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Rügen 2018 (18): Scholle

Samstag, den 10. November 2018
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(17) -> 9.8.2018

Einen Pflichtbesuch in Binz gibt es immer in den “Binzer Bierstuben”. Am besten gleich am ersten oder zweiten Tag. Als ich dort zum ersten Mal den hausgemachten Krautsalat mit Joghurtdressing bestellt habe, ernte ich irritierte Blicke, das kannte die Kellnerin nicht. Aber das Dressing – wohl auch hausgemacht – ist sehr lecker, und mit dem Kraut passt das aus meiner Sicht richtig gut. Lustigerweise weiß ich das, weil es diesen Krautsalat gemeinsam mit Möhren als Beilage mit eben jenem Dressing gibt.

Hauptspeise in der Regel: Scholle, gebraten. Ich liebe es. Und es ist wohl das Essen, für das ich immer die allermeiste Aufmerksamkeit aufbringe.
Normalerweise habe ich immer eine Zeitung dabei, wenn ich essen gehe. Wenn ich mich an die Scholle mache, dann gibt es nichts, was man nebenbei machen kann.
An sich ist der Fisch grätenfrei. Also im Fleisch selbst sind keine. Aber natürlich gibt es eine Hauptgräte, und den Rändern gibt es auch Gräten. Man muss also durchaus vorsichtig essen, ein bisschen puhlen, manchmal eine Gräte per Hand entfernen.
Ist eine Seite weggegessen, drehe ich die Scholle immer um, um dann an der anderen Seite zu arbeiten.
Die Scholle ist für mich ein gutes Konzentrationsessen. Und sie ist natürlich extrem lecker.

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Jetzt noch Gebratenes? Wir schließen doch in einer Stunde!

Mittwoch, den 24. Oktober 2018
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Woran merkt man, wenn ein Geschäft langsam am Sterben ist? Wenn der Service mehr und mehr eingeschränkt wird. Ein Oranienburger Imbissladen ist vor einigen Jahren unter Applaus vieler Leute eröffnet worden. Aber die Freude scheint verflogen.

Erst war der Laden immer mal wieder einfach geschlossen. Dann fiel die Öffnungszeit am Sonnabend weg. Dann wurde der Laden schon jeden Tag um 15 Uhr geschlossen. Inzwischen kann man dort auch nicht mehr mit EC-Karte zahlen.
Neulich war ich um 14 Uhr dort, um etwas zu essen. Doch das, was ich wollte, gab es nicht mehr. Man schließe ja drei, hieß es relativ pampig. Gebratenes gebe es nur bis 13.30 Uhr. Mein Appetit in diesem Laden war natürlich vergangen – und letztlich dann wohl für immer.

So oder so sind diese Einschränkungen kein gutes Zeichen und kein Indiz dafür, dass der Laden gut läuft. Wenn man aber solche Mätzchen macht, der muss sich nicht wundern, wenn auch noch die letzten Kunden vergrault werden. Mal abgesehen davon, dass der Laden leider nie wirklich einladend und gemütlich war.

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Raststättenfraß

Samstag, den 13. Oktober 2018
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Ja, okay, ich bin eigentlich selbst schuld. Denn ich hätte es wissen müssen. Aber wenn man eine Autobahnraststätte anfährt, weiß man ja, dass das Essen überteuert und nicht sehr gut ist.
Aber ich hatte eben Appetit.

So lief ich in die Raststätte Osterfeld an der A9. In der Auslage lag ein ganzer Keller mit Würsten. Eine Currywurst wäre doch was, ging es mir durch den Kopf.
Ich bestellte also Currywurst, ohne Bratkartoffel und auch ohne Kartoffelbrei. Worüber der Mann hinter der Theke fast ein bisschen erstaunt war. Und was denn für eine Soße ich denn haben wolle. “Currysoße”, sagte ich. Immerhin wollte ich ja eine Currywurst.
Er legte das Ding auf den Teller, klatschte eine Currysoße drauf, und ich ging damit zur Kasse. Ein Getränk konnte ich nicht zapfen, der Automat war kaputt. Nicht schlimm, Geld gespart. Ich hatte im Auto eh was dabei.

4,30 Euro kostete die Wurst. Was sogar die Kassiererin wunderte, die sei wohl schon wieder teurer geworden, murmelte sie. Der Preis steht übrigens nirgendwo an irgendeiner Tafel oder ist so versteckt, dass man sie nicht findet. So von wegen Transparenz. Ich hatte noch drei 50-Cent-Bons von Sanifair dabei, so wurde die Wurst noch mal 1,50 Euro billiger. Wobei “billig” in diesem Zusammenhang ein Hohn ist.

