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Rügen 2019 (11): Ostsee-Bruschetta

Mittwoch, den 21. August 2019
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(10) -> 20.8.2019

Er gilt als einer der schönsten Aussichtspunkte über den Jasmunder Bodden und zur Halbinsel Wittow. Wenn man auf der Strecke zwischen Sagard und Glowe unterwegs ist, dann gibt es bei Bobbin einen kleinen Parkplatz. Von dort aus geht man eine Treppe auf einen Berg hoch. Dann ist man auf dem Tempelberg.
Und in der Tat: Der Ausblick auf den Jasmunder Bodden ist großartig. Auf der anderen Seite blickt man über das freie Feld. Und nicht nur der Ausblick ist toll – wenn auf der Landesstraße gerade kein Auto fährt, dann ist es auch schön ruhig.

Ein paar Kilometer weiter, in Glowe, gibt es die Ostseeperle. Wenn man dort auf der Terrasse sitzt, hat man einen schönen Blick auf den Strand und die Ostsee. Aber auch im Restaurant selbst gibt es große Panoramafenster – auch da kann man gut ausgucken.
Kleiner Tipp: Wenn man die Ostsee-Bruschetta bestellt, dann sollte man sich vielleicht auch durchlesen, was das ist. Bei Kräutermatjes erlebt man sonst eine unschöne Überraschung, wenn man den nicht mag. Stattdessen: Scholle! Die ist toll!

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Rügen 2019 (7): Torten!

Samstag, den 17. August 2019
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(6) -> 16.8.2019

Wenn ich in Binz bin, ist mein Bewegungsradius ja an sich relativ klein. Er befindet sich in der Regel zwischen der Wylichstraße und der Kirche. Dort weiß ich, was es alles gibt und registriere, was es Neues gibt.
Dann aber gibt es glücklicherweise Menschen, die einem auch mal was Neues zeigen. Das “Torteneck” zum Beispiel.

Das “Torteneck” befindet sich in der Proraer Straße, wo ich tatsächlich sonst nie bin. Kommt man in das Café, erblickt man einen sehr freundlich eingerichten Raum. Schöne Bilder und Malereien an der Wand, dazu Tische und Stühle in dem hellen Raum.

Entsprechend dem Namen gibt es viele verschiedene Torten, und wenn man vor dem Tresen steht, und die Kellnerin fragt, was für eine Torte es denn sein soll – dann müsste man eigentlich “alle” antworten. Ich entschied mich dann aber doch für eine Zitronensahnetorte, die sich als sehr lecker herausstellte.

Das “Torteneck” gibt es – wie ich scjon vorher festgestellt hatte – neuerdings auch an der Hauptstraße. Dort stand ziemlich lange Zeit eines der Bäckergeschäfte leer und ist nun wieder mit Leben gefüllt worden.

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Rügen 2019 (5): Salat und Huhn

Mittwoch, den 14. August 2019
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(4) -> 4.3.2019

Manchmal fragt man sich ja, was die Namen von Restaurants zu bedeuten haben. Strandlücke zum Beispiel. So heißt ein Restaurant direkt am Binzer Strand. Der dort allerdings keine Lücke aufweist. Strandlücke klingt irgendwie seltsam negativ, wie eine kleine Enttäuschung.
Dabei sitzt man man sehr schön in diesem Lokal. Gerade auf der Terrasse hat man einen wunderschönen Blick auf den lückenlosen Strand, und im Hintergrund ist die Ostsee.
Heißt natürlich auch, dass man als Kunde für diesen Blick zahlt.

Und ich war auch ein bisschen blauäugig. Ich bestellte einen Caesarsalat für 12,90 Euro, was ja schon mal ein ordentlicher Preis ist, und die Kellnerin fragte, ob ich denn auch Hühnchen dazu haben wolle. Ich wollte.
Als der Salat dann kam, herrschte meinerseits ein bisschen Ernüchterung. Die Croutons waren getoastete Schwarzbrot-Ecken. Die waren allerdings viel zu groß und einfach nur trocken. Vertrocknete Brotwürfel kann man schlicht vergessen. Die Hühnchenbrocken war auch ziemlich groß, irgendwie muss da ein ganzes Hühnchenteil reingeraten sein. Wie einfach noch reingeschmissen, ohne dass der Koch damit was gemacht hat.
Der Salat selbst war gut, aber die Zusätze sehr mau.

