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radioeins Medienmagazin

SA 21.09.2019 | 18.05 Uhr | radioeins

Gerade gibt es Wirbel um die Sparankündidungen des rbb beim Radioprogramm rbbKultur. Es soll mehr klassische Musik gesendet werden, vermutlich zu Lasten der Wortsendungen.
Hintergrund ist natürlich auch, dass die Hörerzahlen von rbbKultur schwinden. Um die Zukunft der Kulturwelle in der Hauptstadtregion wird nun gerungen.
Klar ist aber auch: Kultur darf nicht nur in die Nische abgeschoben werden. Kultur muss auch in den Massenprogrammen stattfinden. Und vor allem: Kulturjournalismus.
Ein echter Leuchtturm ist da einmal mehr radioeins – auch vom rbb.

Auf dem Berliner Medienmarkt tut sich etwas Erstaunliches: Der Berliner Verlag ist verkauft. Das Berliner Unternehmerpaar Silke und Holger Friedrich hat ihn von der DuMont-Mediengruppe gekauft. Es ist also spannend, die Zukunft von Berliner Zeitung, Berliner Kurier und Berliner Wochenblatt zu beobachten.
Am Sonnabend gab es deshalb ein Special des radioeins-Medienmagazins. Zu Gast waren die neuen Eigentümer des Berliner Verlags, Silke und Holger Friedrich. Im Gespräch mit Jörg Wagner und Daniel Bouhs erklärten sie, was ihre Beweggründe für den Kauf waren.

Das war nicht nur spannend, sondern auch bemerkenswert. Denn die beiden waren eine gute dreiviertel Stunde zu Gast, um ausführlich zu reden. Selten unterbrochen von Musik oder Verkehrshinweisen. Auf anderen Radiowellen ist das eventuell ein Vier-Minuten-Gespräch. Auch auf radioeins läuft das Medienmagazin nicht zu einer Randzeit, sondern an einem Sonnabend um 18.05 Uhr. Das ist keine Radio-Primetime, aber immer noch eine attraktive Radio-Hörzeit.
Dass der rbb dieses Magazin überhaupt auf dem reichweitenstarken radioeins und nicht auf der Kulturwelle sendet, ist sowieso lobenswert. Denn das sollte man bei der Diskussion um rbbKultur bedenken: Kultur bieten auch die anderen rbb-Wellen. Andererseits könnte man bei der Spardiskussion um rbbKultur auch überlegen, solche Magazine wie die von radioeins dort noch mal zu senden.

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