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Der große Schock der Paola Felix

Samstag, den 14. Februar 2015
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8/2015 | Freizeitwoche

Manchmal muss man die Schreiber bei den Regenbogenblättern ja fast bewundern. Einfach so aus dem Nichts eine Megastory aus dem Hut zu zaubern – das schafft wirklich nicht jeder. Im Fall der Freizeitwoche ist es nicht mal ein Pups, der zum Aufreger gemacht wird, sondern hier musste selbst dieser Pups erst mal kreiert werden.

Paola Felix ist auf dem Cover zu sehen, dazu die Schlagzeile: “Was für ein Schock! Ihr Lebenstraum ist in Gefahr!”
Was ist passiert? Hat sie viel Geld verloren? Ist sie schwer krank? Was könnte so einen Schock auslösen?

Nun ja, ich sag’s mal so: Vermutlich ist selbst der Schock ausgedacht. Es könnte sein, dass Paola erst durch die rührigen Journalisten erfahren hat, dass sie unter Schock steht.
Es ist nämlich so: In dem Ort, in dem Paola lebt, passieren ab und zu Verbrechen. Einbrüche und so.
Daraus hat die Freizeitwoche konstruiert, dass Paola darüber so in Angst ist, dass sie… ähm, ja. Also, man weiß es nicht genau. Vielleicht kurz besorgt war, dass auch bei ihr jemand einbrechen könnte.
Man könnte auch sagen: eine alltägliche Geschichte.
Da muss man erst mal drauf kommen, daraus einen Aufreger zu basteln, und es wundert mich immer wieder, dass Leute einen solchen Mist kaufen und sich nicht nach Strich und Faden verarscht fühlen.

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Maxi Arland: Schäbiges Versteckspiel um seine Hochzeit

Montag, den 20. Juli 2009
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30/2009 | Freizeitwoche

Die Freizeitwoche-Redakteure… Nein, falsch. Ich fange noch mal neu an.
Die Fans von Maxi Arland sind echt sauer. Der Volksmusik-Moderator hat nämlich am 11. Juli geheiratet. Und zwar seine langjährige Freundin Andrea. Und ohne die Freizeitwoche! Das ist natürlich sehr schade für die Redakteure der Freizeitwoche Fans von Maxi. Die Freizeitwoche hatte in der Ausgabe 30/2009 nur Schappschüsse, auf denen nicht wirklich was er erkennen war, zu bieten. Dafür die beknackte Überschrift “Schäbiges Versteckspiel um seine Hochzeit”. Schäbig, weil nicht in der Freizeitwoche? Ganz schön schäbig. Von der Freizeitwoche.

Und die Maxi-Arland-Fans sind bestimmt auch gar nicht so enttäuscht. Höchstens vielleicht von eben jener Freizeitwoche.
Maxi Arland hat die Hochzeitsstory nämlich komplett an die Super Illu verkauft. Auf mehreren Doppelseiten wird die Vermählung ausgeweitet.
Da freuen sich die Maxi-Arland-Fans. Die Freizeitwoche-Redakteure dafür weniger.

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Günther Jauch: Wie wird er mit dem schweren Verlust fertig?

Dienstag, den 29. Juli 2008
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31/2008 | Freizeitwoche

Das klingt dramatisch: “Behörden-Irrsinn” schreibt die Freizeitwoche in ihrer neuesten Ausgabe. Und dann: “Günther Jauch: Wie wird er mit dem schweren Verlust fertig?”
Was ist da bloß passiert? Hat die Freizeitwoche etwa intime Details aus Jauchs Privatleben? Normalerweise gibt der Moderator nichts heraus, was das betrifft.
Nein, es geht um die “5 Millionen SKL Show” bei RTL. Sie wurde abgesetzt, weil es neue Gesetze in Sachen Glücksspiel gibt. Aus rechtlichen Gründen also das Aus.
Das ist alles. Für Jauch sicher doof, aber doch nicht dramatisch. Man kann nicht gerade behaupten, dass er unterbeschäftigt ist.
Doch die Dämlichkeit des Freizeitwoche-Artikels geht weiter: Ist Jauch nun so sauer, dass er auch seine “Wer wird Millionär?”-Show hinschmeißt? Mal abgesehen davon, dass die Freizeitwoche ihren Lesern eine Antwort darauf schuldig bleibt und im Übrigen auch die frage in der Überschrift komplett ignoriert (es wird nichts darüber erzählt, wie denn nun der Herr Jauch mit dem schweren Verlust fertig wird).
Fassen wir zusammen: völlig aufgeblasen, voller Spekulationen, voller Fragen, ohne Antworten. Was für ein Müll.

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Freizeitspaßwoche

Samstag, den 12. Mai 2007
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Sie haben ein zum Verwechseln ähnliches Logo. Sie kosten beide 80 Cent. Haben beide 80 Seiten. Gleiche Themen, gleiche Aufmachung. Wenn man im Zeitungskiosk nicht genau aufpasst, könnte man zur falschen Zeitschrift greifen. Und es zu Hause unter Umständen nicht mal merken.
Die eine Zeitschrift heißt “Freizeitwoche” und erscheint in der Bauer-Verlagsgruppe, die andere nennt sich “Freizeitspaß” und ist ein Burda-Produkt.
Während die Freizeitwoche “super günstig” ist, steht an gleicher Stelle auf der Freizeitspaß: “Die Bessere!”. Nun ja, das kann man so nicht sagen. Passender wäre vielleicht: “Die Gleiche”. Das würde es auch für die Leser leichter machen. Denn selbst die Seiten 2 bis 5 gleichen sich thematisch und im Layout total. Ansonsten: klatsch und Tratsch, Rätsel auf 20 Seiten (natürlich in beiden Zeitungen), Medizin und Kosmetik. Was frau eben gern liest.
Übrigens nennt sich die Freizeitwoche “das Original”. Stellt sich also die Frage: Hat man bei Burda nichts besseres zu tun, als andere Zeitschriften zu kopieren? Ist dort tatsächlich das kreative Potenzial dermaßen im Arsch?