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McMüllmassen

Dienstag, den 21. Juni 2022
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Was geht da vor, bei McDonald’s? Ein paar Kunden stehen in Sachsenhausen an der Eingangstür. Sie ist geschlossen, man sieht aber, dass drinnen Betrieb herrscht.
Auch auf der Terrasse sitzen Leute, und jemand deutet zum Hintereingang, der sei geöffnet. Also laufen wir dort rein, und, nun ja, blicken auf ein Schlachtfeld.
Auf so ziemlich jedem Schild stehen Müllhaufen. Tüten, Tabletts, Verpackungen, Essensreste. Neben dem Eingang stehen die beiden großen Tablettständer, und beide sind voll. Alle Fächer sind belegt, und auf dem Ständer liegt bergeweise Müll. Auf dem Tisch dahinter stapeln sich die Reste ebenfalls.
Echte McMüllmassen.

Leute, die ihr Essen bekommen haben, stöhnen, sie hätten eine halbe Ewigkeit warten müssen. Zwei der vier Bestellautomaten sind außer Betrieb. Will man etwas bestellen, gehe das nur Außer-Haus, obwohl das Restaurant geöffnet ist. Als ich mit Karte bezahlt habe, bekomme ich keinen Beleg – das ist Papier ist alle.
Es scheint ein kleiner Notstand bei McDonald’s zu herrschen.

Die Frage ist: Woraus besteht der Notstand? Es wuseln ziemlich viele Menschen in der Küche rum. Alle haben sie sehr gut zu tun. Aber es scheint eindeutig ein Personalnotstand zu sein. Ob wegen Krankheit oder weil sich niemand für die Stellen findet – vermutlich trifft beides zu. Es ist aus Gesprächen zu hören, dass einige der Küchen- oder Bedienungsleute schon dabei sind, eine Überstunde zu machen. Aber angesichts des Ansturms von Leuten – nein, eigentlich ist es gar kein Ansturm, es herrscht eigentlich relativ normaler Betrieb – kommen sie nicht klar.

Immerhin ist die Stimmung unter den Leuten gut. Alle helfen sich, eine junge Frau versucht, die Situation zu ordnen, was ihr auch irgendwann gelingt. Die Mitarbeitenden scheinen sich der Lage bewusst zu sein, aber dass sie sich dabei nicht ankeifen – zumindest nicht in diesem Moment – ist ja schon mal gut.

Aber grundsätzlich: Die Fast-Food-Ketten scheinen auf einem absteigenden Ast zu sein. Nicht nur, dass das Personal knapp und das Essen immer teurer wird (wie momentan überall).
Oft sind die Burger kalt oder das Fleisch selbst nicht mehr heiß. Die Pommes sind oft labbrig und auch schon kalt. Bestellungen werden gern mal falsch ausgeführt. Dazu die oft nicht sehr sauberen Läden an sich. Dass da immer weniger Leute dorthin kommen, verwundert nicht. Und ich sage das als ausgesprochener Fan von McDonald’s – immer öfter wird man bitter von der schlechten Qualität enttäuscht. Man muss aber auch sagen: Bei Burger King ist das alles noch viel schlimmer.

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Döner: 6 Euro

Samstag, den 21. Mai 2022
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Alles wird teurer. Denn der Ukraine-Krieg ist mehr als der Kampf zwischen Russland und der Ukraine selbst. Der Krieg wird auch mit anderen Mitteln geführt – weltweit. Es ist der Kampf um Ruhstoffe. Die werden knapp und damit teuer. Oder sie bleiben ganz aus, was in Dritte-Welt-Ländern zunehmend katastrophal werden könnte.

Da sind das bei uns ja bislang eher Luxusprobleme – und dennoch fallen die Preissteigerungen natürlich mehr und mehr auf.
In meinem Oranienburger Supermarkt ist sogar die Billig-Margarine nicht mehr billig. Lag sie mal weit unter einem Euro, liegt sie inzwischen bei 1,20 Euro, und selbst das Sonderangebot der Marken-Margarine ist plötzlich preiswerter.
Im Oranienburger Zeitungsladen musste ich neulich feststellen, dass der “stern” auch schon wieder teurer geworden ist, er liegt nun bei 5,50 Euro. Die Tageszeitungen haben ihre Preise schon vor Wochen angehoben.

Am Donnerstagabend war ich in Kremmen schnell noch einen Döner essen. Ich zählte vorher mein Geld ab, ich hatte noch knapp 7 Euro in Bar dabei. Das sollte für einen Döner und eine Cola reichen.
Ähm, nein. Nicht mehr.
Denn der Döner kostet dort jetzt 6 Euro. Schwindelerregend. Pommes liegen knapp unter 4 Euro. Wahnsinn. Es blieb also beim Döner, ohne Getränk.

Und natürlich auch zu Hause wird’s teurer. Gerade erst habe ich freiwillig schon mal meinen Mietnebenkostenanteil um 20 Euro monatlich angehoben – damit Ende 2023 nicht die ganz böse Überraschung kommt.
Und so ziehen sich die Preiserhöhungen durch alle Bereiche des Lebens. Man müsste eigentlich mal genau Buch darüber führen, was man so alles ausgibt – und ob man vielleicht doch schon kräftig im Monatsminus ist.