Und kennst du diesen Moment, wo es auf einmal einen Moment ja vollkommen still ist und dir die Spucke wegbliebt? Das passierte, als die Rechnung kam: Der Salat mit dem Hühnchen kostet knapp 20 Euro.
Für die wirklich maue Qualität ist das ein unverschämter Preis, der durch nichts zu rechtfertigen ist. Immerhin bekomme ich für das Geld ein gutes Fischgericht – Scholle oder so. Aber richtige Fleischgerichte gibt es für die 20 Euro auch in Binz.
Salat esse ich wohl künftig woanders.

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Ein Hoch auf die Technik (55): Computer. Ein Ansichtsexemplar.

Donnerstag, den 8. August 2019
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(54) -> 11.7.2019

Wenn man zu McDonald’s geht, dann kann man seit einiger Zeit seine Bestellung an modernen Terminals eingeben, mit der Karte bezahlen, und dann wird das Bestellte an den Tisch gebracht.
Auch in Berlin-Pankow, an der Prenzlauer Promenade, stehen solche Terminals. Nur leider sind sie offenbar zu nichts zu gebrauchen.

Ich stelle mich an das Terminal und gebe ein, was ich essen möchte. Das dauert recht lange, weil man das ja in den umfangreichen Menüs und Unterpunkten erst mal alles finden muss. Am Ende gebe ich an, mit Karte zahlen zu wollen und das Essen an den Tisch gebracht haben zu wollen.
Letzteres funktioniert schon mal nicht: Man muss dazu einen dreistelligen Code eingeben, entsprechende Nummern liegen an den Terminal bereit. Also, normalerweise, in Pankow nicht.
Ich frage einen Angestellten, was man denn nun für eine Nummer eingeben müsse. Er kommt heran, drückt an die Stele, wo man sagt, dass man das Essen vom Tresen holen will. Meine Anmerkung, dass ich das aber nicht wollte, ignoriert er.

Ich will nun aber mit der Bankkarte zahlen. Das Gerät sagt mir, dass ich den Anweisungen auf dem Lesegerät folgen solle. Das sagt mir das Gerät ziemlich lange. Nur kommen leider keine Anweisungen. Es passiert einfach nichts.
Ich frage wieder den schon leicht genervten Angestellten, der dann meint, ich müsse einfach am Tresen bestellen.

Tut mir Leid, dass ich da ein bisschen pissig werde. Aber wozu stellen die sich da die Computer hin, preisen den Bringservice an den Tisch an, wenn es eben diesen Service gar nicht gibt. Und dann funktioniert auch der Rest nicht. Das funktioniert in anderen Filialen von McDonald’s aber sehr viel besser. In Pankow scheint es niemanden zu interessieren.

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Überflieger: Der Mann mit dem besonders guten Geschmack

Samstag, den 3. August 2019
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Der Sommerfelder Nicolas Kröger (28) kreiert und produziert Spirituosen und ist unter Kennern für seine gute Feinsensorik bekannt – in Berlin hat er eine Bar

MAZ Oberhavel, 3.8.2019

Sommerfeld.
Nicolas Kröger hat viel mit Alkohol zu tun. Was aber nicht heißt, dass er davon übermäßig viel trinkt. Das stellt er klar und lächelt dabei. Viel mehr geht es ihm um den Geschmack, um die Inhaltsstoffe. Er gilt in der Branche nicht umsonst als Feinsensoriker. Das „Foodist-Magazin“ nannte ihn einen aufstrebenden Stern am Destillerie-Himmel. Der 28-Jährige aus Sommerfeld ist Spirituosen-Produzent und hat mit „Fine Spirits“ seine eigene Firma. Bei ihm gibt es Gin, Rum oder Whisky. Er kreiert neue Sorten und füllt die Flaschen in seiner kleinen Sommerfelder Manufaktur ab und lässt sie etikettieren. Er sitzt zudem in Jurys und bewertet den Geschmack von Spirituosen und bietet sie selbst auch in seiner „Wagemut“-Bar in Berlin-Kreuzberg an.

