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Nummer 24 in Zeiten des Coronavirus

Dienstag, den 9. März 2021
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Schon 2013 hatte ich an dieser Stelle von meiner Lieblingsnummer 24 bei meinem Lieblingskroaten in Berlin-Frohnau geschrieben. Und auch 2021 ist die “Kleine Potpourri-Platte” auf der Karte als Nummer 24 gekennzeichnet.
Mit dem Unterschied, dass wir inzwischen seit mehr als vier Monaten nicht hindürfen und dort was essen können. Aber natürlich will man ja seine Lieblingslokale ab und zu mal unterstützen.
Auf einer Rückfahrt aus dem Berliner Zentrum, steuerte ich Frohnau an. Vorher rief ich im “Adriatic” an, um eben jene Nummer 24 zu bestellen. Einmal zum Mitnehmen – was auch sonst. Allerdings dauert die Fahrt nach gut 25 Minuten, so dass ich es vorzog, gleich im Auto zu essen. Besteck hatte ich bei.

Es ist gar nicht so einfach, Ćevapčići und Schnitzel auf dem Schoß zu schneiden. Der Reis war unter dem Fleisch, in der “Kammer” daneben waren die Pommes. Den Ketchup gab es in einer Extra-Verpackung. Außerdem in einer weiteren Packung die Zwiebeln, die ich aber ehrlicherweise immer gar nicht esse. Davor noch ein Salat mit Eisberg, Gurke, Tomate, Mais und Dressing. Sehr lecker, und wie schön wäre es gewesen, das alles im Lokal zu essen. Aber vielleicht können wir mit den steigenden Temperaturen und Tests irgendwann bald zumindest draußen essen.
Nach einer guten halben Stunde war ich mit dem Festmahl im Auto durch. Ein bisschen beschwerlich, aber es hat sich kulinarisch wirklich gelohnt!

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Doch nur Eis in Zeiten des Coronavirus

Sonntag, den 7. März 2021
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Auf meiner Erkundungstour durch den Südosten Brandenburgs legte ich einen Zwischenstopp in Beeskow ein. Es war Mittag, und Beeskow sollte ja eine nette Innenstadt haben.
Tatsächlich hat der Ort im Landkreis Oder-Spree einen schönen Marktplatz, auf dem man gut verweilen kann.

Außerdem hatte ich Hunger. In Zeiten des Coronavirus will ich ja auch die örtlichen Betreiber von Lokalen unterstützen, also hielt ich Ausschau. Allerdings war nicht so viel zu holen. Eine Gaststätte war geschlossen. Auf einer Seite des Marktplatzes aber gab es ein Fensterchen, aus dem heraus ein Verkauf stattfand. Auf einem Schild war von einem Mittagstisch und von Eis die Rede. Wobei unklar war, worin der Mittagstisch bestand.
Also ging ich zum Fenster und fragte nach.
Die Frau am Verkaufsplatz lächelte und meinte dann, es gebe keinen Mittagstisch. Und weil ich zum Schild mit eben jenem Hinweis deutete, ergänzte: Sie haben noch keine Lust gehabt, das Schild zu aktualisieren.
Woraufhin ich meinte: “Das ist schade.” Nicht nur, weil es nichts zu Essen gab, sondern auch wegen der Bocklosigkeit. Da bekommt man als möglicher Kunde natürlich auch keinen Bock mehr.
Ich machte mich wieder auf den Weg, und die Kundin nach mir, fragte, was es denn zum Mittagessen gebe…

Unterdessen ging ich auf die anderen Seite des Marktplatzes. Da ist ein Asia-Imbiss. Nicht ganz das, was ich mir für die Beeskower Mittagspause vorgestellt habe, war aber auch ganz lecker. Gemütlich auf einer Bank auf dem Marktplatz…

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Essen im Restaurant in Zeiten des Coronavirus

