KeineWochenShow

#244 – Ein letzter Sirtaki

Sonntag, den 5. September 2021
Tags: , , ,

Nun sind es nur noch drei Wochen bis zur Bundestagswahl, und so langsam kommen wir in die heiße Phase. Deshalb besprechen wir auch das erste Triell bei RTL und die große Wahlplakatparade, die man besonders in Berlin erleben kann.
Die Corona-Lage ist ebenfalls wieder Thema, und auch, dass in Oranienburg nach einem Jahr Pause wieder eine Schlossparknacht stattgefunden hat – allerdings hat sich der Besucherschwand-Trend sehr stark fortgesetzt – und wir rätseln, was da los ist.

Außerdem geht es darum, warum in der Kremmener Altstadt Scheinwerfer rumstehen, was Schauspieler Bjarne Mädel damit zu tun hat und warum es kein Foto von ihm gibt. Es geht um Megastaus rund um Hohen Neuendorf und noch um einiges mehr – in KeineWochenShow #244 auf Youtube.

Hits: 129

aRTikel

Zuhören, nach Lösungen suchen

Samstag, den 29. Mai 2021
Tags: ,

Birgit Neumann-Hannebauer leitet in Kremmen den Gemeindebeirat der evangelischen Kirche – sie möchte mit Menschen ins Gespräch kommen

MAZ Oranienburg, 29.5.2021

Kremmen.
An der Basis sein. Mit Leuten sprechen. Etwas bewegen. Das ist schon lange ihr Credo, schon als sie Leiterin des Bauamtes in Kremmen war. Inzwischen ist Birgit-Neumann-Hannebauer seit sieben Jahren im Ruhestand. Was man so Ruhestand nennt. Denn seit dem vergangenen Jahr ist sie die Vorsitzende des Gemeindebeirats der evangelischen Kirche in Kremmen.
Der Gemeindebeirat kümmert sich beispielsweise um den Besuchsdienst, darum, dass die Kirchen für den Gottesdienst vorbereitet und Texte rausgesucht werden, um Seelsorge und auch um Veranstaltungen, die von der Kirche angeboten werden. „Wenn ich etwas höre, ein Problem oder Ähnliches, dann will ich das in den Gemeindekirchenrat mitnehmen und nach einer Lösung suchen“, sagt die 66-Jährige.

Der Glaube spielt im Leben von Birgit Neumann-Hannebauer schon immer eine große Rolle. „Ich fand es immer wunderbar, dass mir meine Großmutter aus ihrer Bibel vorgelesen hat“, erinnert sie sich. 1969 hatte sie ihre Konfirmation. „Da habe ich auch schon in der Jungen Gemeinde in Kremmen mitgearbeitet.“ Schon ihr ganzes Leben bedeute ihr der Glauben viel. Aus dem Gebet schöpfe sie neue Kraft.
Später traten ihre Aufgaben bei der Kirche ein wenig in den Hintergrund. „Mit der Familie habe ich das nicht mehr so geschafft.“ Es sei aber klar gewesen, dass sie mit ihrem Ruhestand ihr Engagement wieder aufnehmen werde. Aber warum ist ihr das wichtig? „Gerade weil ich denke, dass Gott für uns da ist. Wir können im Gebet mit ihm reden und unsere Sorgen und Freuden ihm anvertrauen.“ Wo sie betet, sei egal. „Es gibt da jetzt kein Ritual, das kommt einfach so.“

Als sie im Sommer 2020 gefragt worden ist, ob sie Vorsitzende des Gemeinderates werden wolle, stellte sie sich zur Wahl. „Weil ich gern organisiere, zuhöre und erzähle“, sagt sie und lächelt. „Meine nächste Aufgabe wird es sein, an einem Konfirmandenunterricht teilzunehmen.“ Sie wolle mit den Jugendlichen ins Gespräch kommen. Es sei wichtig, sich um die nächste Generation zu kümmern.

