RTZapper

Wer rettet die Schwarzwaldklinik?

Dienstag, den 16. September 2008
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MO 15.09.2008 | Märkische Allgemeine

Fans bekommen aber auch nie genug. Wenn eine Serie zu Ende ist, wollen sie das einfach nicht auf sich sitzen lassen. Protestieren und machen Unterschriftenaktionen.
Das waren noch Zeiten! Als Professor Brinkmann durch die Räume der “Schwarzwaldklinik” lief und alle Patienten freundlich begrüßte. Als sich Oberschwester Hildegard und Pfleger Mischa zofften. Als sich Schwester Elke und Dr. Udo Brinkmann ineinander verliebten.
Das ist lange her. Vor 20 Jahren war die Serie die erfolgreichste im ZDF, erreichte Traumquoten, wurde in zig Länder verkauft. Dann, mit Udos und Elkes Hochzeit, war Schluss. Wenns am schönsten ist, solle man aufhören, sagte Produzent Wolfgang Rademann damals.
Ganz hielt er nicht Wort: Ein Weihnachtsspecial und zwei Filme folgten. Aber eine Serie? Nein, die wird es nicht geben.
Das erbost die Fans. Sie wollen neue Folgen, schreibt die MAZ. Dass viele der Darsteller gar nicht mehr leben, interessiert sie offenbar nicht. Dass es die “Schwarzwaldklinik” von damals so gar nicht mehr geben kann, auch nicht.
Das ZDF blockt, Rademann sowieso.
Fanclub-Leiterin Tanja Junginger hat es mit der Aktion immerhin durch die dpa in viele Zeitungen geschafft. Ihre Forderung ist dennoch albern. Sogar einen neuen Sender wollen sich die Fans suchen. Selbst unter anderem Namen können sie sich die Serie vorstellen, wenn das ZDF nicht mehr will – und die haben die Rechte am Titel.
Irgendeine Arztserie, die im Glottertal spielt mit irgendwelchen Darstellern (und vielleicht vereinzelte Altdarstellern) auf irgendeinem Kanal.
Die Hardcore-Schwarzwaldklinik-Fans sind da aber sehr beliebig. Ich, auch ein SWK-Fan, erfreue mich immer wieder gern an den alten Folgen. Die Neuen könnten sowieso nie und nimmer an diese Alten heranreichen. Rademann sagt das auch. Er hat definitiv Recht.

RTZapper

Die Schwarzwaldklinik: Die nächste Generation

Montag, den 10. September 2007
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SO 09.09.2007, 20.15 Uhr, ZDF

Okay, okay, ich als “Schwarzwaldklinik”-Fan hatte mich bei der Erstausstrahlung der “neuen Generation” auch gefreut, dass die serie nochmal ausgemottet wurde. Dennoch müssen wir feststellen: Diese Typen vom Fernseher können entweder nicht rechnen oder wollen uns komplett verarschen.
“Die nächste Generation” spielte 20 Jahre danach. Was “danach” auch immer heißen mag. 20 Jahre nach Serienstart? 20 Jahre nach Serienende?
Wie auch immer: Benjamin Brinkmann würde es so oder so nicht zum Chefarzt einer Klinik schaffen. Auch nicht im Glottertal. Man kann rechnen wie man will: Benjamin wäre erst 20 bis 22 Jahre alt. In der Folge von Sonntag war er mindestens 30. Wenn nicht älter.
Aber egal, die doofen Zuschauer nehmen uns das auch so ab. Das denkt ihr Fernsehmacher doch, oder?
Oder in welcher fernen Zukunft spielte die Folge? Nur leider waren auch nicht die anderen Mitspieler entsprechend gealtert.
Nein, nein, Herr Rademann! Sie sind vielleicht ein guter Fernsehmann – rechnen können Sie jedenfalls nicht. Aber wahrscheinlich ist Ihnen das auch wurscht.

