ORA aktuell

Oranienburger Suppenladen darf öffnen

Freitag, den 14. September 2018
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Gudrun Fromm und Hans-Jürgen Schreier dürfen ihren Suppenladen “Cook rein” in der Schulstraße eröffnen. Das teilten die Geschäftsleute mit. Eigentlich sollte das Geschäft schon Anfang Juli öffnen – doch dann fehlte eine Bombenfreigabe.

Bedingung für die Öffnung des Ladens: Es dürfen keine Sitzmöglichkeiten angeboten werden. Denn es gilt die Nutzungsgenehmigung aus dem Jahr 2006, als sich dort ein Backshop befand. Diese greift nun auch wieder mit der Maßgabe, dass kein Kunde sich im Laden setzen darf. Ansonsten wäre es eine Umnutzung.

ORA aktuell

Neuer Imbiss in Oranienburg: Grilltime

Dienstag, den 11. September 2018
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Oranienburg bekommt einen neuen Imbissladen. Die “Grilltime” öffnet am Dienstag erstmals. In dem Geschäft an der Stralsunder Straße, Ecke Schulstraße, gibt es Döner, Pizzen, Brathähnchen und mehr.

Erst im März hatte im selben Laden der “Food Point” eröffnet, der allerdings schon nach wenigen Tagen wieder geschlossen worden ist.

Unweit der “Grilltime” bietet die “Sky Oase” dasselbe Angebot, unweit davon befindet sich auch ein Dönerladen am Bahndamm in der Stralsunder Straße.

RTelenovela

Wer fremdes Wasser säuft, kennt die Theatergeflogenheiten nicht

Sonntag, den 9. September 2018
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Es war empörend, was da am Sonnabendabend in der Theaterpause im Berliner Schlossparktheater passiert ist. Wollten wir doch glatt ein Fremdwasser saufen.

Um in der Pause nicht nach Speisen und Getränken anstehen zu müssen, kann man im Schlossparktheater in Steglitz, am Tresen schon vorher was bestellen und bezahlen, und dann steht das alles schon auf einem bestimmten Tisch.
Als wir dann in der Pause an unseren Tisch kamen, standen zusätzlich noch ein Wasser und eine zweite Cola auf dem Tisch. Warum, wussten wir nicht so genau, das Glas Wasser hat meine Begleiterin gleich mal geöffnet – obwohl wir das nicht bestellt hatten.

Dann der Eklat. Ein Mann kam zu unserem Tisch. Das sei sein Wasser, sagte er. Kurz waren wir verwundert, aber dann war klar, dass an diesem Tisch zwei Bestellungen hingestellt worden sind. Wir konnten uns nur entschuldigen, zumal vom Wasser noch nichts fehlte. Außer, dass es schon ins Glas gegossen war.
Der Mann aber war EMPÖRT. Wir würden uns wohl mit den Geflogenheiten in einem Theater nicht auskennen, und das sei ja unerhört. Seine EMPÖRUNG war echt, und eigentlich war das schon ziemlich lustig, wie man sich denn wegen so eines kleinen Fehögriffs so aufspulen kann.
Seine Frau kam dann auch noch dazu. Die sagte nichts, guckte aber wie: Ist ja ekelhaft, was sich so für Leute im Theater rumtreiben.

Es ist schon erstaunlich, wie schnell man manche Leute auf die Palme bringen kann. Ob das Frust oder pure Arroganz ist, ist eigentlich egal. Lächerlich aber in jedem Fall.

RTelenovela

Anstehen für den Gemüsedöner? Och nö!

Samstag, den 25. August 2018
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Es gibt Situationen, die muss man sehen. Sonst würde man sie nicht glauben.
Am Mehringdamm in Berlin-Kreuzberg, fast vor der Tür vom BKA-Theater, gibt es einen Imbiss, in dem es Gemüsedöner gibt. Nun interessieren mich Gemüsedöner herzlich wenig. Viel spannender ist die ewig lange Schlange an dem Lädchen. In Zweier- und Dreierreihen stehen die Leute an, um diesen ach so gesunden Imbissfraß zu bekommen.
Vermutlich steht die Bude in diversen Tourismusführern, und die Touris kommen in Scharen. Oder stellen sich wirklich Berliner dort eine halbe Stunde an, um vor dem Imbiss zu verhungern?
In der DDR kannten wir solche Schlangen durchaus, wenn es nach Monaten oder Jahren mal wieder irgendwelche Bückware gab – aber einen Kreuzberger Gemüsedöner? Das wirkt grotesk.