Die Coronakrise hat auch in Kremmen und den anderen Orten der evangelischen Gemeinde – also Staffelde, Groß-Ziethen, Sommerfeld, Beetz und Wall – dafür gesorgt, dass nur wenige Veranstaltungen stattfinden konnten. Immerhin konnte das Kirchturmfest ein wenig gefeiert werden. „Jetzt ist es erst mal wichtig, dass wir die Mitglieder zur nächsten Sitzung des Gemeindebeirates einladen können“, sagt sie. Denn klar ist: Sie will wieder was tun. „Ich bin nicht der Mensch, der gewählt wird und dann nichts macht. Entweder ich übernehme eine Aufgabe und tue etwas oder ich lasse es sein.“
Eines der Lieblingsfeste der Kirche ist für sie übrigens das Johannisfest im Juni. „Das ist ein richtiges Familienfest.“ Ein weiterer Höhepunkt sei die Predigtreihe im Januar und Februar. So könnte es auch wieder Feste auf dem Kirchplatz geben. „Der Ort hat Charme. Da haben die Leute eine wunderbare Stimmung“, sagt Birgit Neumann-Hannebauer. „Wenn wir können, stehen wir in den Startlöchern.“ Auch will sie daran arbeiten, dass der Frauenhilfe-Kreis in Beetz weiter bestehen kann. Leider gebe es dort keinen „Nachwuchs“.

Es ist nicht das einzige Engagement von Birgit Neumann-Hannebauer. Sie ist auch Übungsleiterin beim Prellball in Kremmen. „Auch die Flüchtlinge sind mir ganz doll wichtig.“ Sie hat für die Kremmener Geflüchteten verschiedene Kurse angeboten, mit ihnen Deutsch gelernt. Bis heute gebe es viele Kontakte. Und ab und zu schaut sie auch noch im Rathaus vorbei.

Hits: 146

aRTikel

Heldin des Tages: Geplant wird trotzdem

Montag, den 19. April 2021
Tags:

Trotz Corona gehen Andrea Busse die Ideen nicht aus – Veranstaltungen, Geschichte und Tourismus

MAZ Oberhavel, 19.4.2021

Kremmen.
Veranstaltungen zu planen, macht momentan nicht wirklich Spaß. „Obwohl ich ja eigentlich ein optimistischer Mensch bin“, sagt Andrea Busse. Aber in den vergangenen Monaten stand am Ende einer Planung meist eine Absage. Ob zum Beispiel das Erntefest 2021 in Kremmen stattfinden kann und in welcher Form, das steht alles noch nicht fest. Umzug? Ein Markt? Ein Bühnenprogramm? „Das versuchen wir gerade alles abzuklopfen.“

Es ist nicht die einzige Aufgabe, die Andrea Busse in Kremmen erledigt. Hauptsächlich arbeitet die 48-Jährige im Tourismusinformationspunkt im Scheunenviertel. Seit November 2014 ist sie bei der Stadt Kremmen angestellt. Sie macht die touristische Öffentlichkeitsarbeit. Sie kümmert sich um das alle zwei Monate erscheinende „Kremmen Magazin“. Außerdem ist sie ehrenamtlich die Vorsitzende des Erntefestkomitees in der Stadt. „Gerade wenn die Feste anstehen, kommt viel zusammen“, sagt sie und lächelt. In den vergangenen Wochen liefen zudem bei ihr die Fäden für die zusätzliche Impfaktion für die Kremmener Senioren zusammen. Und nicht zu vergessen die Umsetzung diverser Aktionen. Neulich war sie dabei, als am Schlossdamm der Strohballen ein österliches Gewand bekommen hatte – dessen Aussehen sie sich mit ausgedacht hatte.

