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MAZ macht mit: Rallyezeit – Spaß, Stress und Golfbälle

Mittwoch, den 2. Mai 2012
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Die MAZ begab sich am Wochenende von Kremmen aus auf große Familientour

MAZ Oranienburg, 2.5.2012

Erstmals nahm ein Team der Märkischen Allgemeinen an der Brandenburgischen Familienrallye teil

KREMMEN
Reden wir nicht lange um den heißen Brei herum: 82. Platz. Das ist nun wirklich nicht doll bei insgesamt 92 Teams. Dabei haben wir uns doch so angestrengt.

Am Wochenende startete im Kremmener Scheunenviertel die 20. Brandenburgische Familienrallye der Oranienburger Verkehrswacht – und die MAZ war dabei und schickte das Team Stephanie Philipp und Robert Tiesler. Und wir wussten – das wird keineswegs ein Urlaubswochenende. Gut 300 Kilometer Fahrt hatten wir vor uns, 15 Sonderprüfungen und fast 60 Fragen, die während der Fahrt beantwortet werden mussten.

Schon der Augenblick, als wir durch den Start rollen, ist der pure Stress. Wir bekommen die Mappe mit dem Routenplan und den Fragen. Erst in dem Moment ist klar, wo es hingehen soll. In jedem Ort gilt es, aufmerksam zu sein: Am Kremmener Ortsausgang müssen wir auf eine Satellitenschüssel achten, auf der ein Smiley, ein Schlumpf oder ein Wetterhahn zu sehen sein soll. Wir meinen, es ist der Wetterhahn, aber eine Leserin unserer Facebookseite „MAZ Oranienburg“ weist uns später darauf hin, dass es wohl doch der Smily ist.

In Sommerfeld dann die erste richtige Prüfung. Wir sollen einen Golfball durch einen Feuerwehrschlauch drücken. Das klappt gut, bis wir merken, dass wir den Ball im Schlauch verloren haben. Dementsprechend fällt die Zeit aus. Auf dem Golfplatz in Wall (Ostprignitz-Ruppin) müssen wir einen Ball aufs Feld schlagen. Ich schaffe 32 Meter. Fürs erste Mal okay, für unseren Punktestand nicht. Richtig gut ist Kollegin Stephi beim Gefahrenbremstest in Charlottenau bei Rheinsberg. Da schaffen wir einen grandiosen 14. Platz.

Zum Desaster werden jedoch die beiden Fahrradprüfungen. Auf einem Acker, der sich Waldstadion nennt, muss ich mit einem Elektrobike Slalom fahren. Nicht nur, dass ich am Ende zwei Kegel verpasse, nein, ich habe am Anfang auch noch den Schulterblick vergessen. Ich bin untröstlich. Später läuft’s auf dem Minifahrrad ähnlich bescheiden.

Ziel unserer Reise ist Linstow im Landkreis Rostock. Zum Jubiläum der 20. Rallye wollte Klaus-Dieter Berndt von der Verkehrswacht seinen Teilnehmern eine richtig gute Unterkunft bieten. Für jedes Team gibt es ein Appartment – andere Teams erzählen uns, dass es so einen Komfort noch nie gegeben habe.

Der Sonntag ist unser Tag. Wir glänzen im Wissenstest über Friedrich II. auf einem Parkplatz in Plau am See. In Wittstock reißen wir beim Autoslalom keinen einzigen Kegel um. In Neuruppin meistere ich den Slalom mit Suchtbrille, mit der man alles doppelt und dreifach sieht.
Die Dörfer auf der Route erlebten sicherlich auch spannende Stunden. Als in Dossow nahe der Kyritz-Ruppiner Heide das Jahr gesucht wurde, aus dem ein bestimmter Gedenkstein im Dorf stammt, half ein Nachbar aus, der gerade am Zaun stand. Diese Momente waren immer die witzigsten auf der Familienrallye – wenn plötzlich Fremde mit einbezogen waren.

Voller Erkenntnisse, schöner Eindrücke, aber auch sehr geschafft kamen wir Sonntagnachmittag in Gnewikow bei Neuruppin an. Und die Platzierung, na ja, vergessen wir’s.