RTZapper

Ansprache der Bundeskanzlerin

Sonntag, den 22. März 2020
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MI 18.03.2020 | 19.15 Uhr | tagesschau24

“Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst.”

Sie lässt uns die Wahl. Wir haben Alternativen. Entweder die lockere Kette, und wir müssen verantwortlich handeln. Oder harte Bandagen, knallharte Regeln.
Am Mittwochabend wandte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer Fernsehansprache an die Deutschen. Premiere hatte die Rede auf dem Nachrichtenkanal tagesschau24.

“Ich wende mich heute auf diesem ungewöhnlichen Weg an Sie”, sagte sie zu Beginn ihrer gut 13-minütigen Rede. Normalerweise redet sie nur zu Silvester in einer Ansprache direkt zu uns. Nun also in ihrer Amtszeit das erste Mal außer der Reihe. Dann muss es ernst sein.
Angela Merkel erklärte den Deutschen die Lage rund um die Sicherheitsmaßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus und der Pandemie. Das Interessante: Sie holte uns alle mit ins Boot, machte uns klar, dass es nicht nur auf die Politik ankommt. “Ich glaube fest daran, dass wir diese Aufgabe bestehen, wenn wirklich alle Bürgerinnen und Bürger sie als IHRE Aufgabe begreifen”, sagte sie.

Sie sprach auch zu den Menschen, die jetzt ganz vorn stehen in der Krise – die Menschen im Gesundheitswesen, die Forscher, die Leute in den Lebensmittelmärkten, den Apotheken – alle, die uns jetzt durch die Krise führen.
Sie erklärte, warum das öffentliche Leben jetzt fast still steht – um die Zahl der Neuerkrankungen zu verkleinern, um die Krankenhäuser nicht in Not zu bringen.
Sie zeigte Verständnis, dass es für alle nicht einfach sein würde, wies darauf, dass man sich bemühe, die Wirtschaft abzufedern, und es ging auch darum, kreativ zu sein in der Krise.

Merkel blieb immer dicht dran an den Leuten. Sie sprach einfache Sätze, die jeden erreicht haben müssten (außer die, die eh nicht mehr zuhören wollen). Während in anderen Ländern Kriegsrhetorik bemüht worden ist, verzichte sie darauf, sie fand eine Mischung aus Sanftem und Ernstem. Psychologisch sehr geschickt. Denn am Ende stand: Wir sind alle im selben Boot.
Bei aller Kritik an Merkel: Diese Rede war angemessen und gut. Was die Deutschen draus machen, wird sich zeigen. Und klar ist auch: Viele werden sie und ihre ruhige und besonnene Art vermissen, wenn sie mal abtritt.

-> Die Rede in der ARD-Mediathek

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RTZapper

ZIB 2 Spezial: Auf Minimalbetrieb – Österreich fährt runter

Samstag, den 14. März 2020
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FR 13.03.2020 | 21.25 Uhr | ORF2

Schulen dicht. Unis dicht. Läden dicht. Kneipen und Cafés müssen um 15 Uhr schon schließen. Österreich fährt runter. Die dortige Bundesregierung hat drastische Maßnahmen ergriffen, um das Coronavirus einzudämmen.
Darüber berichtete die Sondersendung “ZIB 2 Spezial: Auf Minimalbetrieb – Österreich fährt runter” am Freitagabend auf ORF2.

Gerechnet auf die Bevölkerung hat Österreich eine höhere Fallzahl als Deutschland, entsprechend größer ist der Handlungsdruck. Das Leben ändert sich und stellt die Menschen vor großen Herausforderungen. Gleichzeitig Solidarität und Abstand – das ist das Ziel.