Es gibt nicht wenige Menschen in Kremmen, die sich manchmal fragen, wie sie das eigentlich alles schafft. Aber da winkt sie ab und lächelt wieder. Beim Erntefest vermischt sich beispielsweise Arbeit und Privates. Geht es darum, eine Band zu das Fest zu beauftragen und sich um die Gema-Zahlungen zu kümmern, dann macht sie das als Angestellte der Stadt. Wenn es darum geht, ob man Strohballen an die Bühne stellen kann oder ob eine Kremmener Gruppe angefragt werden muss, dann gehört das zu ihrem Ehrenamt.
Tatsächlich liegt die Veranstaltungsplanung auch in der jetzigen Zeit nicht völlig brach. Sie sei in Kontakt mit Theaterleuten, erzählt sie. „Die sagen, wenn die Leute schon nicht zu uns kommen können, dann muss das Theater aufs Land kommen. Aber das sind immer nur ganz kleine Sachen und Angebote.“ Da werde eine Nische bedient. „Aber wir wollen uns auch nicht vorwerfen lassen, jetzt nichts zu tun. Selbst wenn wir damit nur zehn Leute glücklich machen können, ist das doch schön.“

Vor etwa drei Wochen ist das jüngste „Kremmen Magazin“ erschienen, wie immer gemeinsam mit dem Gemeindebrief der evangelischen Gemeinde. „Da ist alles bei. Ich fahre raus, mache Fotos.“ Sie kümmert sich auch um das Layout der städtischen Seiten und verwertet Texte und Fotos, die ihr zugesendet worden sind. „Pro Seite kommen schon mal vier Stunden zusammen.“

Die Tourismusaktivitäten ruhen allerdings weitgehend. Touristen können eh gerade nicht kommen. Dennoch wolle sie für den Tourismus was vorantreiben. Sie übernimmt auch Führungen durch die Stadt. Mit der kennt sie sich sehr gut aus. Andrea Busse ist Ur-Kremmenerin. „Unsere Familie ist seit 1402 hier ansässig“, sagt sie. Mit Bürgermeister Sebastian Busse ist sie tatsächlich über ein paar Ecken verwandt. „Wir haben denselben Ur-Opa. Wir sind Großcousin und Großcousine“, sagt sie. Bis 2013 hatte sie einen Getränkemarkt. Als im Mai 2014 Gästeführer für Kremmen gesucht worden waren, meldete sie sich und wurde genommen. Als sie in einem Touristenbus unterwegs war und Kremmener Geschichten erzählte, muss irgendwann der damalige Bürgermeister Klaus-Jürgen Sasse mit drin gesessen haben. „Er hat mich dann angesprochen und gefragt, ob ich mir so was beruflich vorstellen könnte. Ich hatte ein Bewerbungsgespräch, ohne es zu wissen.“ Sie wollte den Job und bekam ihn.

Zwei Wünsche hat sie. „Der Umbau der Scheune.“ Die Treppensituation in der Museumsscheune ist nicht optimal. Und auch der Tresen solle umgebaut werden. „Ein echtes Herzensprojekt ist die Cremmische Schaubühne. Die liegt in der Staatsbibliothek zu Berlin.“ Johannes Grübel, Kremmener Bürgermeister im 17. Jahrhundert, hatte es geschrieben und erzählt viel über das Geschehen in der Stadt in der damaligen Zeit. Eine Kopie koste 800 Euro, das Hauptproblem sei aber, dass es jemand transkribieren müsse. Es sei schwer zu lesen. „Aber das stelle ich mir megainteressant vor“, sagt Andrea Busse.

Hits: 138

KeineWochenShow

#224 – Notbremse oder: Das Nichts

Sonntag, den 18. April 2021
Tags: , ,

Langsam befinden wir uns in einer Phase zwischen Wut und Resignation. Die Eindämmungsmaßnahmen gegen das Coronavirus werden immer… ähm. Passiert da eigentlich noch was Nennenswertes? Sprechen Bund und Länder eigentlich noch miteinander? Oder ist man in Berlin zu sehr mit dem Kampf Laschet vs. Söder beschäftigt?
Fast hat man gar keinen Bock mehr über dieses Trauerspiel zu sprechen.

Aber apropos Trauerspiel: Mehr als 3 Millionen Menschen sind mit oder durch das Coronavirus gestorben – am Sonntag findet in Deutschland ein Gedenktag für die Opfer statt. Vielleicht mal ein Moment, um innezuhalten.