Donnerstag, den 4. März 2021
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Ich kann nicht gerade sagen, dass man zu Burger King geht, weil das ein großer Genuss sein könnte. Dass dass Fast-Food-Restaurant in den vergangenen Jahren extrem nachgelassen hat, erwähnte ich bereits und ist nichts Neues.
Allerdings hat Burger King in Vehlefanz einen Vorteil: Das Restaurant ist nicht geschlossen. Man kann in den Laden gehen und man kann dort auch was essen – und im Laden bleiben, um zu essen.
Möglich ist das, weil sich dieser Burger King auf einem Autohof befindet – an der A10, und Restaurants auf Autohöfen und Raststätten an Autobahnen dürfen in Brandenburg öffnen. Oder eher: Sie musste nicht schließen.

Ich nehme mal an, viele wissen das gar nicht. Ich war seit Ende Oktober auch das erste Mal wieder in einem Restaurant, in dem man essen kann. Um es einfach mal wieder zu machen. Ich war auch der einzige.
Die Jugendlichen draußen sahen mich scheinbar ein wenig ungläubig an. Offenbar ist ihnen die Regel nicht bewusst. Was einen nicht wundern muss, angesichts der vielen Regeln, Ausnahmeregeln und Sonderregeln in den verschiedenen Bundesländern.
Auf dem Parkplatz saßen folgerichtig ein paar Leute auch in den Autos, um dort zu essen. Andere kamen und nahmen sich das Essen mit.

Ich aß also vor Ort. Kulinarisch gelohnt hat sich sich aber nicht wirklich. Der Burger war wieder mal ziemlich kühl, es fehlte ein Stück Fleisch, und geschmacklich – nun ja.
Ich warte wohl doch besser, bis die Restaurants im Allgemeinen wieder öffnen dürfen…

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Endlich: der Döner-Drive-in!

Mittwoch, den 10. Februar 2021
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Dass da noch keiner drauf gekommen ist: Endlich hat Oranienburger seinen Döner-Drive-in! Wobei das vermutlich keine offizielle Eröffnung war, sondern ein Akt der Autofahrer-Faulheit. Aber es hat funktioniert.

Am Abend ist im Dönerladen in der Oranienburger Schulstraße nicht mehr viel los, und auf der Straße auch nicht. Direkt vor dem Laden hielt ein Auto. Seit der Coronakrise im Frühjahr 2020 haben die Betreiber ein kleines Fensterchen eingebaut, aus dem heraus auch Speisen rausgereicht werden können.
Das Auto hielt genau vor dem Fenster. Bei -10 Grad wollten der Mann und die Frau jedoch nicht aussteigen. Also winkten sie, das Fenster öffnete sich, und sie gaben ihre Bestellung auf.

Der Oranienburger Döner-Drive-in ist aber wahrscheinlich nur eine Ausnahme, es sei dann, man verscheucht am Tage die Leute, die mitunter wartend vor dem Laden stehen.

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Alkohol-Countdown in Zeiten des Coronavirus

Freitag, den 5. Februar 2021
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23 Uhr. Das ist die magische Marke, bis zu der in Berlin Alkohol verkauft werden darf. Diese Marke darf auf keinen Fall überschritten werden.

Es ist 22.50 Uhr. Das Schöne in Berlin ist ja, dass um 22.50 Uhr noch viele Supermärkte geöffnet sind. Hier, in Prenzlauer Berg, ist die Situation sehr entspannt, es sind nicht mehr viele Leute zwischen den Regalen unterwegs.
“Liebe Kunden, nach 23 Uhr dürfen wir keinen Alkohol mehr verkaufen. In zehn Minuten ist es 23 Uhr.”
Zum Glück will ich gar keinen Alkohol kaufen. Dafür suche ich den Flaschenautomaten. Es ist nicht mein Stamm-Supermarkt, und deshalb muss ich ein bisschen suchen.

