.

Interessant ist, dass es scheinbar rund um diese Sendung nicht mal eine Redaktion gibt. Jedenfalls gibt es nicht mal die simpelsten Einspielfilme, man verlässt sich voll und ganz auf die drei Herren, die sich aber jeden Tag zwei Gäste zuschalten lassen. Ohne Netz und doppeltem Boden.
Wobei es schon schade, dass sich insbesondere Gottschalk und Jauch nicht wirklich was einfallen lassen, wenn man mal von der Gästeauswahl absieht. Aber Gottschalk erzählt, er habe heute nichts erlebt. Na toll. Das ist ja spannend.

Ja, okay, in der Coronavirus-Zeit, wo wir ja alle abends zu Hause rumsitzen, da ist es schon irgendwie nett, dass da auch die Promis mit uns rumsitzen. Das ist jetzt auch nicht komplett langweilig. Manchmal sogar ganz lustig. Aber letztlich ist eine Videokonferenz mit den Freunden, mitunter aufregender als das, was RTL da zur besten Sendezeit macht. Aber jede Krise hat ja auch mal ein Ende…

-> Die Sendung bei TV Now

Hits: 165

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Deutschland sucht den Superstar: Xavier Naidoo

Montag, den 16. März 2020
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SA 14.03.2020 | 20.15 Uhr | RTL

„Ich hab’ fast alle Menschen lieb, aber was, wenn fast jeden Tag ein Mord geschieht, bei dem der Gast dem Gastgeber ein Leben stiehlt, dann muss ich harte Worte wählen. Denn keiner darf meine Leute quälen.“

Xavier Naidoo ist gefeuert worden. Am Sonnabendabend saß er nicht mehr in der Jury von “Deutschland sucht den Superstar”. RTL hat ihn rausgeschmissen. Vorwurf: Rassismus.
Die Vorwürfe tauchten auf, nachdem ein Video von Xavier Naidoo nochmals öffentlich geworden ist, das aus dem September 2018 stammte. In dem Video rappte er:

“Eure Töchter, eure Kinder sollen leiden, sollen sich mit Wölfen in der Sporthalle umkleiden. Und ihr steht seelenruhig nebendran, schaut euch das Schauspiel an, das euch alle beenden kann, weit und breit ist hier kein Mann der dieses Land noch retten kann. Hauptsache, es ist politisch korrekt, auch wenn ihr daran verreckt. Und noch mal, ich hab fast alle Menschen lieb. Aber was, wenn jeden Tag ein Mord geschieht? Bei dem der Gast dem Gastgeber ein Leben stiehlt. (…) Lasst uns das beenden, und zwar nun…”

In einem weiteren Video, offenbar aus dem Herbst 2019, vergleicht er die Fridays-for-Future-Bewegung mit dem Satan. Wegen der Abkürzung FFF, und das F ist der sechste Buchstabe des Alphabets. FFF. 666. Satan.
„In dem Fall 666. Da weiß man auch wieder, wer dahintersteckt.“ Die biblische Zahl 666 steht in der Offenbarung des Johannes für den Antichristen.

Ist Xavier Naidoo nun ein Rassist? Ein verwirrter dazu?
Er selbst hat zum ersten Video ein Statement veröffentlicht. “Ich setze mich seit Jahren aus tiefster Überzeugung gegen Ausgrenzung und Rassenhass ein. Liebe und Respekt sind der einzige Weg für ein gesellschaftliches Miteinander.”
Das klingt gut, aber wer war dann der Mann im Video? Xavier Naidoo, der sich gegen Ausgrenzung und Rassenhass einsetzt, verbreitet Ausgrenzung und Rassenhass.
Jeder Tag ein Mord? Alle Ausländer sind gefährlich? Wir müssen alle unsere Mädchen schützen? Auch wenn sich Naidoo, wie er sagt, gegen Rassismus einsetze – seine Wort sind genau das: rassisch. Er hasst.

Naidoo sagt auch, dass “gerade dieser Teil” – er meint die Gewalttäter wie in Hanau – alle anderen belaste, die dadurch in “Sippenhaft” genommen würden.
Aber ist es nicht Naidoo selbst, der alle anderen in Sippenhaft nimmt? Er ist es doch, der alle anderen belaste. Er verbreitet eine Hassbotschaft und lehnt doch Hassbotschaften ab. Was stimmt da nicht mit diesem Mann?
Ja, Xavier Naidoo war mal ein guter Künstler, er hatte viele Hits, ich liebte einiger seiner Songs. Aber hier verbreitet er Hassbotschaften, verkleidet in einen angeblich liebevollen Mantel. Er umgibt sich mit Pediga und Verschwörungstheoretikern.
Dass man bei RTL damit nichts zu tun haben will, kann da nicht verwundern. Jemanden in die Jury einer Unterhaltungsshow zu setzen, der im Internet Hetze verbreitet (dass er das nicht als Hetze sieht, ist unerheblich), ist für RTL nicht vereinbar. Darf es auch nicht vereinbar sein.