Im Interview ist diesmal Karl-Dietmar Plentz. Er betreibt von Schwante aus in Oberhavel mehrere Bäckerei-Filialien. Im Laden in Kremmen spricht er über sein Unternehmen in der Coronakrise.
Außerdem sprechen wir über Tanzverbot, der in Oranienburg mal wieder Probleme hat, über Ekliges unter Palmen und vieles mehr in KeineWochenShow #224 auf Youtube.

Hits: 189

RTelenovela

Dritter Schnelltest in Zeiten des Coronavirus

Donnerstag, den 15. April 2021
Tags: ,

Diese Schnelltests scheinen kein Schema F zu haben. Alle sind sie anders.
Heute hatte ich meinen vierten Coronatest, es war der dritte Schnelltest in einem Testzentrum. Es gibt neuerdings auch eines in der Kremmener Stadtparkhalle. Allerdings nicht so nett wie in Lehnitz, wo man das Auto dafür erst gar nicht verlassen muss. Schnell geht es aber dennoch, was natürlich die Hauptsache ist.

Man geht ins Foyer der Halle, man muss sich ausweisen, dann darf man in den Testraum. Während ich beim ersten Schnelltest das Stäbchen in beide Nasenlöcher bekam und beim zweiten nur in eines, gab es beim dritten eine weitere Variante. Nämlich in den Rachen und in ein Nasenloch. Das war erst mal ein Schock. Man hört ja so diese Geschichten vom Würgereiz, der bei diesem Test ausgelöst wird.
Aber es ging schnell, und in die Nase zu bohren, bin ich ja fast schon gewohnt.

Auf dem Parkplatz vor der Halle bekam ich dann nach 15 Minuten das Ergebnis. Negativ.

Hits: 158

aRTikel

„Wir sollten hier Modellregion werden“

Donnerstag, den 8. April 2021
Tags: , , , , ,

Kremmens Bürgermeister Sebastian Busse über Coronaregeln, die Finanzlage und das Erntefest

MAZ Oberhavel, 8.4.2021

Kremmen.
Zum Abschluss der diesjährigen Reihe „MAZ zu Hause in Kremmen“ äußert sich Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) zu aktuellen Themen.

Halbzeit im Amt des Bürgermeisters. Macht’s noch Spaß?
Sebastian Busse: Ja, definitiv. Am 21. März war Halbzeit. Wie schnell doch die Zeit vergeht, das ist Wahnsinn. Es macht immer Spaß, die Bürgernähe zu haben. Jeder kann sich an mich wenden, egal ob auf der Straße oder über die sozialen Medien, ich versuche stets zu helfen.

Corona hat Ihnen nichts vom Spaß genommen?
Nein. Corona hat uns ja unter Umständen auch wieder mehr Zeit geschenkt für die Familie. Dafür bin ich sehr dankbar. Abendveranstaltungen, Einweihungen fallen ja alle aus. Man sollte bei allen Schwierigkeiten, die die Pandemie mit sich bringt, auch wieder zu schätzen lernen, dass unser Wasser aus der Wand kommt und wir jederzeit Grundnahrungsmittel zur Verfügung haben. Lösungen muss man finden, und kompromissbereit muss man sein.

Vergeht Ihnen manchmal der Spaß, wenn Sie auf die Finanzen der Stadt schauen?
Wir müssen schon mit offenen Augen haushalten und wirtschaften. Aber die Stadt hat die Finanzlage im Blick, da vergeht mir auch nicht der Spaß daran. Ich weiß ja, was passieren wird und kommen kann, so dass die Großprojekte mit Kita, Schule, Feuerwehr und Turnhalle finanzierbar sind. Aber ja, Kremmen kann nur mit Krediten und Fördermitteln solche Großprojekte stemmen. Als Nächstes werden wir einen Nachtragshaushalt für die Feuerwache und die Erweiterung der Kremmener Schule brauchen. Aber wir haben auch schon viel geschafft. Das Rathaus ist digitalisiert, da sind wir weiter als manch andere Kommunen oder Institutionen im Landkreis. Im Juni kann zudem der Erweiterungsbau der Kita Rhinstrolche bezogen werden.

