RTelenovela

Wenn dir im Tesla das Gehirn wegfliegt

Montag, den 23. Dezember 2019
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Das war überraschend. Nein, ich muss sagen: Es war ein Schock.
Ein Freund von mir hat sich neulich einen Tesla gekauft. Mit allem Schnickschnack, und wenn man im Auto sitzt, dann staunt man.
Wo sich bei mir das Radio befindet, ist im Tesla ein riesiges Display, auf dem man sich auch Youtube-Videos und Netflix-Filme ansehen können. Oder man kann Soundeffekte einstellen, wenn man zum Beispiel beim Abbiegen blinkt, dann gibt es wählbare Geräusche.

Aber dann: Wir verließen im Auto Kremmen, und er gab Gas. Sport-Modus. Es war, als ob mein Gehirn nach hinten gerutscht ist. Fast wie ein Raketenstart, fast wie auf der Wildwasserbahn, wenn es nach unten geht. Ein unfassbarer Druck, weil das Auto so schnell so schnell wurde. Der blanke Wahnsinn, und von diesem Schock musste ich mich erst mal erholen.

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aRTikel

Chronik Kremmen 2019

Freitag, den 20. Dezember 2019
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MAZ Oberhavel, 20.12.2019

Januar: In der Raniesstraße in Kremmen brennt ein Nebengebäude ab. +++ Kremmen hat eine neue gemeinsame Kirchengemeinde. +++ Das Polizeirevier zieht aus dem Rathaus ins Woba-Gebäude.

Brandanschlag auf den Jugendclub in Flatow. Unbekannte haben scheinbar am 14. Januar eine brennende Tonne an die Tür gestellt. Der starke Qualm und Ruß hat innen vieles zerstört. Dass daraus kein großes Feuer geworden ist, war wohl eines Glückssache. Bis zum Sommer dauerten dort die Sanierungsarbeiten.

Februar: Die Ex-Oberschulleiterin Elke Schwabe und Ellen Brunner vom Scheunenviertelverein bekommen die Ehrennadel der Stadt. +++ Großeinsatz: In Amalienfelde brennen ein Schuppen und der Dach eines Hauses. +++ Eine Initiative
sammelt Geld für einen Radweg nach Linum. +++ Die Randbereiche der Alten Dorfstraße in Groß-Ziethen sind saniert.

März: An der Alten Hamburger Poststraße werden neue Meilensteine eingeweiht. +++ Margitta Hammerl hat ihren letzten Tag als Sparkassen-Chefin in Kremmen. Ihr folgt Juliane Brösicke.

April: 274 Menschen beteiligen sich am Bürgerhaushalt in Kremmen und den Ortsteilen. +++ Landwirte schlagen Alarm: Die Böden sind trockener als zu Beginn des Dürrejahres 2018.

Die besten Spargelstecher – das war Ende April ein in Kremmen von der MAZ ausgerufener Wettbewerb. Wer kann in zehn Minuten die meisten Stangen stechen. MAZ-Leser Mario Winter machte am Ende das Rennen.

Mai: Die Kita „Villa Kunterbunt“ in Sommerfeld feiert 60. Jubiläum. +++ Der Überflug von Eurofightern erzeugt eine mächtige Druckwelle. +++ Die neue Buslinie zwischen Oranienburg, Schwante und Kremmen startet. Sie soll 2020 wieder
aufgenommen werden. +++ Auf einem Spargelfeld bei Flatow muss eine Handgranate entschärft werden. +++ Bei der Kommunalwahl siegt die CDU vor UWG/LGU und DUB.

Mehr als 100 Mitarbeiter der Sommerfelder Sana-Kliniken sind im Mai in einen zehnstündigen Warnstreik getreten. „Wir sind es wert“, stand auf der Streikkleidung. Die Angestellten fordern eine Lohnerhöhung um sieben Prozent.

Gleich zwei Musikclips von Bosse sind in Kremmen und Umgebung entstanden. „Ich warte auf dich“ mit Bjarne Mädel ist Anfang Februar veröffentlicht worden. Im Mai wurde unter anderen in Sommerfeld gedreht – für „Hallo Hometown“. Anwohnerin Sabrina Schepler stellte dafür auch ihr Grundstück zur Verfügung.