Auch wenn RTL alles richtig gemacht hat – am Sonnabend spielte sich in der ersten DSDS-Live-Show ein unwürdiges Schauspiel ab. Der neue Moderator Alexander Klaws fragte Jurychef Dieter Bohlen am Anfang, ob er zum Thema Xavier Naidoo was sagen wolle.
Dieter Bohlen meinte daraufhin, er habe sich noch kein genaues Urteil bilden können, Klaws solle doch in einer halben Stunde noch mal nachfragen. Das tat er eine gute Stunde später, aber Bohlen müsse immer noch nachdenken.
Ein peinliches Schauspiel.
Denn Dieter Bohlen ging es nicht darum, sich ein Urteil zu bilden – es ging ihm darum, die Spannung hochzuhalten. Und das ist angesichts des Ernstes der Lage nur unsinnig.
Schließlich hob er zu einer laberigen Rede an, in der er noch mal die Kandidaten und Klaws in den Himmel hob. Um dann doch noch was zu Naidoo zu sagen: “Wir machen hier eine Unterhaltungssendung.” Da gehe es um Unterhaltung und nicht um Hass oder Hetze. “Und deshalb steht die ganze Jury und mein ganzes Team hinter der Entscheidung von RTL und von UFA.” Mehr wolle er nicht sagen. Das sind, ähm, sagen wir mal relativ klare Worte. Blumig. Er hätte da ruhig eindeutiger werden können.

Die Show selbst fand wegen der Sicherheitsmaßnahmen rund um das Coronavirus fast ohne Publikum statt. Nur die Familien und Freunde der Teilnehmer waren im Saal. Allerdings, liebes RTL: Die standen alle in so dichten Pulks, da hätte man ihnen das Virus auch gleich impfen können.

Und leider ist es auch so, dass die sieben Kandidatinnen und Kandidaten erstaunlich langweilig sind. Da ist keine und keiner dabei, der/die irgendwie spannend, aufregend oder besonders sympathisch wären. Vielleicht tut sich da in den nächsten Wochen noch was, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass 2020 ein echter “Superstar” gefunden wird.

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Hits: 137

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Let’s Dance: Fast ohne Zuschauer wegen Coronavirus

Samstag, den 14. März 2020
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FR 13.03.2020 | 20.15 Uhr | RTL

Nur Freunde und Familie.
Ganz ohne Publikum musste die RTL-Show “Let’s Dance” am Freitagabend dann doch nicht auskommen. Aber der größte Teil des Saales stand dann eben doch leer. Aber die wenigen Zuschauer, die noch dabei sein durften, sorgen auch schon für Stimmung.
Das Coronavirus und die entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen dagegen sorgen auch bei den Fernsehsendern für Veränderung. Für Shows ohne Live-Publikum. Bei “extra 3” am Mittwoch im NDR waren gar keiner. Bei RTL am Freitag immerhin ein paar Leute.
Ein bisschen Atmosphäre braucht so eine Unterhaltungsshow dann eben doch.

Das haben auch die Macher der “heute show” im ZDF festgestellt. Auch das Studio der Satireshow war leer. Fast. Nur eine Handvoll Leute waren da – das Team nämlich. Die sorgten wenigstens stellenweise für (spärlichen) Applaus, was aber auch noch mal lustig war.

Im Studio von “Gute Nacht, Österreich!” am Donnerstagabend im ORF1 war auch Publikum – aber auch dort stark ausgedünnt. Viele Plätze blieben leer, dort durften nicht mehr als 100 Menschen im Studio sein.

Es wird spannend, wie die Fernsehmacher weiterhin Stimmung in ihre Sendungen bekommen. Denn klar ist auch: Wir werden diese Sendungen unbedingt brauchen. Der Mensch braucht Zerstreuung, gerade in der aktuell schwierigen Zeit. Da ist “Let’s Dance” das ziemlich gut gemachte Entertainment, das jetzt nötig ist.

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Hits: 136

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Der Lehrer – Staffel 8

Sonntag, den 8. März 2020
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DO 05.03.2020 | 20.15 Uhr | RTL

“Der Lehrer” gehörte zu den richtig guten Serien bei RTL. So viele hat RTL davon ja nicht zu bieten. Aber die Mischung aus jugendlichen Problemen, aus gesellschaftlich relevanten Themen und den Geschichten von den Lehrern, allen voran Stefan, hat immer gut funktioniert.
In der 8. Staffel leider nicht mehr.

