RTelenovela

Schweden (8): Kein Alkohol!

Donnerstag, den 5. Juli 2018
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(7) -> 3.7.2018

Auf der Strecke zwischen Karlstad und Jönköping legten wir in Mariestad einen Zwischenstopp ein. Immerhin geht es ja bei so einer Autotour durch Schweden auch darum, auch während der Fahrt etwas abseits der großen Straßen zu sehen.

Mariestad hat eine sehr schöne, alte Kirche. Es war Sonntag, und vor gar nicht so langer Zeit muss ein Gottesdienst stattgefunden haben. Drinnen, im hinteren Bereich, standen noch ein paar Leute und waren gerade dabei, aufzuräumen. Sie klangen alle gut gelaunt, auch wenn ich natürlich nicht verstanden habe, worüber sie sich unterhalten haben.
Unweit von der Kirche ist ein kleiner Hafen – am Kai stehen auf einem kahlen Parkplatz diverse Wohnmobile, und wir fragen uns, warum die da eigentlich stehen – wo es doch dort nicht besonders schön ist.
Schön ist dafür der Stadtpark – wie überhaupt sehr viele Städte in Schweden mindestens einen Stadtpark haben – oder auch Volkspark genannt. Und überall stehen Sportgeräte, damit sich die Leute fit halten können.

Weiter nach Jönköpping. Auch dieser Ort liegt am Wasser und hat einen sehr viel schöneren Hafen als Mariestad. In der Ferne stehen auf einer Anhöhe Häuser, die Boote liegen am Ufer, und irgendwie sieht es hier verdammt nach Urlaub aus.
Auch Jönköping hat einen Stadtpark, und der ist riesig. Neben einem großen Spielplatz gibt es dort sogar einen Tierpark mit Wildtieren in großen Gehegen. Jönköping ist bergig, und so gibt es am Rande des Parkes eine Stelle mit einem fantastischen Blick auf die Stadt.
Interessant ist im Ort auch die Shoppingmeile. Steht am Beginn ein altes, ehrwürdiges Haus, befindet sich direkt daneben eine 60er-Klitsche, wie man sie auch aus Deutschland kennt. Aber auch die aus Schweden bekannten Holzhäuser gibt es im Zentrum. Wie wir gelesen haben, sind die aber teilweise abgebrannt – so dass neu gebaut werden musste.

Wir gehen diesmal indisch essen. Interessanterweise gibt es in dem Lokal allerdings keinen Alkohol. Das vorrätige Bier ist alkoholfrei. Vermutlich hat der Laden keine entsprechende Ausschanklizenz, die sicherlich teurer ist, als wenn sie auf den Verkauf von Alkohol verzichten.

RTelenovela

Schweden (5): Technisch weit vorn

Donnerstag, den 28. Juni 2018
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(4) -> 18.5.2013

Der Flieger setzt ziemlich pünktlich auf dem Rollfeld des Flughafens Stockholm-Arlanda auf. Unsere Schweden-Tour beginnt. Zwei Tage lang werden wir in Stockholm sein, dann geht es mit einem Leihwagen ein paar Tage durch Südschweden.
Das Flugzeug rollt. Und rollt. Und rollt. Und das in einem Affenzahn. Wir fahren in ziemlich hoher Geschwindigkeit übers Rollfeld, und vermutlich bin ich auf einem Flughafen noch nie so lange mit einem Flugzeug gefahren. Es ist ein sehr langer Weg bis zum Terminal.
Ich hatte kurz zuvor schon eine Premiere: Auf dem Flug von Schönefeld nach Arlanda hatten wir W-Lan. Ich konnte also live während des Fluges Fotos vom Himmel und den Wolken machen und verschicken.

In Schweden merkt man ziemlich schnell: In Sachen Technik und Digitalisierung scheint Deutschland ein Dritte-Welt-Land zu sein. Wer mit dem Zug fahren will, bekommt ein Plastekarte, die immer wieder aufgeladen werden kann – oder lässt sich das auf’s Handy schicken. Mit Bargeld wird in Schweden so gut wie nicht mehr bezahlt. Überall steht ein Kartenlesegerät, selbst an den kleinsten Imbissen, selbst Beträge um die 100 Kronen, also etwa 1 Euro, werden ganz selbstverständlich mit Karte bezahlt. Es gibt sogar schon Geschäfte, die gar kein Bargeld mehr annehmen. W-Lan gibt es in fast allen Läden, und in öffentlichen Einrichtungen sowieso. Und das relativ unkompliziert. Wenn man sich mal die Handytarife ansieht, sind die auch nicht so teuer, wie teilweise hierzulande.