Juni: Das Sommerfelder Projekt „Dorv“-Laden ist gescheitert. Das Interesse ist zu gering. +++ Alle bisherigen Ortsvorsteher werden wiedergewählt. +++ Die Fußballer von Holstein Kiel trainieren in Kremmen.

Madline Fojut ist die Erntekönigin 2019/20 in Kremmen. Beim Tourismustag im Juni auf dem Spargelhof ist sie vorgestellt worden. Den größten Einsatz hatte sie beim Erntefest Ende August im Scheunenviertel. Seit 2001 lebt sie in Kremmen und ist in festen Händen, wie sie sagt. „Jetzt kommt meine Zeit“, sagte sie im Sommer.

Juli: Der Zutritt zum Strand am Kremmener See kostet nun Geld. +++ An der Beetzer Schule entsteht im alten Werkraum ein neuer Klassenraum. +++ Der Scheunenviertelverein feiert 25. Jubiläum. +++ Flatow feiert 110 Jahre Feuerwehr. +++ Andreas Dalibor verlässt die SPD.

Das Punkfestival „Resist to Exist“ sollte Anfang August in Kremmen stattfinden. Erst wenige Tage davor ist entschieden worden, nach Berlin-Marzahn auszuweichen. Im Juni fand auf dem Gelände am Oranienburger Weg
ein Pressetermin statt. Lokalpolitikern und den Organisatoren ist es dennoch nicht gelungen, das Festival für Kremmen zu retten. Im Landratsamt in Oranienburg ist auf eine Baugenehmigung beharrt worden. Es bestand das Verbot, Zelte und Catering aufzubauen. Inzwischen ist klar: Auch 2020 wird „Resist to Exist“ nicht in Kremmen stattfinden. Die Organisatoren wollen langfristig aber zurückkehren, heißt es.

August: Im Beetzer Hort werden Räume gesperrt. Treppe und Fluchtweg seien zu eng. +++ Wochenlang liegt Sanitär-Müll im Wald von Ludwigsaue.

September: Bei der Landtagswahl siegt in Kremmen die AfD vor SPD und CDU. +++ Der hohe Krankenstand im Rettungsdienst sorgt in Kremmen und Staffelde für Probleme. +++ Der Kremmener Tourismusverein löst sich auf.

Oktober: RE 6 und RB 55 fallen aus – die Bahn sorgt ständig für Probleme. +++ Die A 24 wird gesperrt. Ein Wochenende lang rollt der Verkehr über die Dörfer: Chaos! +++ „Webers Eck“ in Sommerfeld soll neu bebaut werden. +++ Hans-Georg Maaßen tritt auf dem Spargelhof auf.

Trauer in Beetz: Bäckermeister Mike Bollig ist im Oktober mit nur 55 Jahren verstorben. Ein paar Tage danach ist die Bäckerei ein letztes Mal geöffnet worden – zu Ehren des Beetzers. Die Familie und Angestellte haben sich dafür zusammengetan.

November: Medikamentenmangel. Auch in Kremmen gibt es Engpässe bei Ibuprofen und anderen Mitteln. +++ Bei der Schleppjagd in Staffelde kommt es zum Zwischenfall. Ein Begleitauto fährt in einen Graben. +++ In der Kita „Räuberhöhle“ in Staffelde gibt es zusätzliche Räume. +++ Der für den Brand im November 2018 in der Ruppiner Straße Verantwortliche, muss drei Jahre in Haft.

Dezember: Zum Jahresende gibt Stadtbrandmeister Gerd Lerche seinen Posten ab.

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KeineWochenShow

#154 – She’s got the Look

Sonntag, den 15. Dezember 2019
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“The Look” war der wohl größte Hit von Roxette. Nun ist Sängerin Marie Fredriksson gestorben, und in KeineWochenShow werden wir sie würdigen.

Und auch sonst werfen wir wieder einen Blick auf die Woche: Der Brexit steht nun doch bevor. Miss Brandenburg kommt aus Oranienburg. Das Punkfestival “Resist to Exist” kommt auch 2020 nicht nach Kremmen. Dafür war die Schlagersängerin Kristina Bach in Hennigsdorf. Es geht um den baldigen Drehschluss in der Lindenstraße und um die wunderbare Sendung “Die Geschichte eines Abends”.

