Tagesarchiv für 13. April 2020

RTelenovela

Ostern 2020 in Zeiten des Coronavirus

Montag, den 13. April 2020
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Ostern 2020 geht in die Geschichte ein. Nichts ist wie sonst. Alles ist anders.

Normalerweise gehen wir am Sonnabend immer an ein Osterfeuer. Ganz früher in Basdorf, auch in Lehnitz waren wir mal, in Bärenklau und später in Schmachtenhagen – im vergangenen Jahr privat in Wensickendorf. In diesem Jahr fand das Osterfeuer einzig und allein im Fernsehen statt – im mdr loderte ein digital erzeugtes Osterfeuer im Studio.
Wir trafen uns stattdessen im WhatsApp-Videochat.

Normalerweise fahre ich am sehr frühen Ostersonntagmorgen nach Kremmen zum Osternacht-Gottesdienst, und es ist immer eine sehr besinnlich-schöne Veranstaltung. In diesem Jahr habe ich mir eine der zahlreich im Internet übertragenen Osternacht-Gottesdienste angesehen – auf Youtube war die Auswahl groß.

Normalerweise machen wir am Ostersonntag immer einen Familienausflug. Im vergangenen Jahr waren wir im Zoo in Berlin-Charlottenburg. In diesem Jahr sollte es zu einem speziellen Park mit künstlerischen Bäumen gehen, direkt hinter der polnischen Grenze. Das Vorhaben mussten wir sausen lassen. Die Grenze ist eh dicht.
Normalerweise fahren wir danach was Essen, in eine Gaststätte. Aber die sind ja auch geschlossen.

Normalerweise sind wir Ostermontag in der Familie alle zusammen und essen etwas. In diesem Jahr dürfen wir nicht alle zusammen sein. Stattdessen lassen wir uns was zu essen aus dem Restaurant kommen, denn liefern dürfen sie auch weiterhin. Aber wir sind auch nur in der kleinen Besetzung. Die ganze Familie darf nicht zusammenkommen.

Normalerweise fahre ich am Abend auch noch ins Kino. Irgendwas Gutes läuft ja eigentlich immer, was ich mir noch reinziehen will. Aber das Kino ist geschlossen. Alle Kinos sind geschlossen. Überall.

Das Coronavirus und die Sicherheitsmaßnahmen darum sorgen dafür, dass Ostern 2020 so vollkommen anders ist als sonst. Wir müssen alle ein paar Gänge zurückschalten. Und, ja, es nervt. Und, ja, es ist traurig. Aber was bleibt uns anderes übrig?

Normalerweise

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RTZapper

Eurovision 2020 – PrePartyES at Home

Montag, den 13. April 2020
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SA 11.04.2020 | 22.00 Uhr | Youtube

Ich kann es nicht mehr sehen. Und hören auch nicht mehr.
Ich möchte keine Wohnzimmerkonzerte mehr sehen, wo die Promis zu Hause vor der Kamera stehen und ohne Mikro mit miesem Ton irgendwelche Lieder singen. Das ist im Fernsehen unschön, und auf dem Handy macht das auch keinen Spaß. Zwar kann ich verstehen, dass sich auch Musiker während der Coronavirus-Krise zu Hause langweilen und sich Sorgen machen, weil ihnen alles wegbricht. Aber dennoch…

Der Eurovision Song Contest 2020 in Rotterdam findet nicht statt. Wie ja momentan und in den nächsten Wochen so ziemlich alles nicht stattfindet.
Eigentlich sollte in Madrid die spanische Pre-Party zum ESC steigen, aber das Coronavirus macht das unmöglich. So verlegten die Veranstalter die Party nach Hause.
Am Sonnabendabend gab es auf Youtube die “PrePartyES at Home”. Viele der Künstler, die im Mai in Rotterdam aufgetreten wären, waren dabei und sangen ihre Songs und weitere ESC-Hits.

Drei Stunden lang dauerte die Show, die ein Zusammenschnitt von kleinen Wohnzimmerkonzerten war.
Einige der Künstler haben das sehr aufwendig gemacht, sie bauten ihre Technik auf und lieferten einen kleinen Clip ab.
Aber manches wirkte dann auch unfreiwillig komisch. Montaigne aus Australien benutzte eine Pfeffermühle als Mikro, ein richtiges hatte sie nicht. Samanta Tīna aus Lettland sang “Still Breathing” in ihrem Wohnzimmer, irgendwo da hinten stand sie rum, weil die Kamera viel zu weit weg stand, und man fragte sich, was die Nachbarn dazu sagten. Beim zweiten Song machte sie auch noch das Licht aus, und “Euphoria” – eigentlich der beste ESC-Song ever – wirkte irgendwie unschön. Ben Dolic aus Deutschland stand vor einer weißen Tapete und sang seinen Song auch ohne Mikro – das sollte doch besser gehen, oder?
Lesley Roy aus Irland zeigte, wie es geht, mit Kopfhörer und Mikro performte sie auf dennoch einfache Weise.

Ja, es ist eine Zeit der Improvisation. Hier und da geht es eben nicht besser. Aber ein gewisses technisches Niveau könnte auch eine improvisierte ESC-Home-Party haben. Diese drei Stunden lange Show war auch für Hardcore-ESC-Fans streckenweise, nun ja, anstrengend.
Dann lieber eine 90 Minuten lange Show, dafür aber mit tollen Beiträgen, die auch technischen was taugen. Das Wohnzimmergestümper aus Lettland ist nett gemeint, kann aber höchstens Bonusmaterial sein.

-> Die Show auf Youtube

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ORA aktuell

Lauter Knall in Oranienburg sorgt für Unruhe

Montag, den 13. April 2020

Ein lauter Knall sorgte in Oranienburg in der Nacht zu Ostermontag für Unruhe. Gegen 0.25 Uhr gab es südlich der Innenstadt erst einen Lichtblitz, dann einen lauten Knall. Vom Bahnhofsviertel aus war über dem Bereich Lindenring/Blaues Wunder abziehender Rauch am Himmel zu sehen. Eine Erschütterung im Boden hat es aber – zumindest im Stadtzentrum – nicht gegeben.

Die Polizei war danach mit Streifenwagen im Zentrum und in den Neubaugebieten unterwegs, ebenso die Feuerwehr und Ermittler der Kripo. Am Sportplatz nahe des Blauen Wunders fanden Kripo-Leute Müllreste, die von Böllern stammen könnten, wie sie vor Ort bestätigten. Ob es jedoch einen Zusammenhang zum Knall eine Stunde zuvor gibt, ist aber völlig unklar.

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