Teuer ist Schweden dennoch. Lebensmittel im Supermarkt sind so ziemlich alle teuer als in Deutschland. Wer essen gehen will, muss tief in die Tasche greifen. Selbst Salate oder Nudeln kosten gerne mal 15 bis 20 Euro. Alkohol – Bier zum Beispiel – liegt gerne mal bei 7 bis 8 Euro pro Glas. In der Hinsicht geht der Urlaub sehr ordentlich ins Geld.

In Schweden ist Midsommar. Das bedeutet vor allem, dass es selbst im Stockholmer Raum nachts nicht ganz dunkel wird. Noch um 22.30 Uhr ist es nur leicht schummrig, wenn gutes Wetter ist. Selbst nachts um 1 Uhr ist der Himmel noch ziemlich hell.
Midsommar ist in Schweden ein Fest, fast so wichtig wie Weihnachten. Aber es wird vor allem in den Familien gefeiert und eher auf dem Land. Weshalb es in den Städten am Wochenende nach der Sommersonnenwende auch ziemlich leer ist.

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RTL aktuell: Entwarnung zur Fußball-WM

Montag, den 11. Juni 2018
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SO 10.06.2018 | 16.50 Uhr | 104.6 RTL

Die Welt gerät immer mehr aus den Fugen. Hitze im Osten, schwere Unwetter im Südwesten. Politisch ist es momentan sowieso eher schwierig. Vor jedem neuen Twitter-Tweet von Donald Trump zittert die Welt. Ständig schlechte Neuigkeiten.
Aber am Sonntagnachmittag hat sich die Nachrichtensendung “RTL aktuell” beim Radiosender 104.6 RTL einem wirklich wichtigen Thema gewidmet. Es war der Moment, wo wir alle wahrscheinlich den Atem angehalten haben. Wo wir uns schon große Sorgen gemacht haben, weil es in den kommenden Wochen hätte ziemlich schlimm kommen können.

Aber die Radioleute konnten Entwarnung geben, es wird alles gut. Denn: Die Fleischpreise werden sich zur Fußball-WM nicht nennenswert verändern, so berichtete 104.6 RTL. Wir werden also während der Weltmeisterschaft weiterhin mit Fleisch und Wurst für ausgedehnte Grillabende eindecken müssen. Das Qualitätsfleisch wird – Gott sei Dank – nicht teurer.
Das sind doch mal Nachrichten, wie wir hören wollen und die uns aufatmen lassen. Egal, was passiert, das Fleisch bleibt billig. Die WM kann kommen. Erstaunlich, dass sie für diese Meldung bei ntv nicht das Programm unterbrochen haben.

KeineWochenShow

#75 – Alter, schmeiß’ das Bier raus!

Sonntag, den 10. Juni 2018
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Kleines Jubiläum! Hier kommt schon Ausgabe #75 von KeineWochenShow! Diesmal sprechen wir über “Astro-Alex”. Alexander Gerst ist ein deutscher Astronaut, der in dieser Woche zur ISS aufgebrochen ist.

Die Jubelfeier wird allerdings erschüttert durch einen Bierskandal. Ein zum Test vorgeschlagenes Bier muss leider aus dem Studio geschmissen werden – warum, erfahrt ihr in der Sendung.

Außerdem geht es um das Oranienburger Stadtfest und die Planung rund um die Fußball-WM, die irgendwie ziemlich kollidieren. Wir sprechen wir Flecki, ein Wildschwein, das die Bewohner von Hennigsdorf um den Verstand bringt.

Alles das und mehr in KeineWochenShow #75 auf YouTube.