Das und noch mehr in KeineWochenShow #154 auf Youtube.

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RTZapper

Polizeiruf 110: Mitternachtsfall

Montag, den 9. Dezember 2019
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MO 09.12.2019 | 23.30 Uhr | rbb

Immer mal wieder war Kremmen auch Drehort für Kino- oder Fernsehfilme. Im Sommer 1988 ist unter anderen in Kremmen und Orion der „Polizeiruf 110: Mitternachtsfall“ für das Fernsehen der DDR entstanden. Erstmals ausgestrahlt worden ist er am 8. Januar 1989 im 1. Programm des DDR-Fernsehens. Am Montagabend zeigt der rbb diesen Film noch einmal. Es ist der 125. Film aus der „Polizeiruf 110“-Reihe und der 75. Fall von Hauptmann Peter Fuchs, gespielt von Peter Borgelt.

Im Film zu sehen sind der Marktplatz mit dem Brunnen in Kremmens Zentrum, der damals noch etwas anders aussah als heute. Szenen entstanden am Bahnhof und auch am und im Stall der heutigen Orion Agrar GmbH, bei der damaligen LPG.
„Die Fernsehleute hatten uns angefragt“, erinnert sich Ellen Brunner. Vermutlich über Mundpropaganda sei man auf die LPG in Orion gekommen, vermutet sie. „Sie haben ja auch bei uns dann im Sauenstall gedreht.“ So gibt es eine Szene mit dem DDR-Star Fred Delmare, der in „Mitternachtsfall“ eine der Hauptrollen spielt, und Peter Bause, im Film der LPG-Vorsitzende.

Aus Orion stammt aber auch der Eber, der im DDR-Krimi eine Rolle gespielt hat. „Der taucht hier auch einmal in Kremmen auf.“ Ansonsten fanden die Dreharbeiten aber auch in Schönerlinde, im damaligen Kreis Bernau statt. „Wir mussten den Eber dann immer hin- und herfahren“, erinnert sich Ellen Brunner. Das sei durchaus problematisch gewesen. Aus seuchenschutzrechtlichen Gründen mussten die Kreistierärzte aus Oranienburg und Bernau den Transport zwischen Kremmen und Schönerlinde immer wieder neu absegnen.
Es sei mitunter während der Dreharbeiten im Sommer 1988 ziemlich warm gewesen. „Irgendwann wollte der Eber dann nicht mehr auf den Viehwagen steigen.“ Konsequenz: Er wurde nicht gefahren, sondern er musste selbst von Kremmen nach Orion laufen.
In einer Szene musste der Eber betrunken erscheinen. Für diese Szenen musste nachgeholfen werden. Durch Narkosemittel, gegeben von einem Tierarzt, wurde das Tier flach und taumelig gehalten. „Da hat man sich früher wohl nicht so einen Kopf gemacht“, sagt Ellen Brunner.

Im „Mitternachtsfall“ geht es um den Schweinezüchter Wilhelm (Fred Delmare), der schwer verletzt aufgefunden wird. Hauptmann Peter Fuchs (Peter Borgelt) und Oberleutnant Thomas Grawe (Andreas Schmidt-Schaller) nehmen die Ermittlungen auf. Es kommt raus, dass der Schweinezüchter zu viel trinkt und Ärger mit dem LPG-Vorsitzenden hat.
Ellen Brunner hat den Film mehrfach gesehen. „Den haben sie öfter gezeigt. MDR und rbb bringen ja immer wieder die alten Polizeiruf-Filme.“ Auch andere Filme oder Serien seien in Kremmen gedreht worden. So seien Szenen für die DDR-Fernsehserie „Das unsichtbare Visier“ am Bahnhof entstanden, erinnert sich Ellen Brunner.

(für MAZ Oranienburg, 5.12.2019)

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RTelenovela

Palmöl: Bitte meiden!

Sonntag, den 24. November 2019
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Umweltschutz ist nicht zwingend etwas, was Spaß macht. Deshalb haben vermutlich auch so viele keine Lust darauf, weil wir hier und da unsere Bequemlichkeiten aufgeben müssen. Da nehme ich mich gar nicht aus.