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Edeka-Getränkekrise?

Mittwoch, den 11. Mai 2022
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Gibt es eine Getränkekrise in den Supermärkten? Zumindest bei Edeka habe ich in zwei verschiedenen Märkten erstaunlich leere Regale vorgefunden.

Am Montag bei Edeka im Oranienburger Norden war beispielsweise das Regal mit den verschiedenen Coca-Cola-Sorten ratzekahl leer. Aber auch sonst herrschte eine große Flaute. Keine Pepsi-Marken, nur noch die “kleinen” Marken waren vorhanden. Ein sehr ungewohntes Bild.
Am Dienstag bei Edeka in Berlin-Wannsee. Auch hier war der Bereich mit den Coca-Cola-Sorten so ziemlich leer. Aber auch sonst herrschte eine Getränkeflaute. Diverse andere Brausen und Colas waren ebenfalls nur noch in Resten vorhanden.
Sind da Lieferketten zusammengebrochen? Ist Coca Cola pleite?
In Wannsee sah es übrigens bei den Knabbersachen, den Chips, ähnlich aus – nämlich sehr übersichtlich.

Klar, ein Luxusproblem. Dennoch erstaunlich, dass in zwei völlig unterschiedlichen Läden (derselben Kette) die Regale so leer sind. Vielleicht habe ich aber auch nur die neueste Hamsterkauf-Welle verpasst?

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Ein geschmiertes Brot tut’s auch!

Samstag, den 9. April 2022
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Nach dem Termin schnell noch was zum Mittagessen. Ich habe vorher auf den Essensplan des Bistros bei Facebook geschaut. Lecker: Entweder süßsaure Eier oder Blutwurst. Auf Letzteres wird es wohl hinauslaufen. Mit Vorfreude komme ich ins Bistro, ich werde begrüßt – und beim Blick auf die Essenbehälter stutze ich. Keine süßsauren Eier. Keine Blutwurst. Mir schwant: Ich habe mich in der Woche geirrt. Und tatsächlich war es so. Meine Laune sank, zumal das, was ich stattdessen sah nicht gerade meine Favoriten waren. Auch die Bouletten, die es sonst immer gibt, waren aus. Tortellini? Hmnein. Auf Schnitzel hatte ich keine Lust.
Ich ging also, ohne was zu essen.

Draußen schaute ich auf Facebook, was es in dem anderen Bistro gibt. Schnitzeltag. Entfällt ebenfalls.
Ich fahre nach Hause, aber in meiner Straße gibt es auch noch ein Bistro. Ich schaue auf die Tageskarte – und freue mich: Käse-Lauch-Suppe mit Hackfleisch. Na, wenn das nichts ist. Die Ernüchterung kommt schnell: Die Suppe ist aus. Ich frage nach der Kartoffelcremesuppe, die darunter steht. Kopfschütteln, ich müsste eine Weile drauf warten.
Nun gibt es dort ein paar Standards, die ich auch essen könnte – aber nach dieser doppelten Enttäuschung neigte ich dann doch dazu, auch dort unverrichtete Dinge zu gehen.

Genau genommen waren das gleich fünf Mittagesse-Tiefschläge. Und das Fazit: Ein geschmiertes Brot zu Hause tut’s auch!

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Chicken auf dem Stutti

Freitag, den 11. März 2022
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Dass es den Stuttgarter Platz in Berlin gibt, war mir nicht neu. Vor vielen Jahren gab es am Bahndamm mal einen Parkplatz, von dem aus man in die Wilmersdorfer Straße zum Einkaufen gehen konnte.
Dass dieser Platz aber durchaus interessant ist, habe ich festgestellt, als ich neulich im Klick-Kino war. Als großer Kinogänger war auch das durchaus besonders, weil ich zuvor noch nie im Klick war. Es handelt sich dabei um ein nettes Kiez-Kino mit angeschlossenem Café.

Ich parkte auf dem Stuttgarter Platz am Straßenrand und lief dort hin. Dabei sah ich mir diesen Platz mal genauer an. Sein größtes Problem ist vermutlich, dass man ihn auf den ersten Blick gar nicht für einen Platz halten könnte. Und auch nicht auf den zweiten. Eigentlich ist der Stuttgarter Platz ein Straßenzug mit einer sehr großen Kreuzung in der Mitte. Auf der anderen Seite ist der Bahndamm mit der Stadtbahn-Strecke und dem Bahnhof Charlottenburg.
Der Stutti wirkt ein bisschen schmuddelig, aber bei genauerem Hinsehen hat er durchaus was zu bieten. Es gibt diverse Hotels und Hostels, mehrere Gaststätten oder kleine Kneipen oder Cafés, auch die obligatorischen Dönerläden. Am Abend war davon wenig zu sehen: Aber es muss dort auch ein riesiges Geschäft für Obst und Gemüse geben, entsprechende Regalvorrichtungen sind dort zu sehen. Sogar eine Tanzbar habe ich dort entdeckt. Wobei ich nicht erkennen konnte, ob sie die Coronazeit überlebt hat.