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Maltes Spargel

Mittwoch, den 6. Juni 2018
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Kremmen ist in aller Munde. Zumindest bei immer mehr Leuten. Und auch bei immer mehr Hauptstadtpromis scheinen an Maltes Spargel Gefallen zu finden.
Das Café Einstein an der Straße Unter den Linden in Berlin-Mitte gehört zu den bekannten In-Locations. Dort treffen sich Hauptstadtjournalisten mit Politikern, um wichtige Dinge zu bereden. Oder ein Schauspieler döst an einem der Tische.
Unseren morgendlichen Berlin-Besuch nutzten wir auch für ein kleines Frühstück – am Einstein. Der Kellner drückte uns die Karte in die Hand, und schon stach mir ein handbeschriebener Zettel ins Auge. Die Spargelkarte. Überschrift: Maltes Kremmener Spargel.

Dass der Spargel aus Kremmen immer weitere Kreise ziehen, weiß ich. Dass aber Geschäftsführer Malte Voigts zur Werbemarke aufgebaut wird, das ist mir neu. Vielleicht ist Kremmen für die Berlin-Promis ja (noch) zu uncool – aber “Maltes Spargel”, da will man doch schon noch wissen, wer diese Malte ist und ob sein Spargel sehens- und schmeckenswert ist.

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Schwere Zeiten für Al Capone?

Dienstag, den 29. Mai 2018
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Ein Besuch von Komödie oder Theater am Kurfürstendamm in Berlin war sehr oft verbunden mit einem Besuch des italienischen Restaurants “Al Capone” an der Knesebeckstraße, an der nächsten Kreuzung.
Auch am Sonntag wieder. Ein lauer Nachmittag, und während in Tiergarten die Post abgeht, weil zig Demos stattfinden, ist es am Kudamm fast schon lauschig. Wir saßen wieder beim Italiener, draußen, an der frischen Luft.

Vermutlich werden auch auf diese traditionsbehaftete Gaststätte schwierigere Zeiten zukommen. Wenn das Eckgebäude abgerissen wird, in dem sich auch die Theater noch befinden, dann wird es laut und staubig. Ob man dann da noch draußen sitzen will?
Und so schön das Lokal ist, so lecker es dort ist – wer sich genauer umsieht, wird sehen: Eigentlich braucht auch dieses Gebäude dringend eine Renovierung. Die Treppe hoch zu den Toiletten ist extrem abgenutzt, im Toilettenvorraum sind die Wandverkleidungen teilweise abgerissen, dahinter sind Rohre und Dreck. Die Wände sind abgenutzt, alles ist nicht mehr so schön. Alt eben.

Da der Restaurantbesuch an die Theaterbesuche gekoppelt waren, wird es wohl der vorerst letzte Besuch dort gewesen sein. Aber wobei: Man weiß ja nie…

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Portugal (19): Belém

Freitag, den 11. Mai 2018
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(18) -> 9.5.2018

Fast wären wir gar nicht in den Lissaboner Stadtteil Belém gekommen. Eine große Parade auf der Hauptverkehrsstraße sorgte dafür, dass alles drumherum zusammenbrach. Wir steckten mit dem Bus im Stau fest. Nichts ging mehr – bis wir irgendwann doch eine Haltestelle erreichten, und wir dann einfach zu Fuß weitergingen. Als wir in Belém ankamen, war aber von der Parade schon gar nichts mehr zu sehen.
Außer vielleicht: Himmel und Menschen.

Vor zehn Jahren, im Januar 2008, waren wir schon mal in Belém. Das “Pasteis de Belém” ist ein berühmtes Café, in dem es die noch berühmteren Pasteis gibt. Man könnte sagen: eine Arte Blätterteig mit Pudding.
Ich gebe ja an dieser Stelle zu: Ich bin kein großer Fan der portugiesischen Küche und auch keiner der Backwaren. Alles sieht irgendwie fettig und/oder ölig aus. Und auch die Pasteis sehen irgendwie nicht so richtig lecker aus. Wenn man aber mal abbeißt, wird man merken: Die Dinger sind extrem lecker, und in Belém soll es die besten geben. Das ist sicher nicht nur ein Gerücht.
Dafür stehen die Leute auch sehr gern an, es ist unglaublich voll rund um das Café. Im Café selbst sieht es eher aus wie eine Bahnhofshalle – aber die Gebäckteilchen entschädigen dafür.