Deshalb war es am Freitagabend auch durchaus beeindruckend zu sehen, wie sich die Jugendlichen in Kremmen mit dem Thema befasst haben. In Nutella ist Palmöl, und nicht nur in diesem süßen Lebensmittel. Aber Palmöl ist schlecht, weil unter anderem dafür Regenwald abgeholzt wird. Wie die Kremmener erzählten, sind deshalb zum Beispiel auch Affenarten gefährdet.

Die Jugendlichen haben sich ernsthaft damit befasst. Eigentlich waren sie im Serengeti-Park in Hodenhagen, um auf Safari zu gehen. Aber zu dem Ausflug gehörte auch eine Bildungseinheit. Und was sie da gelernt haben, muss sie sehr beeindruckt haben.
Nun wollen sie schauen, wo denn überall Palmöl drin. Und womöglich versuchen, das Zeug weniger zu verbrauchen. Was nicht einfach nicht, weil es in vielen süßen Lebensmitteln enthalten ist.

Am Freitag gab es Schokocremes ganz ohne Palmöl – die Jugendlichen haben es hergestellt. Und man sieht: Es funktioniert. Im Supermarkt kann jeder nachschauen, welche Stoffe in den Produkten enthalten ist und womöglich verzichten. Dass die Jugendlichen in Kremmen dieses Thema ehrlich berührt, zeigt aber auch, dass wir sie ernster nehmen sollten, als viele Erwachsene es momentan tun.

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Dreifacher Abschied im Sommer 2020

Samstag, den 5. Oktober 2019
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Die Kitaleiterinnen in Flatow, Hohenbruch und Sommerfeld erzählen über den nahenden Ruhestand

MAZ Oberhavel, 5.10.2019

Kremmen.
2020 wird an den Kitas in Flatow, Hohenbruch und Sommerfeld das Jahr der Abschiede. Im Sommer werden die Leiterinnen Kathrin Busse-Staufenbiel, Anita Hahn und Elke Schilling in den Ruhestand gehen.

Elke Schilling wird pünktlich zum 45. Dienstjubiläum gehen. Am 1. August 1975 trat sie nicht nur ihren Dienst an, sie wurde auch gleich Leiterin der Sommerfelder Kita. „Ein bisschen Wehmut ist immer dabei“, sagt sie. „Aber es überwiegt auch die Freude, dann mehr Zeit zu haben.“
Anita Hahn leitet die Hohenbrucher Kita seit 1979. Freut sie sich auf den Ruhestand? Sie überlegt. „Ich bin mir noch nicht so sicher“, sagt sie dann. „Einerseits freue ich mich, aber ich weiß nicht, ob ich absolut loslassen kann, man fühlt sich ja mit der Einrichtung sehr verbunden.“
„Ich werde auf alle Fälle mehr Zeit für mich haben“, sagt Kathrin Busse-Staufenbiel. Zeit für mehr Bewegung, ihren Mann, den Hund und natürlich die Enkel. „Mehr Zeit für die Familie und mich selber“, antwortet auch Elke Schilling auf die Frage, wie sie ihren Ruhestand nutzen will. Anita Hahn sieht das auch so.

Denn der Zeitfaktor ist für die drei Frauen wichtig. Alle drei arbeiten in ihrem verantwortungsvollen Job mehr als die Regelarbeitszeit es vorgibt. „Man ist in Gedanken immer bei seiner Verantwortung, die man hat“, sagt Kathrin Busse-Staufenbiel. „Das ist nicht nach 40 Stunden vorbei“, ergänzt Elke Schilling. „Man überlegt auch in der Freizeit immer wieder, wie man jedem gerecht werden kann.“ Hinzu kommen die üblichen Konferenzen. Am Dienstag erst trafen sich alle Kitaleiterinnen im Kremmener Rathaus zur Besprechung. „Viel Bürokratie“, sagt Elke Schilling. Sie hätte gern weniger davon, dafür mehr Zeit, sich um die Kinder ganz konkret zu kümmern.