Ich schnitt die Wurst an, biss rein. Sie war kalt. 4,30 Euro und kalt.
Zurück! Ich lief zur Theke zurück und sagte, dass die Wurst kalt sei. Was er erst gar nicht glauben wollte, wo er doch gerade mit einem Thermometer in irgendeinem Fleisch rumstocherte.
Wer weiß, wie lange die Würste schon auf dem Teller lagen. Er nahm also die nächste Wurst und schmiss sie in die Friteuse. Damit dackelte ich wieder zum Platz, schnitt sie auf. Immerhin: Sie war warm.
Schmeckte allerdings: bescheiden. Sie schmeckte wie dreimal aufgewärmt, dazu viel zu sehr gewürzt und fettig. In der Soße schwammen irgendwelche Gemüsebrocken rum.
Ich verzichtete, da ich ein bisschen Angst um mein Wohlbefinden hatte.
Nun ja, 4,30 Euro zum Fenster rausgeschmissen. Inklusive Klobons.
Irgendwie ist das ja schon rundum frech, was die uns an den Autobahnraststätten anbieten.

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Weihnachten naht: Endlich wieder Domino!

Samstag, den 6. Oktober 2018
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Bald nun ist Weihnachtszeit, fröhliche Zeit! Mist. Dieser Ohrwurm hat sich am Freitag irgendwie in mein Hirn gehackt. Dabei sind es bis zum Advent noch acht Wochen. Eigentlich.

Im Büro haben wir am Nachmittag schon die Vorweihnachtszeit eingeläutet – mit riesigen Dominosteinen. Die kaufte eine Kollegin in einer Oranienburger Bäckerei. Überraschend lecker, wenn man nur die kleinen Dominodinger aus dem Supermarkt kennt.

Ich gebe ja zu, dass ich neulich erst im Supermarkt meines Vertrauens um die Marzipanbrote und Lebkuchen rumgeschlichen bin, und ein bisschen habe ich mich gewundert, dass es noch keine Adventskalender zu kaufen gibt. Andererseits kaufe ich die meist eh erst in letzter Minute.

ORA aktuell

Oranienburger Suppenladen darf öffnen

Freitag, den 14. September 2018
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Gudrun Fromm und Hans-Jürgen Schreier dürfen ihren Suppenladen “Cook rein” in der Schulstraße eröffnen. Das teilten die Geschäftsleute mit. Eigentlich sollte das Geschäft schon Anfang Juli öffnen – doch dann fehlte eine Bombenfreigabe.

Bedingung für die Öffnung des Ladens: Es dürfen keine Sitzmöglichkeiten angeboten werden. Denn es gilt die Nutzungsgenehmigung aus dem Jahr 2006, als sich dort ein Backshop befand. Diese greift nun auch wieder mit der Maßgabe, dass kein Kunde sich im Laden setzen darf. Ansonsten wäre es eine Umnutzung.

ORA aktuell

Neuer Imbiss in Oranienburg: Grilltime

Dienstag, den 11. September 2018
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Oranienburg bekommt einen neuen Imbissladen. Die “Grilltime” öffnet am Dienstag erstmals. In dem Geschäft an der Stralsunder Straße, Ecke Schulstraße, gibt es Döner, Pizzen, Brathähnchen und mehr.

Erst im März hatte im selben Laden der “Food Point” eröffnet, der allerdings schon nach wenigen Tagen wieder geschlossen worden ist.

Unweit der “Grilltime” bietet die “Sky Oase” dasselbe Angebot, unweit davon befindet sich auch ein Dönerladen am Bahndamm in der Stralsunder Straße.

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Wer fremdes Wasser säuft, kennt die Theatergeflogenheiten nicht

Sonntag, den 9. September 2018
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Es war empörend, was da am Sonnabendabend in der Theaterpause im Berliner Schlossparktheater passiert ist. Wollten wir doch glatt ein Fremdwasser saufen.

Um in der Pause nicht nach Speisen und Getränken anstehen zu müssen, kann man im Schlossparktheater in Steglitz, am Tresen schon vorher was bestellen und bezahlen, und dann steht das alles schon auf einem bestimmten Tisch.
Als wir dann in der Pause an unseren Tisch kamen, standen zusätzlich noch ein Wasser und eine zweite Cola auf dem Tisch. Warum, wussten wir nicht so genau, das Glas Wasser hat meine Begleiterin gleich mal geöffnet – obwohl wir das nicht bestellt hatten.

Dann der Eklat. Ein Mann kam zu unserem Tisch. Das sei sein Wasser, sagte er. Kurz waren wir verwundert, aber dann war klar, dass an diesem Tisch zwei Bestellungen hingestellt worden sind. Wir konnten uns nur entschuldigen, zumal vom Wasser noch nichts fehlte. Außer, dass es schon ins Glas gegossen war.
Der Mann aber war EMPÖRT. Wir würden uns wohl mit den Geflogenheiten in einem Theater nicht auskennen, und das sei ja unerhört. Seine EMPÖRUNG war echt, und eigentlich war das schon ziemlich lustig, wie man sich denn wegen so eines kleinen Fehögriffs so aufspulen kann.
Seine Frau kam dann auch noch dazu. Die sagte nichts, guckte aber wie: Ist ja ekelhaft, was sich so für Leute im Theater rumtreiben.

Es ist schon erstaunlich, wie schnell man manche Leute auf die Palme bringen kann. Ob das Frust oder pure Arroganz ist, ist eigentlich egal. Lächerlich aber in jedem Fall.