In Oberkrämer wird gebaut ohne Ende, und das Geld dafür scheint immer da zu sein. Kremmen scheint da irgendwie auf der Stelle zu stehen.
Wir haben im Vergleich einiges auf den Weg gebracht. In den letzten zehn Jahren ist Oberkrämer enorm gewachsen, an Einwohnern sowie Gewerbebetrieben, und um wie viel Kremmen? Wir sind minimal gewachsen. Dadurch hat Oberkrämer schon mal höhere Einkommens- und Gewerbesteuereinnahmen. Wenn wir in den nächsten zehn Jahren um 1000 Einwohner wachsen, dann haben wir auch höhere Einnahmen. Ich finde es auch unsolidarisch, dass einer der größten Arbeitgeber in Kremmen hier bei uns keine Steuern zahlt. Da müsste es klare rechtliche Leitlinien von Bund und Land geben.

Im Kremmener Ortsbeirat wurde neulich über einen Grundstücksverkauf durch die Stadt in Groß-Ziethen diskutiert. Es ging an den Meistbietenden, zu einem höheren Preis als der geschätzte Wert. Im Ortsbeirat gab es Kritik, man wolle ein Einheimischenmodell. Was halten Sie davon?
Dazu muss man wissen: Wir haben wenig eigene Grundstücke. Wir haben vielleicht als Stadt noch ein paar eigene Fleckchen. Die große Fläche nahe der Straße der Einheit kann die Stadt Kremmen nicht selbst entwickeln. Da werden wir sicher einen Investor finden, der die Wohnbebauung vorantreibt. Was den Grundstücksverkauf in Groß-Ziethen angeht: Da hieß es, Einheimische hätten da keine Chance gehabt. Es gab zwar Anfragen. Aber am Bieterverfahren haben sich keine Einheimischen beteiligt. Auch nicht die, die vorher nachgefragt hatten. Es gab fünf Bieter, keiner von hier, und da geht es nun mal an den Meistbietenden. Da hat Kremmen auch nichts zu verschenken.

In acht Ortsspaziergängen wurde immer darauf hingewiesen, welche Geschäfte es früher mal gab, die heute nicht mehr da sind. Schmerzt das?
Ja, das schmerzt schon. Im Konsum in Staffelde war ich ja früher selbst noch einkaufen. In der Altstadt in Kremmen gab es früher mehrere Bäcker, die haben alle selber gebacken. Aber da gab es auch noch nicht die großen Discounter. Die Menschen mussten auch noch nicht so viel in der Tasche haben. Es muss Miete gezahlt werden, die Angestellten müssen bezahlt werden, und übrig bleiben muss auch noch was. Immerhin haben wir auf dem Markt wieder mehr Bewegung.

Kremmen hat den Kirchplatz, die Altstadt, das Scheunenviertel und relativ viel Wasser. Täuscht mein Eindruck, dass das touristische Potenzial noch nicht ausgeschöpft wird?
Da liegt es immer am Interesse des touristischen Ortes und des Betreibers, was man denn selber für Ziele hat. Kremmen kann viel bieten, aber das ist noch lange nicht ausgereizt. Wir sind unter anderem gerade dabei, eine Wanderkarte, die die neuen Brücken am Kanal mit aufzeigen soll, zu erstellen. Da soll es drei Wanderrouten geben, eine führt auch durch die Altstadt. Kremmen bietet außerhalb von Corona viele private Initiativen, die die Stadt gerne unterstützt. Stadtführungen sind auch immer wieder gut besucht.