Die Serie leidet extrem unter dem Weggang gleich zweier Darsteller. Karin Noske (Jessica Ginkel) ist nicht mehr dabei, die Figur starb am Ende von Staffel 7, weil die Darstellerin nicht mehr wollte. Sie war immer der Gegenpol zu Stefan Vollmer, die beiden boten viel Stoff für lustige und spannende Geschichten. Erst hassten sie sich, dann neckten sie sich, dann liebten sie sich.
Auch Merlin Rose ist nicht mehr da, er spielte Jonas, den großen Sohn von Vollmer. Im Laufe von Staffel 8 verschwand auch er, ganz persönlich und auf etwas merkwürdige Weise. Das Spannende an der Figur war natürlich, wie er sich unter dem starken Vater positioniert – und er brachte ein bisschen die jugendliche Komponente unter.

Zwar deutete sich eine neue Beziehung beim Lehrer an, aber so richtig tut sich da nichts. Zumal diese Liebelei keinen Ruck auslöst.
Stattdessen gibt es in jeder Folge zwar ein Problem zu lösen, aber die private Geschichte ist leider vollkommen langweilig geworden.
“Der Lehrer” steckt in Staffel 8 in einer großen Krise. Der Zenit ist weit überschritten. Falls es eine 9. Staffel gibt, müssten sich die Autoren wirklich mehr einfallen lassen.

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Hits: 125

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Der Bachelor – Das große Finale 2020

Samstag, den 7. März 2020
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MI 04.03.2020 | 20.15 Uhr | RTL

Mal was anderes. Der Bachelor vergibt ganz am Ende gar keine Rose, geht also ohne Frau nach Hause, und sitzt danach stattdessen heulend neben Frauke Ludowig. Das ist Deutschland 2020. Total aufregend.

In der 10. Staffel des “Bachelor” bei RTL passierte etwas, womit vermutlich niemand gerechnet hat. Sebastian hat am Ende am Mittwochabend keiner der Damen die Rose geschenkt. Es gab somit keine “Gewinnerin”, und die Enttäuschung war groß.
Stattdessen steht Sebastian kurz vor Schluss erst der einen Frau gegenüber, dann der anderen. Er sagt mit zittriger, sanfter Stimme, wie toll er sie findet, was sie ausmacht, was sie geschafft haben – aber doch: Es hat nicht gereicht. Für die Liebe hat es nicht gereicht.

Das ist aus mehreren Gründen bemerkenswert. Erstens, weil man sieht, dass eine Reihe wie “Der Bachelor” keine geschriebene Story ist. Es hat ihm keiner gesagt, was er zu tun hat, dass er sich entscheiden muss. Zweitens, weil dieser Sebastian den Mut hatte, am Ende eben keine Entscheidung zu treffen. Oder eher: Die Entscheidung zu treffen, sich für keine der Frauen zu entscheiden. Die Boulevardpresse spricht albernerweise von einem “Mega-Eklat”. Drittens, dass so viele Zuschauer darüber so empört sind, dass sie ihr Happy End nicht bekommen. Dabei müssen sie sich natürlich fragen lassen, ob es besser ist, wenn sich der Bachelor für eine Frau entscheidet und sie sich dann eine Woche danach trennen. Vielleicht liegt es an der Enttäuschung, die Kandidatin Diana mehr und mehr ins Gesicht geschrieben steht, als sie merkt, dass er ihr gerade sagt, dass es vorbei ist. Die Gesichtszüge, die immer mehr entgleisen.
Danach noch ein Talk mit Frauke Ludowig mit Tränen und Versöhnungen. Es wirkte wie die Sendung zu einer großen Krise.

Mal alles beiseite gelassen, was über den Bachelor 2020 geschrieben und gesagt wurde – ein bisschen Respekt habe ich durchaus, was er da getan hat. Er hat seine Liebe nicht gefunden, und er hat auch nicht für die Kameras so getan, als hätte er sie gefunden, nur um RTL und die Zuschauer zufrieden zu stellen.

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Hits: 167

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Laura & Der Wendler – Total verliebt in Amerika

Donnerstag, den 5. März 2020
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SO 01.03.2020 | 23.20 Uhr | RTL

Micha liebt rote Rosen, und Laura liebt auch rote Rosen. Er ist nämlich ein gefühlvoller Mann. Und er sagt ja, dass er die roten Rosen nur für die Laura geholt habe. Oder eher für die Schwiegereltern, damit die sehen, dass er Micha rote Rosen für seine Laura gekauft hat.
Und es ist ja auch noch viel zu tun. Das Bett muss bezogen werden, und Staub muss auch noch gewischt werden. Das artet ein bisschen in Stress aus. Aber immerhin bügelt ja Laura die Wäsche.
Wir erfahren außerdem, dass der Wendler dreimal am Tag duschen geht, und, na ja, manchmal auch zweimal.

