Tagesarchiv für 12. März 2020

RTZapper

extra 3: Ohne Zuschauer wegen Coronavirus

Donnerstag, den 12. März 2020
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MI 11.03.2020 | 22.50 Uhr | NDR

Keiner lacht. Keiner klatscht.
Ist nämlich keiner da.
Es war am Mittwochabend ungewöhnlich still im “extra 3”-Studio. Normalerweise ist das Studio der NDR-Satiresendung voller Leute. Aber wegen des Coronavirus und den Sicherheitsmaßnahmen müssen auch die Fernsehsender reagieren. So muss das Publikum erst mal draußen bleiben – und im Idealfall vor dem Fernseher sitzen.

Die Epidemie sorgt auch beim Fernsehen für einen Ausnahmezustand. Beim rbb wurde der Publikumsverkehr eingestellt. Auch beim NDR und beim ZDF. Sendungen wie “Das aktuelle Sportstudio” im ZDF bleiben ebenfalls frei von Zuschauern um Studio. Auch “Maybrit Illner” und “Anne Will” betrifft das.
Galas und Shows werden reihenweise abgesagt. die Verleihung des Grimme-Preises – 3sat wollte übertragen – fällt aus. Ob und wann sie nachgeholt wird: ungewiss. Die (letzte!) “Goldene Kamera” im ZDF – verschoben auf November. Die Liebes-Schlagershow mit Silbereisen im Ersten – verschoben. Der “ZDF-Fernsehgarten on Tour” – abgesagt. Der ORF1 hat sein “Let’s Dance”-Pendant “Dancing Stars” komplett gestoppt – wie es weiter geht: unklar. Nickelodeon wird seine “Kids Choice Awards” nur in kleinem Rahmen vergeben.

Aber es geht auch anders. Weil in Berlin die großen Theater dicht sind, springt der rbb ein und überträgt Opern und andere Ereignisse stattdessen im Livestream und später im normalen Programm – als Ersatz.
Es wird spannend, wie sich das alles noch weiterentwickelt.

“extra 3” lebt natürlich von seinen satirischen Beiträgen, da fällt die andere Atmosphäre nicht auf. Aber die Stille im Studio, wenn Christian Ehring spricht, die war schon sehr gewöhnungsbedürftig.4
Aber besser so, als wenn man die Sendung ganz absagen würde. Das wäre der falsche Weg.

-> Die Sendung in der ARD-Mediathek

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RTelenovela

Wie traurig wird 2020?

Donnerstag, den 12. März 2020
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Jeden Tag neue Nachrichten zum Coronavirus. Stündlich neue Nachrichten darüber, welche Veranstaltungen abgesagt werden.

Ich bin diese und nächste Woche auf zwei größeren Veranstaltungen in Berlin. Eine Comedyshow und ein Konzert mit elektronischer Musik. Ich muss sagen, ich habe derzeit keine sehr große Lust auf solche Veranstaltungen. Die steigen Fallzahlen in Sachen Corona und die Ungewissheit, wie das alles weitergeht, spielen da eine große Rolle.
Die Zahlen sind klein. Relativ. Und noch. Bei der Grippe ist’s schlimmer. Einerseits. Und noch. Das Problem ist aber nun mal, dass über diese Art des Coronavirus noch nicht viel oder genug bekannt ist. Von einem Impfstoff ganz zu schweigen.
Und es geht jetzt darum, dass die Zahl der Ansteckungen niedrig gehalten wird. Steigen die Zahlen schnell in die Höhe, dann wird es kritisch in den Krankenhäusern. Also noch mehr als sonst.
Auch geht es darum, die Alten und chronisch Kranken zu schützen.

Der Gedanke, dass man es in den nächsten Wochen ruhiger angeht, ist schon seltsam. Am Morgen kam dann aber die Nachricht, dass die Gemeinde Mühlenbecker Land schon mal alle Sommerfeste abgesagt hat. Sommer! Und ich frage mich, wann die anderen nachziehen.
Mich beschleicht nun der Gedanke, dass 2020 ganz schön traurig und depressiv werden könnte. Keine Volksfeste, kaum Veranstaltungen. Und ständig in die Sauna rennen will man ja auch nicht.
Ich kann nicht verhehlen, dass meine Stimmung durch diese ganzen Nachrichten gedrückt ist. Aber vielleicht – nein, ganz sicher – muss man weiter ruhig bleiben.

Berlin und Brandenburg haben inzwischen bis Mitte April Events mit mehr als 1000 Leuten untersagt. Das müsste bedeuten, dass das Elektromusik-Konzert ausfallen müsste, noch gibt es da aber keine Infos. Der Comedyabend findet wohl trotzdem statt. Ich würde wohl mit gemischten Gefühlen hingehen.

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ORA aktuell

Coronavirus: Sachsenhausen-Gedenkfeiern in kleinem Rahmen

Donnerstag, den 12. März 2020
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In Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden des Landkreises Oberhavel müssen die anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung der Häftlinge des Konzentrationslagers Sachsenhausen für Mitte April in Oranienburg geplanten Veranstaltungen aufgrund der Corona-Epidemie weitgehend abgesagt werden. Das teilte ein Sprecher der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten mit.

Wegen des erhöhten Infektionsrisikos gerade für ältere Menschen werden auch die ursprünglich eingeladenen Überlebenden und Angehörigen aus aller Welt nicht anreisen.

Nur die dezentralen Gedenkveranstaltungen sowie die zentrale Gedenkveranstaltung an der „Station Z“ am 19. April und die Gedenkveranstaltung am 20. April am Gedenkort Klinkerwerk werden in kleinerem Rahmen und ohne internationale Beteiligung durchgeführt.

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