Und manchmal ist auch der Blick aus dem Ausland auf uns selbst ganz spannend. Zugeschaltet wurde in die Sendung auch die ORF-Korrespondentin aus Berlin. Sie berichtete, dass Bundesgesundheitsminister Spahn schon vor Tagen empfohlen habe, Veranstaltungen abzusagen. Dass er jedoch wegen der Förderalität das nicht anweisen könne. Dass die Entscheidungen dennoch schnell getroffen worden seien und sicherlich bald weitere Maßnahmen ergriffen würden. Also durchaus ein kleines Lob.
In Österreich hingegen wetterte die FPÖ-Opposition, dass ja alles viel zu langsam gegangen sei, und das, obwohl die Maßnahmen tiefgreifender sind als im Nachbarland. Aber irgendwas muss die Opposition ja sagen…

-> Die Sendung in der TVThek (bis 20. März 2020)

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ORA aktuell

Coronavirus: Oranienburger Stadtverordnete stoppen Sitzungsbetrieb

Freitag, den 13. März 2020
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Die Oranienburger Stadtverordneten stoppen ihren Sitzungsbetrieb. Hintergrund sind die Sicherheitsmaßnahmen wegen des grassierenden Coronavirus.

Die für Montag in der Orangerie geplante Stadtverordnetenversammlung fällt aus. Einen Nachholtermin gibt es noch nicht. Das teilte der Vorsitzende Dirk Blettermann (SPD) mit. Die Entscheidung sei gemeinsam mit Bürgermeister Alexander Laesicke (parteilos) getroffen worden.

„Die Entwicklung ist derzeit hoch dynamisch. Im Sinne der Gesundheit der Menschen in Oranienburg, wollen wir keine unnötigen Risiken eingehen“, so Blettermann. „Die Verwaltung bleibt für einen Übergangszeitraum auch ohne die anstehenden Beschlüsse der SVV handlungsfähig. In der kommenden Woche werde ich gemeinsam mit der Verwaltung nach Wegen suchen, die kommenden Gremiensitzungen der Stadtverordnetenversammlung unter Berücksichtigung der Sicherheitsempfehlungen des RKI zum Infektionsschutz durchführen zu können.“

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RTelenovela

Überraschungsevent (37): Viel Tunnel am Ende des Lichts

Sonntag, den 23. Februar 2020
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(36) -> 14.1.2020

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. Diesmal durfte ich das Event planen, im nächsten Monat ist sie dran.

Diesmal waren wir in Charlottenburg, und wenn man vor dem Europacenter steht, dann kann man das alte West-Berlin-Gefühl erahnen. Das Europacenter war ja immer das Prestigeding der damaligen Zeit, und als wir in das Einkaufszentrum gingen, ging mir im Kopf herum: Warum denke ich immer, das Ding sei tot? Es herrscht durchaus Leben im Europacenter. Es gibt viele Läden, unten diverse Bars. Und die Stachelschweine.
Das Kabarett-Theater ist in Berlin eine echte Institution. Hier traten Legenden wie Wolfgang Gruner auf. Im vergangenen Jahr feierte es das 70. Jubiläum.

Wir sahen einen Kabarettabend unter dem Motto “Viel Tunnel am Ende des Lichts”. Es geht um eine Frau und einen Mann, die vom Dach des Europacenters springen wollen. Er, weil seine Firma scheinbar ruiniert ist – er stellte Sülze in Dosen her -, und sie, Lehrerin, weil sie auch am Ende ist. Ein Dritter kommt dazu, er will das Center in die Luft jagen. Die anderen denken aber, dass auch er springen wollte.
Und so kommen sie ins Gespräch und besprechen die gesellschaftliche und politische Lage.

Dachte ich am Anfang noch, ob es spannend sein könnte, über Selbstmordgedanken zu reden und ob das den Abend tragen könnte, ging es dann ordentlich zur Sache.
Die Parteien – und zwar alle – kriegten ihr Fett weg, die Politiker, die Gesellschaft. Es ging um die allgemeine Hysterie. Um den Umstand, dass wir nicht mehr miteinander diskutieren können. Darum, was in den Schulen abgeht und wie sehr es mit der Bildung abwärts geht. Um die drohende Spaltung der Gesellschaft, und um die Umwelt ging es auch.

Das Stück ist sehr sehenswert und ein gesellschaftlicher Rundumschlag. Es appelliert, dass wir wieder mehr miteinander ins Gespräch kommen müssen. Um zu erörtern, was ist. Und um Lösungen zu finden.
So spannend der Abend auch war, solche Kabarettprogramme sind auch immer ein Stückweit deprimierend, weil man im Laufe von zwei Stunden gezeigt bekommt, was alles im Argen liegt. Das Kabarett zeigt ein sehr düsteres Bild von der Gesellschaft. Lustig zwar, aber eben eigentlich düster.
Das entspricht der Zeit, und ich fand es auch gut. Aber so mit ein bisschen Abstand frage ich mich auch, ob man so einen Abend so dermaßen düster gestalten muss. Andererseits komme ich dann auch immer zur Antwort, dass ein Kabarettabend keine bunte Gala zur Zerstreuung ist. Es handelt sich dabei auch immer um geistige, manchmal anstrengende Arbeit. Das Stück ist im Idealfall der Beginn für eine längere Unterhaltung darüber auf dem Rückweg.