Das ist ja alles überhaupt nicht interessant.
Aber bei RTL geht man trotzdem davon aus, dass uns alle interessiert, was Laura und Der Wendler in Amerika so alles treiben. Am Sonntagabend liefen direkt nach “Pocher vs. Wendler” die ersten beiden Folgen der Dokureihe “Laura & Der Wendler – Total verliebt in Amerika”. Den Rest gibt es nur gegen Bezahlung beim Streamingdienst TV Now. Clever.

Wir erfahren, dass Laura und Der Wendler ein neues Haus kaufen wollen, weil sie raus wollen aus dem Alten, da dort auch noch die Ex wohnt. Wir erfahren, dass das neue Haus ziemlich alt sei, und Laura und Der Wendler müssen noch unheimlich viel tun, damit sie in dem Haus…

Hallo! Aufwachen!
Oder findest du das nicht spannend, wie Laura und Der Wendler beraten, ob sie Rundenmulch an ihrem neuen Haus haben wollen oder nicht? 500.000 Euro kostet übrigens das Haus, und vielleicht wird die ja durch die RTL-Doku ein Stück mitfinanziert.
Aber vielleicht gibt es ja Leute, die sich am langweiligen Leben von D-Promis ergötzen wollen. Die es aufregend finden, wie sich Laura und Der Wendler eine Badewanne anschauen und beschließen: Alles muss raus!

Und nächste Woche: Kommt der Rindenmulch? Sind die Schwiegereltern zufrieden mit dem bezogenen Bett? Wird Der Wendler den roten Rosen frisches Wasser geben? Wird die Badewanne wirklich rausgerissen?
Ich bin ja schon so …
(Kolumnist leider eingeschlafen)

-> Trailer auf TV Now

Hits: 148

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Pocher vs. Wendler – Schluss mit lustig

Mittwoch, den 4. März 2020
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SO 01.03.2020 | 20.15 Uhr | RTL

Kann man denn den Leuten vom Fernsehen überhaupt noch glauben? Ist es wirklich glaubhaft, wenn Oliver Pocher und RTL betonen, dass die Show am Sonntagabend innerhalb von einer Woche aus dem Boden gestampft worden ist?
“Pocher vs. Wendler – Schluss mit lustig” ist der Höhe- und hoffentlich auch Schlusspunkt eines bemerkenswerten Social-Media-Battles.
Es fing mit einer Instastory an, in der Laura Müller ihrem Schatz, dem Wendler, einen Pickup schenkte. Pocher stellte die Schlüsselübergabe mit seiner Frau nach – und das war der Anfang einer Welle, bei der Tausende ähnlicher Videos auf Instagram oder Facebook auftauchten. Pocher legte nach, immer wieder, Wendler drohte mit einer Klage, und die Wendler-Challenge bewegte halb Social-Media-Deutschland.
Und plötzlich hieß es: Nun kommt die Show bei RTL. Live am Sonntagabend, in keiner TV-Zeitschrift angekündigt.

Ich bin mal so naiv und nehme an, dass die Show tatsächlich so spontan entstanden ist. Das ist durchaus eine Leistung, und dass sie stellenweise sehr billig daher kam – geschenkt. In der Schnelle fand man auch nur ein kleines Studio in Hürth, in dem bis vor einer Woche Chris Tall seine Show produzierte.
Festhalten muss man aber auch, dass Michael Wendler das mitmacht. Die Eier muss man auch erst mal haben, denn verbal kann der Wendler dem Pocher vermutlich wenig entgegensetzen.
Klar ist aber auch, dass man bei RTL angeblich erst mal nicht so von der Idee angetan gewesen sein soll. Schließlich sagte RTL doch zu, denn schließlich hat man ja gerade eine Wendler-Doku bei TV Now zu promoten, und die ersten beiden Folgen sollten dann auch direkt nach der Battleshow laufen – alle andere Folgen gibt es nur gegen Bezahlung im hauseigenen Streamingdienst.

Hochkultur war von “Pocher vs. Wendler” nicht zu erwarten. Die Spiele waren nicht neu, drei Stunden ein bisschen lang. Aber die Show hatte ihre unterhaltsamen Momente. Eher unangenehm waren allerdings die verbalen Schüsse Pochers gegen den neben ihm stehenden Wendler. Das war immer mal wieder eine Spur zu heftig, wirkte arrogant, und dass die Stimmung da nie wirklich umgeschlagen ist, ist erstaunlich. Aber vermutlich ist der Wendler in der Hinsicht einfach zu nett für die Entertainmentwelt.
Schade ist auch, dass Pocher inzwischen im Podcast “Messi & Ronaldo” angekündigt hat, hin und wieder weiteres Wendler-Material zu liefern. Jetzt muss auch mal gut sein.

-> Die Show bei TV Now

Hits: 132