RTelenovela

Berlin, Köln, Hamburg, Glottertal, Rügen: Meine Lieblingsorte

Freitag, den 22. September 2006
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Der Kölner Dom ist der Lieblingsort der Deutschen. Gewählt vom ZDF-Publikum für die Show “Unser Besten”.
Köln also. Da ist was dran.
Der Kölner Dom zieht tatsächlich auch mich in den Bann. Er strahlt etwas sehr Faszinierendes aus. Schon dreimal war ich in Köln (1991, 2000, 2003) und dreimal entsprechend auch im Dom (->4.7.2003). Es hat etwas sehr erhebendes, schon wenn man ihn von weitem sieht. Ich könnte mir durchaus vorstellen, in Köln zu leben.
Auf Platz 2: das Brandenburger Tor in Berlin. Auch ein sehr wichtiger Ort. Klingt vielleicht pathetisch: aber das Tor symbolisiert für mich noch immer (und für immer) die deutsche Wiedervereinigung. Ich kann nicht hindurch laufen, ohne darüber nachzudenken, dass ich Silvester 1989 auf West-Berliner Seite noch vor der Mauer stand, die vor dem Tor war. Noch Monate davor war daran noch gar nicht zu denken.
Der Hamburger Hafen ist auf Platz 8. Hamburg – auch eine tolle Stadt. Der Hafen ist immer wieder einen Besuch wert. Die neue Hafencity, die St. Pauli Landungsbrücken (-> 2.8.2005). Nicht zu vergessen die Reeperbahn (-> 6.12.2004). Auch hamburg wäre ein Kandidat zum Wohnen.
Lustigerweise war auch das Glottertal in der Liste der schönsten 50 Orte in Deutschland. Als ich 2003 dort war, war ich fasziniert. Nicht nur von der “Schwarzwaldklinik”, sondern auch vom Schwarzwald an sich. Eine wunderschöne Gegend (-> 29.9.2003).
Und natürlich – mein zweites Zuhause: Rügen (-> 14.7.2006). Baabe. Göhren. Jedes Jahr zieht es mich auf die Insel. Warum Rügen mit den Kreidefelsen so weit hinten lag (nur in den 40ern) – die Leute haben einfach keine Ahnung…

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ZAPPER VOR ORT: Schwarzwaldklinik

Montag, den 29. September 2003
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SO 28.09.2003, Glottertal

Ganz in der Nähe der südbadischen Stadt Freiburg befindet sich in dem kleinen Dörfchen Glottertal im Schwarzwald die Reha-Klinik „Glotterbad“. Keine normale Klinik. In den 80ern wurde sie als „Schwarzwaldklinik“ in ganz Deutschland bekannt. Die ZDF-Serie erreichte einst gigantische Einschaltquoten, um die 25 Millionen Zuschauer waren in Spitzenzeiten dabei. Inzwischen zigmal wiederholt, gerade jetzt wieder im ZDF-Vormittagsprogramm.
Seinerzeit müssen unzählige Touris nach Glottertal gepilgert sein, um sich die Fernsehkulisse näher anzusehen. Nicht wenige haben sicher gehofft, dass ihnen Professor Brinkmann und die reizende Oberschwester Hildegard persönlich „Guten Tag“ sagen und sie einladen, an der Visite teilzunehmen. An all das erinnert noch heute ein großer Parkplatz, an dem vorne das TV-Logo der „Schwarzwaldklinik“ prangt. Die Gemeinde hat also mitgedacht damals. Ein weiteres Schild weist auf den Weg zur „Fernseh-Schwarzwaldklinik“ hin. Für den normalen Verkehr aber gesperrt.
Dieser Weg (zu Fuß) ist beschwerlich. Bergauf. Und lang. Außerdem regnet es. Aber wenn ich schon mal da bin, dann will ich dieses verdammte Gebäude auch mal sehen, was mich als Kind früher jeden Sonnabend so fasziniert hatte. Da muss ich jetzt durch. Und kein Professor Brinkmann, der spontan vorbeikommt und mich mitnimmt.
Ein wenig durchnässt und angesichts des langen Anstieges völlig am Ende, stehe ich nun davor. Aha, so, so. Das ist also die „Schwarzwaldklinik“. Schön. Na, dann kann ich ja auch wieder gehen. Es war kurz, aber irgendwie hatte es was. Was genau, weiß ich zwar jetzt immer noch nicht, aber egal. Und dass hinter mir noch andere Touris auftauchten, war dann auch erleichternd. Bin ich also nicht der Einzige, der sich irrsinnigerweise auf diese Strapaze eingelassen hat. Und außerdem könnte sich Professor Brinkmann ruhig ein wenig mehr um seine interessierten Gäste kümmern…