Und es gibt ein interessantes Schnellimbiss-Restaurant. Ich bin großer KFC-Fan. Die Hühnchenspeisen schmecken mir dort immer sehr gut. So was Ähnliches gibt es auch auf dem Stutti: Chicken Coop heißt der Lade, und irgendwie wirkt er wie ein KFC-Clon. Weniger von der Einrichtung her, aber was das Angebot betrifft. Das ist sehr ähnlich dem bei KFC, auch wenn die Speisen teilweise anders heißen. Es gibt Filet Bites, auch den Coleslaw-Salat, auch Kartoffelbrei, zudem ein paar Chcikenburger – und, wenn ich das richtig gesehen habe, auch richtige Burger.
Aber, nun ja: Ist halt dann doch nicht das Original. Den Salat habe ich nicht mal aufgegessen, er schmeckte wie vom Supermarkt. Der Kartoffelbrei ist viel zu weich-flüssig, die Soße schmeckte so lala. Nur der Burger war ganz anders und durchaus reichhaltig.
Kann man mal machen, muss man aber nicht – das Original ist eben doch besser, und auch nicht wirklich teurer als diese “Kopie”.

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Die Sache mit dem Fast Food

Mittwoch, den 2. Februar 2022
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Die Sache mit dem Getränkebecher beim Fast-Food-König am Autohof in Vehlefanz. Neulich habe ich hier darüber berichtet, und der Beitrag löste an verschiedenen Stellen ein großes Echo aus. Beim Fast Food können viele Menschen mitreden.

Da war dann die Rede von einer Großbestellung zum Mitnehmen im selben Laden, wo man beim Auspacken gemerkt habe, dass diverse Dinge fehlten oder falsch zusammengestellt waren. Oder dass das Essen schlicht kalt war, selbst wenn vor Ort isst.
Neulich war ich beim großen M in Sachsenhausen, bestellte einen Burger mit Extra-Fleisch, um zu Hause festzustellen, dass ich dafür zwar gute 2 Euro extra bezahlt hatte, das Extra-Fleisch dann aber trotzdem fehlte.

Die Fast-Food-Ketten haben schon lange ihren Ruf verspielt – mit Fleisch, das ewig in der Schublade wartet, bis es kalt ist, mit kalten Burgerbrötchen, mit labbrigen, lauwarmen Pommes.
Trotzdem gehen wir wieder hin. Und man fragt sich, warum man sich die oft schlechte Qualität gefallen lässt.

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Abzocke beim Bouletten-König?

Dienstag, den 25. Januar 2022
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Immer mal wieder was Neues in den Fast-Food-Läden, und man kommt aus dem Staunen gar nicht mehr raus.
Am Montagabend bei Burger King in Vehlefanz. Es ist zur Normalität geworden, dass man am Automaten bestellt. Dazu gehört, dass ich das Getränk ganz gerne ohne Eiswürfel bestelle, so auch diesmal.

Als ich mit dem Tablett und meinem Menü am Platz ankomme, stutze ich: Zum großen Menü gehört ein 0,5-Liter-Getränk. Vor mir steht aber ein 0,4-Liter-Becher. Ich denke mir meinen Teil und gehe damit zurück zum Tresen.
Dort hat man eine sehr interessante Erklärung: Das soll so sein. Wenn man ein 0,5-Liter-Getränk ohne Eiswürfel bestellt, bekommt man einen 0,4-Liter-Becher, der aber höher abgefüllt ist als es die 0,4-Liter-Markierung anzeige. Ahja. Das sei doch trotzdem Beschiss, meine ich. Und der Mann hinterm Tresen antwortet, dass er ja am Automaten die 0,5-Liter-Taste drücke, und außerdem habe man Lieferengpässe.
Keine Ahnung, worauf sich nun die Engpässe beziehen, aber angeblich hat Burger King alles richtig gemacht. Was aber gegenüber dem Kunden trotzdem nicht okay ist, ihm nun einen 0,4-Liter-Becher zu geben – es macht auf jeden Fall einen falschen Eindruck.
Ich hätte mir, weil der Tresenmann mir die Abfüllung gezeigt hat, diese zweiten Becher sogar noch mitnehmen können, aber ich verzichtete, etwas bockig.

Aber ich nahm den Becher mit nach Hause. Ich wollte das mit eigenen Augen sehen. Ich füllte also den Becher mit Wasser fast ganz voll und leerte den Inhalt dann in einem Messbecher. Und tatsächlich: Es sind 0,5 Liter in diesem 0,4-Liter-Becher.
Ich gebe zu, fast war ich ein bisschen enttäuscht. Unclever in Sachen Marketing ist es dennoch, die 0,5-Liter-Bestellung in einem Becher rauszugeben, in dem 0,4 Liter draufstehen.

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