Wir gingen stattdessen zum “Curry 36″. Vielleicht auch Kult und in irgendwelchen Reiseführern – aber ohne ewig lange Schlange. Boulette mit Pommes. Und Currywurst mit Pommes. Plus Majo. Lecker! Wir waren auch damit zufrieden – wenn auch vielleicht ein Gemüsedöner gesünder sein könnte…

RTelenovela

Darauf (k)eine Ketwurst

Donnerstag, den 23. August 2018
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Im nächsten Jahr feiert die Ketwurst ihren 40. Geburtstag. Eine Ketwurst besteht aus einer Brühwurst, die in ein längliches Brötchen geschoben wird. In jenes Brötchen wurde zuvor ein langes Loch gebohrt und Ketchup eingefüllt. Erfunden wurde sie in der DDR, genauer: in Ost-Berlin.

In einem Neuruppiner Einkaufszentrum gibt es einen Stand, an dem Ketwurst verkauft wird, und – warum auch immer – ich hatte mal wieder Appetit auf Ketwurst. Der Mann im Wägelchen fragte mich, was ich denn für eine Soße haben wolle. Tatsächlich bot er neben dem üblichen Ketchup weitere Sorten. Worauf ich anmerkte, dass ja die Ketwurst immer mit Ketchup gegessen werde.

Ohje. Daraufhin begann der Ketwurstmann einen langen Vortrag darüber, dass das ja nicht stimme, und es stünde nirgendwo, dass es Ketwurst nur mit Ketchup gäbe. Dabei steht ja das “Ket” für Ketchup. Ich hörte mir den nicht wirklich spannenden, besserwisserischen Vortrag an, kaufte eine Ketchup-Ketwurst und stellte fest, dass sie leider nicht so dolle war. Aber darüber wollte ich dort keinen “Gegen-Vortrag” halten…

RTelenovela

Rügen 2018 (17): Alt Reddevitz

Donnerstag, den 9. August 2018
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(16) -> 8.8.2018

Rügen ist nicht nur die Ostsee. Rügen ist auch das Innland. Oder die Binnenseen. Und auch der Bodden gehört zu Rügen. Aber irgendwie verbreitet der Bodden eine ganz andere Atmosphäre.

Der Ort Alt Reddevitz gehört zur gerade erst gegründeten Gemeinde Mönchgut auf der gleichnamigen Halbinsel. Dass man dieser Gemeinde ausgerechnet denselben Namen geben musste, ist allerdings eher unglücklich.
Alt-Reddevitz liegt direkt am Bodden. Im Gegensatz zu den Ostseestränden, gibt es am Bodden keinen Deich und keine Dünen. Wer in Alt Reddevitz an der Straße steht und auf den Bodden blickt, sieht das Wasser fast auf derselben Höhe. Auch auf dem Bodden gibt es – je nach Windstärke – Wellen, aber natürlich auch lange nicht so hoch wie auf der Ostsee.

Das Café Moccavino befindet sich in Bodden-Sichtweite. Das kleine Lokal gilt als eines der besten Cafés in Deutschland – zumindest laut einer Zeitschrift, die sich damit beschäftigt. Bekannt ist es für seine sehr großen Tortenstücke. Groß im Sinne von: hoch. Die “Baaber Heide” ist so ein Klopper. Mit Kuchensteig, Sahne, Beeren und so weiter. Ich habe nur zugesehen, ich habe stattdessen eine Terrine mit Kartoffelsuppe genommen – auch lecker.

RTelenovela

Rügen 2018 (14): Der Duft der Feinbäckerei

Samstag, den 4. August 2018
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(13) -> 3.8.2018

Mein Pensionszimmer in Binz hat ein Dachfenster, und gerade in der Nacht höre ich von draußen Geräusche. Da knackt es, oder in der Ferne wird irgendwas geräumt. Und dann strömt auch immer mal wieder ein Duft ins Zimmer. Der Duft der Feinbäckerei.
Denn genau gegenüber befindet sich eben jene Feinbäckerei.

Neulich lief eine Mutter mit ihrem Kind an dem Laden vorbei, über dem in großer Schrift eben jenes Wort steht, und das Kind fragte: “Mama, was ist eine Feinbäckerei?” Mama antwortete, dass es dort besonders feine Sachen gibt.
Ganz unrecht hat sie damit vielleicht nicht, aber aber ich schaute mal auf Google nach, was denn nun eine Feinbäckerei wirklich ist. Feine Backware besteht aus 90 Prozent Getreidemahlerzeugnissen und 10 Prozent Fett und/oder Zucker. Das sind Kuchen (Streuselkuchen) oder auch Torten und Blätterteig.
Im Grunde könnten sich vermutlich die meisten Bäcker Feinbäcker nennen.

Aber obwohl ich nun schon zigmal in Binz war und nun auch nicht zum ersten Mal genau gegenüber dieser Feinbäckerei wohne, war ich noch nie drin. Was irgendwie daran liegt, dass der Laden seltsam uneinladend aussieht – und ich auch nicht wirklich oft viele Leute dort sitzen sehe.
Aber ich sollte das mal ändern. So von wegen: guter Vorsatz.