Zu ihm kommen Firmen oder auch Leute, die eigene Spirituosen-Kreationen haben möchten. „Das Wertvollste, was ich habe, ist zu wissen, was Leute geschmacklich wollen“, erzählt er. Aber wie wird beispielsweise so ein neuer Whisky kreiert? „Ich frage dann zum Beispiel: Was ist dein Lieblingsschnaps? Dann sagen sie eine Marke oder Kategorie. Und ich frage: Was gefällt dir daran?“ Er hört zu und hat dann meist schon Ideen im Kopf. „Ein Kunde wollte einen Whiskylikör mit Zimtnote.“, erzählt er. Er brachte daraufhin Vanille ins Spiel. „Ich habe alles in konzentrierter und destillierter Form da.“ Meist gehe es bei der Umsetzung eines neuen Geschmacks um Emotionen. „Ich stelle mir etwas vor, beginne mit meiner Arbeit und versuche, es beim ersten Versuch umzusetzen.“ In der Regel sitze die Rezeptur schon beim ersten Mal. Da spricht der Feinsensoriker.

Ursprünglich stammt Nicolas Kröger aus Ellerau in Schleswig-Holstein. Schon mit 15 begann er, Schnaps zu brennen. „Ich hatte immer Interesse an Sensorik und Geschmack, schon mit elf konnte ich mehrere Gänge kochen.“ Sein Opa habe gern Wein getrunken, und er sei erstaunt gewesen, „wie gut ich den sensorisch auseinandernehmen konnte.“ Das hatte er schnell drauf: Geschmäcker und die Unterschiede erkennen.
Er begann eine Lehre zum Hotelfachmann im Steigenberger in Hamburg, machte dort auch eine Sommelier-Ausbildung. Später ging er nach York, um Englisch zu lernen. „Dort habe ich eine Mondschein-Destillerie aufgezogen“, erzählt er. „Auf jeder Party standen meine Flaschen.“ Später arbeitete er im Londoner Ritz-Hotel, kümmerte sich dort um den Bar-Bereich. Auf den Malediven war er im „One & Only“-Hotel für die Umgestaltung des Barkonzepts zuständig. In Südafrika absolvierte er schließlich noch eine Butler-Ausbildung. „Ich wollte nie Butler werden, aber das höchste Level im Service erreichen.“ Überall sei er immer mit Abstand der Jüngste gewesen.

„Mein Leben bestand nur aus Schnapsbrennen und arbeiten“, sagt er. Er sei immer mit Leidenschaft dabei gewesen, eines führte immer zum anderen in seinem Leben. 2013 kam er nach Berlin. „Ich wollte aus der Luxushotellerie raus in den Barbereich.“ Schließlich machte er sich selbstständig – mit eigener Firma und mit eigener Bar. „Ich wollte immer die Bar mit der besten Spirituosenauswahl haben.“ Inzwischen hat „Wagemut“ in der Kreuzbergstraße in Berlin nach seinen Angaben 2500 verschiedene Spirituosen zu bieten. „Davon 1800 Flaschen, die es nicht mehr gibt.“

Er sagt, dass Spirituosen nicht teuer sein müssen. Er sei genervt von „Heuchelprodukten“, wo die Flasche extravagant aussehe und entsprechend teuer sei, der Inhalt aber weniger. „Ein guter Rum kann schon um die 20 Euro Freude machen.“ Er ist Mitglied im Freimeister-Kollektiv. Dabei handelt es sich um eine Plattform für neue Spirituosen-Produkte. „Wir wollen den Markt revolutionieren. Das sind echte Produkte, die nachhaltig produziert werden.“ Hochwertige Produkte in scheinbar schlichten Flaschen – damit sind sie schon recht erfolgreich und haben Preise gewonnen. Seine eigenen Kreationen sind gekennzeichnet als „N.Kröger“, künftig soll aber die Marke „Wagemut“ hervorstechen – nicht nur die Bar, sondern auch die von ihm kreierten Produkte.
Er selbst mag übrigens am liebsten Champagner. „Aber an sich trinke ich sehr wenig, der Alkohol beeinflusst den Geschmack.“ Auf den komme es ihm an. Da er viel unterwegs sei, könne er auch gar nicht so viel Alkohol trinken.