“Liebe Kunden, in fünf Minuten ist es 23 Uhr…”
Ein Mann kommt durch den Eingang, und er hat es ein bisschen eilig. Vielleicht muss er noch dringend Alkohol kaufen. Ich schlendere zum Kühlregal mit den asiatischen Fertiggerichten – übrigens, sehr lecker!

“Liebe Kunden, in zwei Minuten ist es 23 Uhr…”
Nun ja, es gibt wirklich aufregendere Countdowns, aber hier scheint man es ja wirklich ernst zu nehmen – wer um Punkt 23 Uhr nicht an der Kasse ist, muss seinen alkoholgeschwängerten Einkaufskorb vermutlich stehen lassen.

“Liebe Kunden, es ist 23 Uhr. Ab jetzt dürfen wir kein Bier und keinen Alkohol verkaufen.”
Fast könnte man meinen, dass Applaus aufbrandet, aber die Leute nehmen dieses Großereignis völlig gelassen hin. Der Gang mit den Bieren und den harten Alkoholprodukten ist verwaist. Aber das Leben geht weiter.

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To go oder so in Zeiten des Coronavirus

Dienstag, den 29. Dezember 2020
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Manche Imbisstanten haben die Sache mit dem Lockdown und “To go” noch nicht so richtig verstanden. Neulich stand ich an einem Oranienburger Imbiss und hatte einen Cheeseburger und eine Portion Pommes bestellt.
Als sie die Pommes direkt vor mir ablegte, meinte ich: Packen Sie die gar nicht ein? Und sie so: Das haben Sie aber nicht gesagt! Und ich so: Sie dürfen doch eh nur “to go” verkaufen. Und sie so: Aber das müsse ja nicht heißen, dass sie das einpacken müsse.

Das wirft Fragen auf. Stehen eigentlich öfter Leute draußen am Imbisstisch rum, um ihr Bierchen zu süffeln? Und verkauft die Dame hinterm Fenster nie irgendwas, was sie einpackt? Und wie sollte ich denn einen Cheeseburger und Pommes to go essen? Dampfend und stinkend in der Bahn? Während ich laufe?
Die Frau wurde jedenfalls etwas pampig, und das, weil sie die schmackhaften Speisen nun unangenehmerweise einpacken musste. Dass to go auch einpacken heißt, das war ihr vollkommen unklar, und eigentlich hielt sie mich auch für vollkommen bescheuert, dass ich das Zeug eingepackt haben wollte.
Als ich ihr beim Rausgehen jedenfalls einen schönen Tag wünschte, antwortete sie nicht.

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Verwirrende Öffnungszeiten in Zeiten des Coronavirus

Donnerstag, den 24. Dezember 2020
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In diesen schwierigen Zeiten will ich den meisten Imbissgeschäften in meinem Kiez helfen, in dem ich dort was kaufe. Dazu gehört auch der kleine McDonald’s am Oranienburger Bahnhof.
Immerhin werben die mit einem großen Banner über dem Eingang dafür, dass sie geöffnet haben.

Ich gehe direkt davor, und ich bin mir nicht so ganz sicher, ob da wirklich jemand ist. Denn drinnen sieht es ziemlich düster aus.
Über dem Eingang also der große Geöffnet-Banner. An der Eingangstür stehen die Öffnungszeiten. Auf einem anderen Zettel stehen andere Öffnungszeiten, die während des Lockdowns gelten sollen. Auf einem weiteren Zettel stehen die Abstandsregeln. Und wieder daneben steht auf einem Zettel, dass man geschlossen habe.
Vier verschiedene Informationen – und am Ende ist alles dicht.

Gerade kommt jemand, um die Tür zu öffnen. Ich frage, ob denn nun geöffnet sei. Der Mann meint, nein, es sei geschlossen, und ich frage, warum denn dann da ein großer Banner hänge, dass geöffnet sei. Die Frage kann er nicht so wirklich beantworten. Hat ihn vermutlich selbst verwirrt.

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