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KeineWochenShow

#163 – Ha Ho He

Sonntag, den 16. Februar 2020
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Der etwas, nun ja, merkwürdige Abgang von Jürgen Klinsmann bei Hertha BSC in Berlin ist natürlich auch Thema in der neuen Ausgabe von KeineWochenShow.
Wir blicken aber auch auf den Sturm Sabine und auf die Ereignisse nach der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen – AKK will nun auch nicht mehr. Auch das Influencer-Drama von Madeira wird eine Rolle spielen – falls du nicht weißt, was da los war, solltest du die Sendung anschauen.

Außerdem geht es um das Aus für die Berliner Biermeile, um Templiner Politiker, die schnell nach Berlin düsen wollen und um die Reinickendorfer in Berlin, die gern wieder eine Mauer in den Osten haben wollen – oder so ähnlich.
Das und mehr in KeineWochenShow #163 auf Youtube.

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RTelenovela

Ab nach Berlin: Templin first?

Freitag, den 14. Februar 2020
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Die Templiner CDU/FDP-Fraktion im Stadtparlament hatte eine dufte Idee. Sie wollen schneller mit dem Zug nach Berlin. Deshalb schlagen die Politiker vor, dass die RB12 alle zwei Stunden nur noch die großen Orte anfährt. Also: Zehdenick, Löwenberg und Oranienburg – und dann weiter nach Berlin-Gesundbrunnen. Alle anderen kleinen Orten, sollen dann auch nur noch alle zwei Stunden bedient werden.

Dass auch die Templiner fix mit der Bahn nach Berlin möchten, ist verständlich. Dass das auf Kosten aller anderer entlang der Strecke passieren soll – das ist hingegen unschön.
Angesichts des drohenden Klimawandels wird darüber diskutiert, wie die Menschen dazu gebracht werden sollen, das Auto stehen zu lassen und stattdessen die Bahn zu nutzen. Da ist der Vorschlag für die Templiner zwar sinnvoll, dass die RB12 nur noch in großen Orten hält. Nicht aber für die Leute aus Vogelsang, Grüneberg, Nassenheide, Sachsenhausen und allen anderen betroffenen Orten. Dass dort das Angebot ausgedünnt werden soll, ist nicht akzeptabel.

Dass Bahnstationen ausgelassen werden, ist in der Regel auch eher den Regionalexpress-Zügen vorbehalten. Dass die RB 12 zudem von Oranienburg aus direkt den Bahnhof Berlin-Gesundbrunnen ansteuern soll, dafür Hohenschönhausen, Lichtenberg und Ostkreuz links liegen lassen soll, ist wiederum für die Kreisstadt nicht hinnehmbar. Immerhin fährt schon der RE 5 direkt nach Gesundbrunnen. Die Verbindung in den östlichen Teil Berlins sollte nicht aufgegeben werden.

Rundum wirkt die Idee aus Templin schlicht nicht durchdacht und zudem ziemlich egoistisch. Dass die Bürgermeister von Zehdenick und vom Löwenberger Land da sehr schnell dagegen halten, verwundert mich nicht.

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KeineWochenShow

#162 – Thüringer Rostbrätel

Sonntag, den 9. Februar 2020
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Was für eine Woche!
Thüringen! FDP-Ministerpräsident! AfD-Zoff! Politisches Erdbeben!
Wendler! Pocher!
Semperopernball! Skandal-Preisvergabe! Moderatorinnen-Verwirrung! Hasskommentare!
Trump! Wahlgewinner!
SuperBowl! Kansas City! Shakira! Jennifer Lopez!
Coronavirus! Noch schlimmer!

Die Woche mit vielen Ausrufezeichen. Und deshalb auch länger als sonst. KeineWochenShow #161 gibt es auf Youtube.

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