In Sommerfeld lebt er seit drei Jahren. „Ich mag Städte nicht besonders“, sagt er. Stattdessen fährt er mit dem Rad durch die Wälder. „Das brauche ich.“ Gerade füllt Mitarbeiterin Heike Preuße unten im Haus wieder Flaschen ab – für neue Produkte made in Sommerfeld.

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Köln (5): Pssst, bitte nicht über die Philharmonie latschen!

Mittwoch, den 3. Juli 2019
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(4) -> 2.7.2019

Als wir in Köln die Domplatte erreichen, läuten die Glocken des Doms unentwegt. Natürlich müssen wir, wenn wir schon dort sind, auch in den Dom rein. Offenbar findet ein Gottesdienst statt, aber wir sagen, dass wir dabei sein möchten. Wir setzen uns auf eine Bank, und schon geht es los.
Die Orgel spielt, ein Chor singt. Der Pfarrer und die Ministranten kommen Weihrauch schwenkend durch die Kirche zur Kanzel gelaufen.
Ohne Mikro wäre niemand zu verstehen, zumal das Domradio den Gottesdienst überträgt. Immer wieder stehen wir auf, um zu beten oder irgendeinen Segen oder Spruch in Empfang zu nehmen – oder um zu singen.
Nach etwa 20 Minuten schleichen wir uns raus.

Direkt neben dem ist die Kölner Philharmonie. Unterirdisch. Die Decke der Philharmonie ist gleichzeitig der Fußboden des Heinrich-Böll-Platzes. Blöderweise muss der seit einigen Jahren etwa 1000-mal im Jahr gesperrt werden. Wegen Tritt- und Rollgeräuschen, die unten im Saal gehört werden. Ob die Planer wenigstens eine schallende Ohrfeige bekommen haben, ist nicht bekannt. Ein paar Ordner standen auch wieder auf dem Platz, als wir drüber laufen wollten.
Wir liefen dran vorbei – auf die Hohenzollernbrücke. Die ist dafür bekannt, dass Liebespaare ihre Schlösser daran befestigen. Inzwischen aber sind da so viele Schlösser dran, dass kein Platz mehr ist. Das wirkt dann leider ziemlich albern, weil man die einzelnen Schlösser gar nicht mehr wahrnimmt. Einfach nur noch bekloppt, und hoffentlich bricht die Brücke nicht irgendwann mal ein…

Wer in eine Kneipe in Köln geht, kann gar nicht anders, als ein Kölsch zu trinken. Wenn die Kellnerin kommt, fragt sie zwar, aber wenn man was anderes will, überhört sie das und stellt einem trotzdem ein Kölsch hin. Was man dann auch trinkt, und das eigentlich auch gar nicht so schlecht schmeckt. Und noch eins nimmt. Prost!

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Frag Google (15): Immer wieder Katja Krasavice

Dienstag, den 25. Juni 2019
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(14) -> 9.1.2019

Und wieder haben sich zehn Suchanfragen gefunden, mit denen User auf meine Seite gelangt sind – und die weitere Fragen aufwarfen oder besonders seltsam waren.

1. unterschied sonjamargarine und marinamargarine
Der Name?

2. katja krasavice kalender
Will man den zwölf Monate sehen?

3. katja krasavice ungeschminkt
Will mann das sehen?

4. katja krasavice kalender 2018 alle fotos
Will man die 2344122 Fotos echt sehen?

5. katja krasavice kalender januar18.
Warm angezogen?

6. katja krasavice kalender februar18.
Immer noch warm angezogen?

7. katja krasavice kalender alle fotos
Wirklich alle?

8. warum haben Eishockeyspieler einen Schlauch im Mund?
Wegen des Geschmacks?

9. pittiplatsch synchronisiert
In welcher Sprache? DDRisch?

10. Wann wurde der Sendeschluss abgeschafft?
Gegenfrage: Wann wird er wieder eingeführt?

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