Alle drei Frauen sind jahrzehntelang im Dienst, deshalb haben sie inzwischen auch mehrere Kindergenerationen in ihren Kitas betreut. „Man wird schon mal angesprochen“ , erzählt Elke Schilling. „Na, Tante Elke“, habe ihr mal ein Mann zugerufen. „Ich habe ihn aber nicht erkannt und meinte dann: Wenn du mir jetzt noch sagst, wer du bist …“ Als der Mann dann gelacht habe, habe sie auch gleich gewusst, wer er war. Kathrin Busse-Staufenbiel nickt und sagt: „Es ist immer eine große Freude, wenn wir jemanden wiedererkennen.“ Anita Hahn fügt hinzu: „Wir haben ja auch oft schon von den Kindern die Kinder bei uns.“
In den vielen Jahren haben sich aber auch die Kinder verändert, finden sie. „Sie sind selbstbewusster geworden“, sagt Kathrin Busse-Staufenbiel. „Aber auch aufgeschlossener und mitteilungsfreudiger. Ebenso fordernder, was die Aufgaben angeht.“ Elke Schilling stimmt ihr zu und erklärt: „Man muss konsequent sein, wenn es um Regeln geht. Kinder brauchen ihr Nest, ihre Zuneigung. Sie müssen wissen, wo sie hingehören.“
Aber auch die Arbeit mit den jeweiligen Kollegen ist allen drei sehr wichtig. „Wenn ich meine Kollegen nicht gehabt hätte, wäre gar nichts gelaufen“, sagt Elke Schilling. Zusammenhalt sei ihr sehr wichtig. „Den wollen wir auch an die jüngere Generation weitergeben.“ Anita Hahn lächelt und ergänzt: „Ohne die Kollegen und die Eltern wäre ich überhaupt nichts.“

Alle drei sind inzwischen 60 Jahre und älter. Da fällt einiges schon schwerer. „Der Lärm“, sagt Kathrin Busse-Staufenbiel. „Die täglichen Aufgaben fallen schwerer“, sagt Anita Hahn. „Ich merke, ich bin am Abend ganz schön k.o, das war vor zehn Jahren noch nicht so.“
Wie sie ihren letzten Arbeitstag verbringen werden, ist noch nicht klar. „Da habe ich noch nicht drüber nachgedacht“, so Kathrin Busse-Staufenbiel. „Da möchte ich noch nicht dran denken“, sagt Anita Hahn. „Da wird es sicher Tränen geben“, vermutet Elke Schilling. „Aber da gebe ich einen aus.“

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Ein Hoch auf die Technik (56): Luft! Ich brauche Luft!

Freitag, den 27. September 2019
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(55) -> 8.8.2019

An immer mehr Tankstellen muss man auch schon für Luft bezahlen, auch in Kremmen. Dafür haben sie sich aber einen tollen Automaten angeschafft, der auch ordentlich Rabatz macht.
Allerdings muss man sich erst mal ausführlich die Gebrauchsanweisung durchlesen. Hätte ich es mal am Anfang getan.

Ich parkte seitlich am Automaten, ich schon das 1-Euro-Stück rein, und schon bollerte das Gerät los. Wie eine Diesel-Lok, die auf der Stelle steht. Dann zog ich den Schlauch raus, der aber so am Gerät befestigt ist, dass, wenn man den Schlauch loslässt, er sich fix selbstständig wieder einrollt. Man darf das Ding also keineswegs loslassen.

Das seitliche Parken erwies sich auch als schwierig. Denn der Schlauch ist relativ unelastisch, er droht auf dem Autoblech entlangzuschleifen. Also muss man das Ding biegen. Ich hockte mich hin, damit der Schlauch unterhalb der Motorhaube entlangläuft. Nicht so einfach. Ich erreichte das Ventil auf der automatenabgeneigten Seite und setzte die Pumpe aufs Ventil. Was ich nciht bedacht hatte: Ich hätte schon vorher einstellen müssen, wie viel Bar ich brauche. Also wieder zurück, Schlauch raus – denn wenn die Pumpe auf dem Ventil sitzt, kann man am Automaten keine Werte verstellen.

Irgendwann klappte das alles. Vor dem Auto hockend kriegte ich das Luftpumpen dann doch noch hin, und am Ende war klar, dass man den Euro auch für das abwechslungsreiche Technik-Entertainment bezahlt.

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