Immer mal wieder heißt es in den Dörfern, dass durch die großen und wichtigen Projekte das meiste Geld in die Kernstadt fließe. Flatows Ortschef Gert Dietrich sagte gar, dass die Entscheidung, sich Kremmen anzuschließen, falsch gewesen sei.
Über die Aussage von Gert Dietrich war ich enttäuscht, dass er da nach 20 Jahren nicht mal über seinen Schatten gesprungen ist. Es fehlt doch an nichts in Flatow! Alles, was ein Problem war, haben wir angepackt oder versuchen wir zu machen. Dass alles seine Zeit braucht, ist normal. Da muss man geduldiger sein. Ich empfand die Zusammenarbeit mit dem Ortsteil Flatow immer positiv. Die Leute in Flatow profitieren von allen großen Investitionen in Kremmens Infrastruktur.

Die Sommerfelder wünschen sich ein neues Bürgerhaus. Angesichts der großen Kremmener Projekte, besteht doch da aber gerade auch keine Chance, oder?
Ich arbeite mit dem Ortsvorsteher Kurth eng zusammen, und er hat es realistisch dargestellt. Wir hatten zwei Orte im Fokus, der Wunschort des Beirates ist nicht genehmigungsfähig. Vielleicht klappt so was in den nächsten zehn bis 20 Jahren, auch in Verbindung mit einer neuen Feuerwache nahe des Sommerfelder Sportplatzes. Momentan ist ja alles da, und die Gaststätten, wo man sich treffen kann, müssen ja auch von etwas leben.

Ihr Parteikollege Frank Bommert setzt sich für eine Öffnungsstrategie ein, für einen Test, wie auch in Coronazeiten Theater und Restaurants wieder öffnen könnten. Könnten Sie sich vorstellen, sich mit der Stadt Kremmen an einem solchen Test zu beteiligen?
Wir sollten hier zu einer Modellregion werden. Ich unterstütze das überall, wo ich kann. Ich sehe hier in Kremmen ganz klar die Gastro- und Beherbergungsbetriebe, auch unser Scheunenviertel mit dem Theater. Wer einen negativen Test vorliegen hat, sollte die Möglichkeit haben, sich zu erholen, essen zu gehen oder Kultur zu erleben. Ich kann den Landrat nur ermutigen, den nächsten Schritt zur Normalität zu wählen! Wir haben seit dem ersten Lockdown nicht viel geschafft.

Angesichts des Regel-Wirrwarrs rund um die Corona-Pandemie kündigte Leegebruchs Bürgermeister Martin Rother kürzlich den Austritt aus der CDU an. Können sie das nachvollziehen?
Ich habe wirklich gezweifelt, als der Donnerstag vor Ostern ein Ruhetag werden sollte. Aber ich werde deshalb jetzt nicht aus der CDU austreten. Die CDU ist in anderen wichtigen Punkten für mich ein Eckpfeiler. Ich versuche immer, das Ganze zu sehen.

Wird es ein Erntefest 2021 geben?
Ja. Abgespeckt. Daran arbeiten wir gerade. Es wird in diesem Jahr was geben. In welcher Größenordnung weiß ich noch nicht.

Hits: 173

KeineWochenShow

#222 – Corostern II

Sonntag, den 4. April 2021
Tags: , ,

Seit mehr als einem Jahr begleiten wir in KeineWochenShow die Coronakrise. In dieser Zeit haben wir einst über den ersten Coronatest gesprochen, Anfang dieses Jahres hatten wir ein Gespräch zur ersten Corona-Impfung. Wir haben gezeigt, wie der Schnelltest in Lehnitz funktioniert, und nun zeigen wir in der Sendung auch, wie man einen Selbsttest macht.
Aber ehrlich gesagt, warten wir auf die Sendung, wo wir das Ende der Krise verkünden und feiern können. Nun feiern wir schon das zweite Corostern. Wie schon 2020 sind wir auch 2021 in einem Lockdown.

In unserer Oster-Ausgabe zeigen wir auch den Osterbrunnen, den es neuerdings in Kremmen gibt. Wir sprechen wir die #NichtSelbstverständlich-Aktion von Joko und Klaas zur Pflegebranche.
Das und mehr in KeineWochenShow #222 auf Youtube. Frohe Ostern!

Hits: 255